Minderwertige Brust-Implantate: Krebsgefahr und 30.000 Frauen in Frankreich betroffen

2011-12-20 14:51 -

Silikonbrüste sind zwar dank Hollywoodstars wie Pamela Anderson der Renner, und auch immer mehr deutsche (Semi-)VIPs wie Gina Lisa Lohfink, Daniela Katzenberger oder Micaela Schäfer schmücken sich damit, gerne auch, um dann mit Playboy- oder sonstigen sexy Shootings den Rubel rollen zu lassen. Doch wie bei jedem Eingriff gilt: Immer die Risiken abwägen.
Doch was, wenn man unwissentlich schlechte Implantate bekommt? So geschehen nun in Frankreich; hier müssen wohl 30.000 Patientinnen erneut zur OP, da sie fehlerhafte und minderwertige Brustimplantate bekamen, die sogar Krebs verursachen können. 8 Frauen erkrankten dort schon, 2 sollen sogar gestorben sein.

Schuld sei die Firma PIP (poly Implants Prothèses), die sparen wollte und deshalb minderwertiges Material für Silikonkissen einsetzte. 10x billiger seien diese gewesen. Die französische Regierungssprecherin Valérie Pécresse warnt: "Alle Frauen mit PIP-Prothesen sollten dringend ihren Chirurgen aufsuchen."

PIP muss sich dann wohl wegen Körperverletzung und fahrlässiger Tötung verantworten. Auch nach Deutschland wurden Produkte der Firma geliefert, gesamt gingen 80% der Produkte ins Ausland. Seit 2010 gibt es die Firma aber nicht mehr.
Schon in diesem Jahr warnte das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vor PIP-Produkten, der weitere Vertrieb wurde auch in Frankreich verboten, denn gefüllt waren die Implantate nicht mit dem üblichen Silikongel, sondern einer Eigen-Mischung.

Dafür rissen sie aber auch viel leichter; das Ganze fiel auf, weil viele Patientinnen mit PIP-Kissen zur Nach-OP mussten. Besonders fies: Einige betroffene Frauen wollten nicht nur "einfach so" größere Brüste, sondern mussten sich nach Brustkrebs die Brust wieder aufbauen lassen - nun haben sie genau dadurch wieder ein höheres Krebsrisiko

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