Brustrekonstruktion

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
NarkoseartVollnarkose
Aufenthalt10-14 Tage
Dauerca. 2-3 h
Kostenca. 2.000 - 5.000 Euro
Arbeitsfähig nachfrühestens nach 6 Wochen
Sport nachfrühestens nach 3 Monaten
RisikenWundheilungsstörungen,Nachblutungen, Muskelschmerzen
Brustrekonstruktion


Überblick

Meist geht einer Brustrekonstruktion eine Krebserkrankung voraus, bei der eine oder beide Brüste entfernt werden mussten. Die Amputation einer Brust stellt für eine Frau ein großes psychisches Problem dar. Die Brust ist ein sichtbares Merkmal ihrer Weiblichkeit. Der Verlust einer Brust nagt neben den Sorgen um den Verlauf der Krankheit sehr am Selbstwertgefühl der Frau. Aus diesem Grund ist die Brustrekonstruktion eine Möglichkeit wenigstens die optische Form der Frau wiederherzustellen. Es ist eine aufwändige und schwierige Operation, die nur in speziellen Mammazentren oder Brustzentren durchgeführt werden sollte. Diese Zentren sind oft an große Kliniken angeschlossen. Es gibt jedoch auch selbständige Brustzentren. Die Auswahl des Arztes sollte sehr sorgfältig getroffen werden. Beim Dachverband für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie DGPRÄC findet die Patientin Adressen von Chirurgen, die sich auf diese speziellen Operationen spezialisiert haben. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines passenden Chirurgen ist seine Erfahrung. Eine Patientin hat durchaus das Recht nachzufragen, wie viel Operationen der gewählte Arzt erfolgreich durchgeführt hat. Ein seriöser Arzt wird seine Erfahrung unter anderem mit anonymen Bildern belegen können.

Ausgangssituation

Bei einer Brustkrebserkrankung kann es notwendig sein, eine oder beide Brüste einer Patientin zu amputieren. Dadurch soll eine Streuung des Tumors vermieden werden und das Leben der Patientin erhalten werden. Der Verlust einer Brust ist für eine Frau nur schwer zu ertragen, denn sie ist der sichtbare Ausdruck ihrer Weiblichkeit. Es gibt Prothesen, die den Eindruck erwecken sollen, die Brust sei ganz normal. Für viele Patientinnen ist dies jedoch nur vorübergehend befriedigend. Eine Brustrekonstruktion ist die bessere Alternative, um das Selbstwertgefühl der Frau zu stärken. Dies ist für den weiteren Heilungsverlauf der Krebserkrankung von besonderer Bedeutung. Eine Brustrekonstruktion ist eine schwierige und aufwändige Operation, die aber aufgrund ihrer psychischen Bedeutung oft von den Krankenkassen übernommen wird. In manchen Fällen kann die Brustrekonstruktion in der gleichen Operation wie die Amputation erfolgen. Meist wird die Rekonstruktion jedoch nach der eigentlichen Entfernung der Brust durchgeführt werden. Dies hängt jedoch von der individuellen Situation der Patientin ab. Für manche Frauen ist die psychische Belastung nicht so groß, wenn die Rekonstruktion mit der Amputation zeitgleich einhergeht. Andere Frauen wollen sich erst mit den vorhandenen Möglichkeiten auseinandersetzen.

