Brustvergrößerung

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
NarkoseartVollnarkose
Aufenthaltstationär
Dauerca. 60 - 120
Kostenca. ab 5000 Euro Euro
Arbeitsfähig nach1-2 Wochen
Sport nach6 Wochen
RisikenNarben, Deformierung
Brustvergrößerung


Überblick

Etwa 25.000 Brustvergrößerungen, oder fachlich korrekt: Brustaugmentationen, werden pro Jahr in Deutschland vorgenommen. Somit ist diese Art der Operation die am häufigsten vorkommende plastische Operation. Operiert werden Menschen, die Opfer eines Unfalls wurden oder durch eine Krankheit wie beispielsweise Brustkrebs eine Brust verloren haben. Am häufigsten operiert werden jedoch Personen, die sich von einer gesteigerten Brustgröße auch ein gesteigertes Selbstbewusstsein erwarten. In letzter Zeit steigt auch der Anteil der Männer, die einen solchen Eingriff vornehmen lassen, um eine männlicher wirkende breite Brust zu bekommen.

Das Mindestalter für plastische Operationen ohne medizinische Indikation liegt in Deutschland bei 18 Jahren. Allerdings sinkt der Altersdurchschnitt derer, die sich operieren lassen möchten. Liegt ein gravierendes psychologisches Problem vor, wird ein seriöser Chirurg die Patientin im Beratungsgespräch an einen Psychologen verweisen. Ein solches Beratungsgespräch ist in Deutschland Pflicht und wird mindestens 1 4 Tage vor dem Eingriff stattfinden. Im Anschluss daran kann sich die Patientin tiefer informieren und die Entscheidung von allen Seiten beleuchten.

Ausgangssituation

Der Grund für eine Brustvergrößerung ist es immer die Symmetrie der Brüste zu erstellen, eine Straffung des Busens zu erreichen, eine vermeintliche oder wirkliche Fehlentwicklung der Brüste auszugleichen oder die Wiederherstellung eines ansprechenden Äußeren nach einem Unfall bzw. einer Krankheit. Die Stillfähigkeit nach einer Brustvergrößerung ist bei den meisten Techniken nicht in Gefahr, ein möglicher Kinderwunsch sollte jedoch beim Aufklärungsgespräch vor der Operation zum Thema gemacht werden.

In einem geringeren Umfang als Frauen lassen auch Männer eine Brustvergrößerung vornehmen. In diesem Fall wurde trotz andauernden Trainings keine Vergrößerung auf eine dem landläufigen Schönheitsideal entsprechende männliche Brust erzielt.

Das Ziel einer Brustvergrößerung ist immer rein ästhetischer Natur. Oft wird mit diesem Eingriff ein tiefschürfendes psychisches Problem gelindert oder behoben, dass durch die falsch ausgebildete Brust verursacht wurde. Mit dem Aufbau der Brust wird zugleich auch das Selbstbewusstsein der Patientin oder dem Patienten gesteigert. Nur in wenigen Fällen wird ein physisches Gleichgewicht wiederhergestellt, etwa wenn eine Brust verloren wurde oder wenn eine gravierende Fehlbildung existiert.

Methoden

Eine Brustvergrößerung wird meist unter Vollnarkose durchgeführt. Nur wenn medizinische Gründe gegen eine Vollnarkose sprechen, wird eine Teilnarkose, auch als örtliche Betäubung bekannt, durchgeführt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Brustimplantat zu setzen. Entweder kann der Zugang an der Brustwarze gewählt werden, in der Achselhöhle oder in der Brustfalte. Das Implantat wird dann entweder unter oder auf dem Brustmuskel sitzend angebracht. Eine weitere Option ist das Platzieren des Implantats unter der Brustwarze.

Eine Straffung der Brust kann zusätzlich zur Brustvergrößerung notwendig sein. Etwa nach der Geburt und dem Stillen kann die Brust wieder geschrumpft sein, ohne dass eine Straffung der Brusthaut stattfand. Die Stillfähigkeit kann bei dem Verfahren der Straffung jedoch verloren gehen, während sie bei der reinen Brustvergrößerung im normalen Fall vollständig vorhanden bleibt.

Die eingesetzten Implantate sind zumeist Silikonkissen in verschiedenen Größen. Es gibt jedoch auch solche mit verschiedenen Gelen oder Kochsalzlösung. Des Weiteren ist das Einbringen von körpereigenem Gewebe gängig. Meist wird Fettgewebe oder anderes Gewebe aus der unteren Bauchregion dafür verwendet. Da jedoch meist keine ausreichende Menge verfügbar ist, wird dieses Gewebe zusätzlich zu Kissen eingesetzt. Bedacht werden muss auch, dass Implantate, wenn sie nicht körpereigenes Gewebe sind, eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren haben und danach ausgetauscht werden sollten.

In einigen Fällen werden auch sogenannte Gewebeexpander eingesetzt. Ein Implantat wird über längere Zeit mit Kochsalzlösung gefüllt, bis das gewünschte Maß erreicht ist. Damit erhält die Haut die Möglichkeit, sich langsam auf das notwendige Maß zu dehnen.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Zur Vorbereitung auf den Eingriff sollten Rauchen und Alkoholkonsum eingeschränkt und kurz vor dem Eingriff ganz eingestellt werden. Ein gesunder Körper, gesunde Ernährung und Bewegung fördern die Heilung und somit das Operationsergebnis. Damit sollte bereits lange vor der Operation begonnen werden. Fragen hierzu werden während der Vorbesprechung und Beratung geklärt. In der Vorbesprechung werden Informationen ausgetauscht und Zeichnungen auf den Körper der Patientin gemacht, die genau zeigen, wo die Schnitte und die Brustwarzen liegen werden. Erst wenn alle Fragen ausreichend geklärt sind, sollte die Vorbesprechung ein Ende haben.

