Bauchstraffung

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartmeistens Vollnarkose
Aufenthalt1-3 Tage
Kostenca. ab 3.000 Euro
Arbeitsfähig nachnach 2 Wochen
Sport nach6 Wochen
RisikenGewebe kann erneut erschlaffen, Bildung Blutgerinsel
Bauchstraffung


Mediziner Fachbegriff: Abdominalplastik

Überblick

Topmodels und verschiedene Prominente machen es vor: Nur wenige Monate nach der Geburt ihres Kindes sind sie wieder schlank und der Bauch flach und straff wie vor der Schwangerschaft. Doch leider sind nur wenige Menschen mit einem solch herausragenden Bindegewebe ausgestattet. Bei vielen Müttern oder ehemals Übergewichtigen hingegen ist die Bauchhaut schlaff und bildet unter Umständen sogar eine Fettschürze.

Hier kann eine Bauchstraffung, die Abdominalplastik, helfen. In einer Operation wird das überschüssige Gewebe entfernt und die Bauchmuskeln gestrafft, so dass der Bauch wieder flacher aussieht. Es gibt verschiedene Methoden, den Bauch operativ zu straffen. Je nach Ausgangssituationen entscheidet sich der Chirurg für eines der Verfahren.

Findet eine Bauchdeckenstraffung rein aus ästhetischen Gründen statt, muss der Betroffene die Kosten für die Operation selbst zahlen. Allerdings gibt es gerade im Zusammenhang mit einer Fettschürze medizinische Indikationen, bei denen die Krankenkasse die Kosten im Ausnahmefall übernimmt.

Ausgangssituation

Nach einer starken Gewichtsabnahme oder einer Schwangerschaft ist der Bauch zwar häufig flacher als zuvor, trotzdem können viele Frauen sich nicht mehr über ihren flachen Bauch freuen. Häufig ist das Gewebe schlaff und faltig, bei sehr starken Ausprägungen kann es auch zur Bildung einer Fettschürze kommen. Eine Fettschürze lässt sich am Besten mit einem Hängebauch vergleichen, bei der Haut überlappt. Dazu  kommt es durch eine angeborene Bindegewebsschwäche oder wenn die elastischen Fasern der Haut durch die Dehnung zu stark geschädigt wurden. Sport und konsequente Ernährungsumstellungen können eine Fettschürze leider nicht rückgängig machen.

Die Betroffenen leiden oft nicht nur unter dem ästhetischen Problem, sondern auch unter medizinischen Komplikationen. So kann es unter dem hängenden Bauch durch Reibung und vermehrter Wärme zu wiederholenden Infektionen durch Bakterien oder Pilze kommen. Je nach Größe der Fettschürze können alltägliche Situationen, wie An- und Ausziehen oder Bücken, erschwert und mit Schmerzen verbunden sein.

Durch eine Bauchstraffung beziehungsweise Bauchdeckenstraffung kann eine solche Fettschürze entfernt werden. Aber nicht nur erschlaffte Haut oder Fettgewebe wird in einer solchen Operation beseitigt, gleichzeitig können Bauchmuskeln gestrafft werden, die zum Beispiel während einer Schwangerschaft gedehnt und auseinander gewichen sind.

Nach einer Bauchstraffung, die medizinisch Abdominalplastik genannt wird, soll der Bauch wieder flach und die Fettschürze entfernt sein. Dies ist sehr wohl möglich, allerdings lässt sich – je nach Ausprägung und Lokalisation – nicht immer das komplette gestörte Gewebe entfernen, so dass zum Beispiel Schwangerschaftsstreifen trotzdem sichtbar sein können.