Methoden

Die Methoden unterscheiden sich grundsätzlich in zwei Varianten. Die Brust kann mit Implantaten oder körpereigenes Gewebe wieder aufgebaut werden. Bei Implantaten wird meistens Silikon verwendet. Aber auch Füllungen mit Kochsalz sind möglich. Jeder Operateur wird bei der Amputation darauf achten soviel Haut wie möglich zu erhalten. So kann bei einer Rekonstruktion das Implantat direkt unter die Haut eingeschoben werden. Dabei können oft die Brustwarze und auch der Warzenhof erhalten werden. Wenn die Haut jedoch zu straff ist, muss sie erst mal gedehnt werden. Dies erfolgt mit einer vorbereitenden Operation, bei der ein leerer Kunststoffbeutel, ein sogenannter Expander, eingesetzt wird. Dieser Beutel wird nach und nach über ein Ventil mit einer Kochsalzlösung befüllt. Somit wird die Haut gedehnt. Nach ausreichender Dehnung wird der Kunststoffbeutel durch das eigentliche Implantat ausgetauscht. Wenn die Brustwarze nicht erhalten werden konnte, dann besteht die Möglichkeit, sie aus der anderen Warze zu rekonstruieren. Ist diese jedoch zu klein, wird ein Stück Bauchhaut verwendet. Der Warzenhof kann aus stärker pigmentierter Haut, zum Beispiel von der Innenseite der Oberschenkel, transplantiert werden. Eine weitere Möglichkeit den Warzenhof wieder herzustellen ist eine Tätowierung. Aus Brust oder Rücken kann ein Chirurg ein Fett-Haut-Lappen an die Brust verschieben oder verpflanzen. Beim Verschieben wird das Muskelgewebe nur teilweise gelöst und der Lappen an die Stelle der amputierten Brust verschoben. Wenn der Hautlappen verpflanzt wird, trennt der Arzt den Hautlappen vollständig ab und vernäht ihn an der richtigen Stelle. Dies bedeutet natürlich eine weitaus größere Belastung der Patientin. Der Vorteil einer Transplantation ist das Ausbleiben des Fremdkörperempfindens und der Austausch der Implantate nach einem gewissen Alterungsprozess, der entfällt. Das Eigengewebe löst auch keinerlei Abwehrmechanismen aus, denn der Körper erkennt das Gewebe als eigen. Bei der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe gibt es drei Methoden, die hauptsächlich angewendet werden. Bei der Latissimus-dorsi-Lappen-Methode wird Muskelgewebe aus dem großen Rückenmuskel verwendet, um die Brust zu rekonstruieren. Er wird mit Haut und Fett durch die Achselhöhle auf die Brust geschoben. Mit dieser Methode lassen sich kleine und mittelgroße Brüste nachbilden.Die Tram-Lappen Methode verwendet den geraden Bauchmuskel, der oberhalb des Schambeins durchtrennt wird. Auch hier wird Haut und Fettgewebe mit auf die Brust verlagert. Bei genügend Bauchfett lassen sich mit dieser Methode größere Brüste rekonstruieren. Diese Methode eignet sich jedoch nicht für Frauen, die rauchen, am Bauch operiert wurden oder unter Diabetes leiden. Bei der dritten Methode wird Fettgewebe aus dem Unterbauch oder in seltenen Fällen auch aus dem Gesäß entnommen und an der Stelle der Brust transplantiert. Diese Methode ist noch sehr neu, sodass Langzeiterfahrungen noch nicht zur Verfügung stehen.Bei sehr schlanken Frauen kann es notwendig werden, trotz der Verwendung von Eigengewebe auch ein Implantat zu nutzen.Eine weitere jedoch noch nicht ausreichend getestete Methode der Brustrekonstruktion ist der Eigenfetttransfer. Dabei wird Fett an Bauch, Hüften oder Rücken abgesaugt und in die Brust gespritzt. Der Körper baut jedoch nach dem Einspritzen einen Teil des Fettes wieder ab, sodass mehrere Sitzungen notwendig sind, um ein adäquates Ergebnis zu erreichen.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Da es sich bei einer Brustrekonstruktion um eine relativ große Operation handelt, sollte die Patientin kein Risiko eingehen. Blutverdünnende Mittel, Nikotin und Alkohol sollten etwa 14 Tage vor der geplanten Operation abgesetzt werden. Da der Eingriff unter Vollnarkose stattfindet, sollte mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht mehr gegessen oder getrunken werden. Manchmal ist es notwendig, vorbereitende Eingriffe durchzuführen. Wenn die Haut zu straff ist, muss ein Expander eingesetzt werden. Bei einer Eigengewebstransplantation kann es sein, dass das Gewebe vorher entnommen wird. Bei der eigentlichen Operation wird dann das Implantat oder das körpereigene Fettgewebe eingebracht. Danach wird die Brust modelliert und alle verbliebenen Schnittstellen vernäht. Die Brust wird mit einem straffen Verband und / oder einem speziellen Büstenhalter versorgt. Diese Operation wird nicht ambulant durchgeführt und beim nachfolgenden stationären Aufenthalt kümmert sich das Klinikpersonal um die Nachsorge. Wichtig ist, dass die Patientin sich viel Ruhe gönnt. Die ersten Tage kann nur auf dem Rücken geschlafen werden und auch später muss ein spezieller Sport-BH getragen werden. Nach etwa drei Wochen kann die Patientin den normalen Tagesablauf wieder aufnehmen. Sport sollte jedoch erst nach drei Monaten wieder betrieben werden. Dies hängt aber immer vom individuellen Heilungsprozess ab.

