Krankenversicherungen sollen Folgekosten für Schönheits-OPs übernehmen

2012-03-31 12:33 -

Aufgrund des Skandals um die Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) entstand die Debatte um die Übernahme von Folgekosten für Schönheitsoperationen durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte Frauen gewarnt, denen Brustimplantate der französischen Firma in der Vergangenheit eingesetzt wurden, dass durch das enthaltene Industriesilikon die Gesundheit der betroffenen Frauen gefährdet sei.Doch das Brustimplantat entfernen zu lassen, kann sich unter Umständen nicht jede Frau leisten.

Wurden die Implantate nicht aus medizinischen Gründen eingesetzt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel nur einen Anteil von 50 Prozent der Kosten; die andere Hälfte ist von der Frau zu erbringen. Unter besonderen Umständen wie einem niedrigen Einkommen kann der Eigenanteil geringer ausfallen. Soll ein neues Implantat wieder eingesetzt werden, muss die Betroffene hingegen die vollen Kosten für die folgende Schönheitsoperation tragen. Bei den privaten Krankenkassen tritt dieses Problem für die versicherten Frauen nicht auf. Hier werden die Folgekosten übernommen, auch wenn die Brustimplantate aus kosmetischen Gründen eingesetzt wurden.

Die Linken forderten Mitte Februar in einem Antrag, dass der Paragraph, der diese Regelung beinhalte, gestrichen werde. Dies wurde in erster Lesung bereits vor dem Bundestag behandelt. Am 25. April geht es in die zweite Runde. Dann wird sich der Gesundheitsausschuss in Berlin erneut mit dem Thema beschäftigen, wie die betroffenen Frauen entschädigt werden.

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