Methoden

Bei der Bauchstraffung gibt es verschiedene Methoden, um der Körpermitte des Betroffenen zu einem schlankeren Aussehen zu verhelfen. Die Schnitte bei der Operationen werden in der Regel waagerecht zur Schambehaarung gesetzt, so dass die entstehenden Narben von der Kleidung verdeckt werden und auch im Bikini oder Slip nicht oder nur kaum zu sehen sind. Andere Möglichkeiten sind w- oder ankerförmige Schnitte. Je nach Ausgangssituationen werden die Operationstechniken ausgewählt und verhelfen somit zu dem bestmöglichen Ergebnis.

 

Man unterscheidet bei der Bauchdeckenstraffung zwischen einer totalen oder partiellen (teilweisen) Abdominalplastik sowie einem Bodylift.

Am Häufigsten durchgeführt wird die totale Abdominalplastik. In Vollnarkose wird jeweils oberhalb der Schambehaarung und des Bauchnabels ein länglicher Schnitt gemacht. Die Haut im gesamten Bauchbereich wird nun von den Bauchmuskeln gelöst, so dass eventuell auseinander gewichene Muskeln gestrafft werden können. Die Fettschürze inklusive Haut wird entfernt und die oberhalb liegende Haut heruntergezogen, so dass sie mit der Haut am Schambereich vernäht wird. Bei dieser Prozedur wird zudem für den Bauchnabel eine neue Öffnung angelegt und Drainagen für die abfließende Wundflüssigkeit eingefügt, die aber einige Tage nach der Operation entfernt werden.

Ein Kompressionsverband verhilft zu einem geringeren Anschwellen des Bereiches und einem guten Anwachsen der Haut.

Bei der partiellen Abdominalplastik wird nur die Haut unterhalb des Bauchnabels gestrafft. Da der zu bearbeitende Bereich im Verhältnis zur totalen Abdominalplastik relativ klein ist und der Bauchnabel erhalten bleibt, kann diese Art der Bauchstraffung unter lokaler Betäubung in Kombination mit einem Dämmerschlaf durchgeführt werden. Da bei den meisten Patienten aber der komplette Bauch durch erschlafftes Gewebe betroffen ist, kommt diese Methode häufig nicht in Frage.

Beim Bodylifting nach Lockwood wird gleichzeitig die Bauchdecke, aber auch Oberschenkel und Gesäß gestrafft. Hierzu wird gürtelförmig ein Schnitt vorgenommen und die gesamte Haut des Unterkörpers angehoben. So kann man nicht nur das Gewebe straffen, sondern seinem Körper zu einer neuen Kontur verhelfen. Durch den großen Schnitt bleiben allerdings lange Narben zurück, die in der Regel aber unter dem Slip verschwinden.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Bei einer Bauchstraffung gibt es im Vorfeld einiges zu beachten. So ist es zu bedenken, dass eine solche Maßnahme keine Diät ersetzt. Wer über eine solche Operation nachdenkt, sollte sein Wunschgewicht bereits erreicht haben oder kurz davor stehen. Verliert man nach einer Bauchdeckenstraffung weiterhin Gewicht, kann sonst eine weitere Straffung nötig werden. Das Gleiche gilt, wenn man mit der Familienplanung noch nicht abgeschlossen hat: Jede weitere Schwangerschaft würde das Gewebe erneut dehnen.

Bei starker Fettleibigkeit kann keine Bauchstraffung durchgeführt werden.

Wie bei anderen geplanten Operationen auch, ist in den Wochen vor dem Eingriff auf blutverdünnende Medikamente, wie ASS oder Macumar, sowie möglichst Nikotin und Alkohol zu verzichten, dass es sonst zu Blutungen oder Wundheilungsstörungen kommen kann.

Direkt nach der Bauchdeckenstraffung muss der Patient 24 Bettruhe einhalten, um die Bauchdecke zu schonen. Aufgrund der Spannung ist, neben den operationsbedingten Schmerzen, die Dehnung der Haut vor allem beim aufrechten Gang häufig unangenehm zu bemerken. Dies gibt sich aber innerhalb der nächsten Tage.