Komplikationen und Risiken

Diabetes, Herzkrankheiten und Gefäßerkrankungen sind Faktoren, die bei einer Brustrekonstruktion beachtet werden müssen und eventuell zu einer Entscheidung gegen die Brustrekonstruktion führen können. Wenn eine Patientin besonders fettleibig ist, ist meist auch von einer Brustrekonstruktion abzuraten. Während und nach dem Eingriff ist das Infektionsrisiko genauso groß, wie bei anderen Operationen. Wundheilungsstörungen und Nachblutungen sind trotz der großen Wunden sehr selten.  Bei bestimmten Eigengewebsimplantaten kann es zu Muskelschmerzen und funktionelle Beeinträchtigungen kommen. Bei Silikonimplantaten kann es unter Umständen dazu kommen, dass die Bindegewebskapsel, die das Implantat umgibt, verkalkt oder schrumpft. Dies kann zu Verformungen und Schmerzen führen. Deshalb werden Implantate nach einem Monat, nach einem halben Jahr und danach jährlich kontrolliert. Die Patientin sollte alle Termine zur Nachsorge wahrnehmen.

Kosten

Da die Kosten in der Regel von den Krankenkassen übernommen werden, wird keine Patientin sich dem Stress einer Auslandsoperation aussetzen. Sollte die Kasse wieder Erwarten die Kosten nicht tragen, so belaufen sie sich in Deutschland auf 2000 bis 5000 Euro.

Behandelnde Kliniken

Bergmannstrost halle
Die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle befinden sich in einem historischen Gebäude. In der Klinik für Plastische- und Hand-Chirurgie finden Interessierte ein breites Spektrum an Schönheitsoperationen.
Zithaklinik
Die Zithaklinik befindet sich im Herzen der Stadt Luxemburg. Durch die Nähe zum Hauptbahnhof erreichen Sie die Klinik bequem mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auch mit dem Auto.
Mang klinik swiss rohrschacherberg
Die Schweiz läd mit seinen schönen Landschaften zum erholen ein. So ist auch die Bodenseeregion ein Ort der Entspannung und Ruhe. Daher ist sie hervorragend geeignet, um der Mangklinik Swiss Heimat zu geben.
Medicom-2
Die Privatklinik (Medicom Clinic früher Medicom VIP) für plastische und ästhetische Chirurgie in Prag verfügt über eine moderne Ausstattung. Sie wurde im Jahr 2006 erbaut und im Jahr 2014 ganz neu rekonstruiert. Sie genießt ein hohes Ansehen durch ihre hochwertige Einrichtung.
S-thetic center muenchen
Die S-thetic Clinik München ist Teil des S-thetic-Clinik-Verbundes. Unter der Leitung von Dr. med. Fatemi operieren hier Spezialisten aus ganz Deutschland, um die Ästhetik der Patienten zu verbessern.