Da Brustvergrößerungen meist unter Vollnarkose vorgenommen werden, darf am Tag der Operation nichts mehr gegessen werden. Ist eine Bruststraffung mit gleichzeitiger Vergrößerung vorgesehen, werden meist Schnitte am Brustwarzenhof und ein weiterer senkrechter Schnitt zur Brustfalte hin gemacht. Dann wird das Implantat gesetzt und eventuell überschüssige Haut entfernt.  Ist nur eine  Brustvergrößerung vorgesehen, wird das Implantat durch ein Schnitt in die Brustfalte, am Brustwarzenhof oder in der Achselhöhle gesetzt. Teilweise verwendet der Chirurg auch Eigengewebe zusätzlich zum Implantat.

Nach der Operation ist es wichtig, die Ratschläge des Arztes zu befolgen. Auch die Nachuntersuchungen nach einem Monat, einem halben und ganzen Jahr und danach jährlich sind wahrzunehmen. Veränderungen, die noch nicht sichtbar sind können gesehen und günstigstenfalls behoben werden. Auch Implantate können reißen oder verrutschen. Nach dem Eingriff gibt es eine bis zwei Wochen Genesungszeit. Nach der OP wird ein fester Verband angelegt und bis zu sechs Wochen danach sollte ein Stütz-BH getragen werden.  Einige Tage nach der Operation werden die gelegten Wundwasser-Drainagen entfernt. Je nach Heilungszustand werden nach acht bis zehn Tagen die Nähte entfernt. Etwa sechs Wochen sollte auf sportliche Aktivitäten und körperliche Arbeit verzichtet werden. Besonders die Arme sollten nicht oder nur vorsichtig angehoben und gestreckt werden. Um Pigmentstörungen zu verhindern sollte sechs Monate keine direkte Sonneneinstrahlung auf die behandelten Stellen erfolgen.

Komplikationen und Risiken

Wie bei allen Eingriffen gibt es auch bei einer Brustvergrößerung das Risiko der Infektion der Wunde.  Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, die Schnittwunden stets hygienisch zu versorgen und dem Chirurg zu vertrauen, dass er oder sie hygienisch arbeitet.

Da Implantate eingesetzt werden, kann es in seltenen Fällen zu schmerzhaften Verkapselungen und Verhärtungen des Gewebes kommen, wenn das Implantat nicht vom Körper angenommen wird. Da es sich in den meisten Fällen um körperfremdes Gewebe handelt, ist die Gefahr gegeben, dass Allergien auftreten.

Auch können durch einen Unfall oder Überalterung die Implantate reißen oder verrutschen. Die Implantate haben eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren und müssen dann ausgetauscht werden.

Die hier geschilderten Risiken treten selten ein und wenn sie frühzeitig erkannt werden, ist es vielleicht möglich, sie erfolgreich zu behandeln. Auch gibt es durch die Vielzahl der Operationen ein breites Spektrum an Erfahrungen, dass das Risiko von Komplikationen vermindert. Sobald jedoch starke Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber auftreten, muss die Hilfe eines Arztes in Anspruch genommen werden.

Kosten

Die Preise für eine Brustvergrößerung beginnen in Deutschland bei etwa 3.500 € und reichen bis etwa 7.000 €. Günstiger ist das Angebot im Ausland. Plastische Operationen sind in Osteuropa inklusive Vorbesprechung, Klinikaufenthalt, Operation und Materialien bedeutend günstiger als bei uns in Deutschland.

In jedem Fall ist es wichtig, einen Chirurgen auszuwählen, der über eine angemessene Erfahrung verfügt. Eine Garantie ist der geschützte Begriff „Facharzt für plastische Chirurgie“ oder „Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie“. Damit hat der Arzt nachgewiesen, dass er mindesten 600 Eingriffe unter fachlicher Führung vorgenommen hat. Das Vertrauen zu dem Chirurg muss vorhanden sein und darf nicht durch Sprachbarrieren geschmälert werden. Die hygienische Arbeitsweise muss garantiert sein.

Behandelnde Kliniken

Klinik kaiserstrasse nuernberg
Die Nürnberger Klinik Kaiserstrasse wird vom Ehepaar Dr. med. Christine Federschmidt-Doumouras und Dr. med. Dimitris Doumouras geleitet. Die Privatklinik bietet alle gängigen Behandlungen der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie an.
Iscare klinik prag
Die Iscare-Klinik in Prag, deren Ärzte in verschiedenen Fachverbänden organisiert sind, wird geleitet von Dr. med. Jiri Kucera. Die modern ausgestattete Klinik bietet Finanzierungsmöglichkeiten für diverse Eingriffe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.
Clinique rond-point champs-elysees
Mitten in der Stadt der Liebe, Paris, liegt die Clinique du Rond-Point des Champs-Elysèes und bietet von plastischer Chirurgie über Anti-Aging Behandlungen bis zu Zahnmedizin das gesamte Spektrum einer Schönheitsklinik an.
Praxisklinik medi-park ingolstadt
Die anästhesiologische Praxisklinik Ingolstadt ist eine partnerschaftliche Einrichtung am Westpark der Stadt. Es ist eine eingetragene Partnerschaft dreier anerkannter Spezialisten.
Intermed slubice
Für Operationen im plastischen Bereich bietet sich Polen geradezu an. Es liegt sehr nah an Deutschland und kann aufgrund von verschiedenen Faktoren preiswerte Angebote machen. In der Intermed Klinik für plastische Chirurgie und Schönheitsoperationen in Polen wird höchstes Augenmerk auf eine ausführliche Beratung, maximale Sicherheit und optimale Betreuung gelegt.