Haartransplantation

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartörtliche Betäubung
Aufenthaltambulant
Dauerca. 2h pro Sitzung
Kostenca. ab 1.000 Euro
Arbeitsfähig nachsofort
Sport nach3 Wochen
Risikenleichte Blutungen, Verletzung von Nerven
Haartransplantation


Überblick

Eine Haartransplantation ist eine Methode, bei starkem Haarausfall und Glatzenbildung auf dem Kopf oder an anderen Körperpartien neues Haar zu verpflanzen. Die Ursachen für Haarausfall sind unterschiedlich und auch junge Menschen sind bereits davon betroffen. Verliert der Patient mehr als 50 bis 100 Harre täglich, wird der Ausfall sichtbar. Unter diesem Problem können sowohl Männer als auch Frauen leiden, auch wenn Männer aufgrund des Hormons Testosteron deutlich stärker davon betroffen sind. Wenn keine natürlichen Mittel oder Medikamente mehr ausreichen oder der Patient nicht auf ein Toupet bzw. eine Perücke angewiesen sein möchte, um sich attraktiv zu fühlen, ist eine Haartransplantation eine effektive Methode gegen Haarausfall. Jährlich versuchen zahlreiche Menschen in Deutschland, auf diese Art die kahlen Stellen los zu werden. Der Eingriff sollte allerdings nur vom Facharzt und spezielle Kliniken für Plastische Chrurgie bzw. Haartransplantationskliniken mit qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Die Haarverpflanzung wird ambulant unter örtli­cher Betäubung vorgenommen und bedarf im Normalfall keiner Wiederholung. Sie gilt als risikoarm und schmerzfrei. Darüber hinaus kann sie in jedem Alter durchgeführt werden, eine Garantie, dass das Haar auch tatsächlich wächst, gibt es allerdings nicht, es ist aber in den meisten Fällen so.

Ausgangssituation

Etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter verschiedenartigem Haarausfall. Volles, schönes Haar gilt in der Gesellschaft als Kennzeichen von Attraktivität, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Männer leiden jedoch häufiger unter stärkerem Haarausfall als Frauen, die ab einem Alter von 45 Jahren stärker betroffen sind. Ob es eine genetische Be-dingtheit gibt, ist umstritten, obwohl viele Ärzte 90 Prozent der Fälle genetische Ursachen zuschreiben. Andere Gründe sind hormoneller oder physischer und psychischer Natur und können unter Umständen auch mit dem Lebensstil der Betroffenen zusammenhängen. Dazu zählen psychische Belastungen, Stress, Schilddrüsenprobleme, die Wechseljahre, starke Me­dikamente, Infektionen oder Diäten. In vielen Fällen lohnt sich eine medikamentöse oder kosmetische Behandlung, um dem Haarverlust entgegenzuwirken. Viele benutzen auch Perü­cken, um die kahlen Stellen zu verbergen. Dabei fühlen sich nur wenige schön und attraktiv, sodass eine Haartransplantation eine geeignete Methode zur Bekämpfung des Haarausfalls ist. Auch die Haarumverteilung und  -verdichtung zählen dazu. Durch diesen Eingriff werden die haarlosen Stellen mit sogenannten Grafts, also Eigenhaarbüschel bzw. -streifen, aufgefüllt, sodass der Patient volles, schönes Haar bekommt, das auf natürliche Weise wachsen kann.

Methoden

Es gibt zwei Arten der Haartransplantation, die Streifenmethode und die FUE (Follicular Unit Extraction)-Methode. In beiden Fällen wird eine örtliche Betäubung eingesetzt.

Streifenmethode

Bei der Strei­fen-Methode verwendet der Facharzt Haarstreifen aus dem Haarkranz am Hinterkopf des Patienten und teilt sie in einzelne Grafts auf, sogenannte mittlere und kleinere Hautteile mit Haarwurzeln. Diese setzt der Facharzt, nachdem er sie mikroskopisch präpariert hat, mit einer exakten Mikro-Schlitztechnik direkt in die haarlosen Stelle ein. Die Microtransplantattechnik gewährleistet heute Eingriffe mit sehr geringen Schmerzen. Bei der FUE-Methode sind es nur einzelne Haarwurzeln, die an die bestimmten Stimmen transplantiert werden. Im Idealfall produzieren die Haarwurzeln dann nach der Abheilung gesundes, neues Haar, das für den Rest des Lebens weiterwächst, als wäre es das eigene. Die Behandlung erfolgt dabei im Sitzen und dauert ca. 2 bis 8 Stunden, weil die Vorbereitung der Transplantate sehr aufwendig ist.

