Fett-weg-Spritze

2011-08-27 01:00 -

Klingt wie ein Märchen für viele Frauen: Statt einer aufwendigen und teuren Fettabsaugung einfach eine Spritze in die Problemzone und das Fett verschwindet wie von selbst. Problemzonen hat fast jeder, auch mit Sport und gesunder Ernährung sind diese nicht immer in den Griff zu bekommen.

Lange Zeit gab es nur zwei Alternativen. Entweder damit leben oder eine Liposuction. Letzteres ist mit hohen Kosten und einer Operation, die immer Risiken birgt, verbunden. Die Fett-weg-Spritze ist eine Möglichkeit, eine Umfangsverminderung ohne Operation zu erreichen.

Eine brasilianische Hautärztin hat 1995 diese Methode entwickelt und getestet. Dabei wird Phosphatidylcholin direkt in die ungewünschten Fettpölsterchen gespritzt. Der Wirkstoff wird auch im Körper produziert und ist unter anderem für den Fettstoffwechsel zuständig. Doppelkinn, Wangen, Nacken, Reiterhosen, Oberschenkel (innen), unteres Gesäß / Übergang zum Oberschenkel, Love-Handles (bei Männern), Hüften, Ober- und Unterbauch, Fettwulste an den Schulter-Arm-Gelenken, Oberarme, Knie und Rückenpartien können behandelt werden.

Um eine erfolgreiche Therapie zu erreichen, sind in der Regel zwei bis vier Behandlungen notwendig. Das ist natürlich abhängig von der zu behandelten Körperregion und vom Ausmaß des abzuschmelzenden Fettes. Die Kosten sind dem zufolge auch unterschiedlich. Sie werden aber im Beratungsgespräch besprochen. Die erste Behandlung kostet im Regelfall zwischen 250 Euro und 400 Euro, jede weitere Behandlung zwischen 200 Euro und 300 Euro. Sie werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine Sitzung dauert zwischen 30 Minuten und 60 Minuten.

Da die Fett-weg-Spritze noch nicht ausführlich getestet wurde, haben die Verbände der plastischen Chirurgie negative Meldungen zu dieser Methode der Fettreduktion gemacht. Dies wurde ihnen jetzt jedoch vom Landgericht Verden verboten. Denn es wurde nachgewiesen, dass die Aussagen der Verbände falsch sind. Die Fett-weg-Spritze ist von vielen Patienten auch in Deutschland getestet und für gut befunden worden. Leichte Nebenwirkungen sind Brennen und leichte Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle. Andere Nebenwirkungen und Risiken sind äußerst selten.

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