Ein Kompressionsmieder, Thrombosestrümpfe sowie eine medizinische Thromboseprophylaxe sind in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation vorbeugend zu tragen. Insgesamt kann es mehrere Wochen dauern, bis man sich von dem Eingriff erholt hat; dies ist unter anderem abhängig von dem körperlichen Zustand des Betroffenen vor der Operation.

Auf körperlich anstrengenden Sport verzichtet man sechs Wochen nach der Bauchdeckenstraffung, um die Wundheilung nicht zu gefährden. Da die Narben relativ groß sind, spricht man sein Vorhaben mit dem behandelnden Arzt ab, da dieser die Heilungstendenz am Besten beurteilen kann.

Ist die Wunde gut verheilt, verhilft ein ausgewogener Lebensstil mit gesunder Ernährung und Sport zu einem lang anhaltenden Ergebnis.

Komplikationen und Risiken

Zu den Risiken einer Bauchdeckenstraffung zählt, dass bei falscher Ernährung, mangelnder Bewegung und daraus resultierender Gewichtszunahme das Gewebe erneut erschlaffen kann. Das Ergebnis kann nur dauerhaft sein, wenn die Ernährung gesund ist.

Bei jeder Operation kann es zur Bildung von Blutgerinnseln kommen; bei Bauchdeckenoperationen wird dieses Risiko aber als erhöht angesehen. Auch wenn es hinderlich erscheint, sollten Patienten die vom Arzt vorgeschlagenen Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe, wie Thrombosestrümpfe oder Medikamente zur Blutverdünnung, ernst nehmen und konsequent durchführen.

Kommt es bei einer Bauchstraffung zu einer Entzündung an der Narbe oder im Gewebe, sollten die Patienten dies schnellst möglich ihrem Arzt mitteilen. Breitet sich diese Entzündung aus und greift auf das Bauchfell über, kann dies nach nur kurzer Zeit zu einem Notfall mit starken Bauchschmerzen, Darmverschluss, Fieber und Schock werden.

Kosten

Die Preise für eine Bauchstraffung liegen im Schnitt zwischen 3.500 und 5.500 Euro. Handelt es sich um rein ästhetische Maßnahmen, muss der Betroffene alle Kosten selbst tragen.

Kommt es zu Komplikationen durch eine Fettschütze, wie Entzündungen oder Pilzinfektionen, ist es im Ausnahmefall möglich, dass die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Bei psychischen Belastungen wird ein Gutachten erstellt, welches als Hilfestellung für die Krankenkasse bei der Entscheidungsfindung dient.

Behandelnde Kliniken

Praxisklinik rheinbogen koeln
Die Praxisklinik am Rheinbogen wird von den Ärzten Dr. med. Marcus Maaz und Dr. med. Amir Razzaghi geleitet. Die Einrichtung bietet fast alle Eingriffe der Ästhetischen-Plastischen Chirurgie an. Die am Rhein gelegene Klinik ist gut zu erreichen.
Privatklinik vitalitas neustadt
Die Klinik hat sich auf viele Operationsgebiete spezialisiert und kümmert sich zudem um eine umfassende Vor- und Nachbehandlung der Patienten. Dabei unterstützt die ruhige Lage und eine stressfreie Umgebung den Heilungsprozess.
Crystal clinic oberstaufen
Die Crystal-Clinic wird von Dr. med. Rodolfo Duarte geleitet. Die im Kurort Oberstaufen gelegene Klinik bietet fast alle Behandlungen der Ästhetischen-Plastischen Chirurgie an und ist außerdem auf Venenheilkunde spezialisiert.
Aestea klinik pilsen
Eine kleine Parkanlage umgibt die Privatklinik. Dort finden die Patienten Ruhe und können sich in größter Diskretion von den Strapazen der Operationen erholen. Pilsen liegt etwa 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Hopital kirchberg
Die Kirchberg Klinik in Luxemburg kombiniert interdisziplinäres Wissen, neuesten Komfort und Architektur mit einer freundlichen und entspannten Atmosphäre.