FUE (Follicular Unit Extraction)

Wesentlich länger dauert manchmal die FUE-Methode, denn die kann, je nach Aufwand, bis zu vier Tage bzw. Einheiten andauern. Eine Sitzung dauert dabei aber ähnlich lange wie bei der Streifen-Methode. Hierbei werden die Grafts mit sehr dünnen Hohlnadeln aus der Spenderzone am Hinterhaupt herausgestochen. Die natürlichen Haargruppen werden dabei geschont und bleiben fest verankert. Der Arzt entnimmt so viele Grafts, wie für ein volles Haar nötig sind, und achtet darauf, dass es nicht zwingend mehr sind. Der Einsatz der Spenderhaare erfolgt dann auf demselben Weg wie bei der Streifen-Methode. Dass das neue Haar wächst, wird nach 12 bis 16 Wochen sichtbar. Es wird empfohlen, lieber zwei kleine als eine große Sitzung vorzunehmen, da dies schonender ist.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Im Vorfeld besucht der Patient die Klinik, in der dann ein ausführliches Beratungsgespräch stattfindet. Hier stellt der behandelnde Facharzt mit Hilfe spezieller Ausmessungen fest, wie viele Grafts für den Eingriff benötigt werden. Das hängt auch von den individuellen Wün­schen des Patienten ab, je nachdem, wie voll sein Haar werden soll. Somit lässt sich auch be­rechnen, wie hoch die möglichen Kosten für die Haartransplantation ausfallen. Auch Fotos, die dem Arzt vor dem Gespräch ggf. zugeschickt werden, können bereits ersten Aufschluss geben. Am Tag der Transplantation sollte der Kopf gewaschen werden. 14 Tage vorher sollte der Patient zudem Aspirin absetzen. Beim Eingriff selbst nimmt der Arzt zuerst die örtliche Betäubung vor, die dann erst einmal einwirken muss. In nächsten Schritt beginnt der Arzt dann, je nach Methode, die Spenderhaare umzupflanzen, wobei der Patient sitzt. Der Arzt nutzt modernste Laser- und Microtechnik, um die Haarwurzeln an den jeweiligen Stellen zu entnehmen. Nach 2 bis 8 Stunden ist die Sitzung abgeschlossen. Beide Methoden sind sehr aufwendig und benötigen deshalb eine hohe Konzentration von Seiten des behandelnden Arz­tes. Ein geschultes Team kann in der Regel ca. 1000 Grafts in drei Stunden schaffen. Bei der FUE-Technik kommen manchmal Sitzungen hinzu, maximal aber insgesamt vier. Ein statio­närer Aufenthalt ist nicht nötig, der Patient kann unmittelbar nach der Sitzung nach Hause gehen. Bei der Streifen-Methode wird nach der Behandlung ein Druckverband angelegt. Nar­ben bleiben eigentlich keine zurück. Die ersten drei Tage sollte der Patient sich vorsehen und erst nach etwa zwei Tagen die Haare mit einem milden Shampoo waschen. Auf Sport sollte ca. 3 Wochen verzichtet werden. Nach 12 bis 16 Wochen zeigt sich deutlich, dass das Harr eigenständig zu wachsen beginnt.

Komplikationen und Risiken

Obwohl die Haartransplantation in der Regel ein sicherer und unkomplizierter Eingriff ist, können dennoch Komplikationen und Risiken auftreten. Leichte Blutungen durch die Durch­trennung von Gefäßen, die aber schnell gestillt sind, Verletzungen von Nerven und Überemp­findlichkeitsstörungen sind, wenn überhaupt, die häufigsten Komplikationen. Infektionen können zum Absterben der Transplantate führen, allerdings nur, wenn es zu einer verzögerten Wundheilung kommt. Schmerzen können vorkommen, sind aber eher selten, sowohl während der Behandlung aufgrund der Betäubung als auch nach dem Eingriff. Ebenso treten wulstige Narben nur vereinzelt auf. Dann wird eine Nachkorrektur nötig. Schwellungen und Spannun­gen werden nach kurzer Zeit selbstständig verschwinden. Der Arzt sollte bei Allergischen Reaktionen noch einmal aufgesucht werden, um abzuklären, was nicht stimmt. Zwangsläufig muss es nicht zum Wachstumsprozess der Haare kommen, dies ist aber eher unwahrscheinlich, denn die Erfahrung zeigt, dass das Haar meist anfängt zu wachsen. Aber eine Garantie gibt es nicht. Im Gegenteil, es kann mitunter in der Folgezeit sogar zu einem Haarausfall kommen, der aber nach einigen Monaten verschwindet.

Kosten

Die Preisspanne ist zum Teil sehr verschieden, denn es hängt von der jeweiligen Klinik ab. So bestimmt die Anzahl der zu transplantierenden Haare, die Methode oder die Ausgangssituati­on die Kosten. In der Regel liegen die Kosten in Deutschland zwischen 1.000 und 9.000 Euro, pro Haarfollikel zwischen 2,50 Euro bis 6 Euro. Je nach Behandlungsmethode und individueller Situation ist die Preisspanne also tatsächlich sehr groß, sodass sich die faktischen Kosten erst nach oder während der Behandlung zeigen, da auch dann z. T. erst ersichtlich wird, ob und wie viele weitere Sitzungen nötig sind.

Behandelnde Kliniken

Contour kliniek
Die Contour Kliniken im niederländischen Bussum und Anstelveen bieten alle medizinisch chirurgischen Eingriffe der ästhetischen Chirurgie in einem zertifizierten und modernen Ambiente.
Proaesthetic heidelberg
Heidelberg blickt in Sachen Medizin auf eine lange Tradition zurück. Daher ist der Standort für die Privatklinik proaesthetic gut gewählt. Seit 1993 ist die Klinik über die Grenzen Deutschlands berühmt geworden.
Bertaklinik hannover
Die Klinik Dr. Meyer-Gattermann ist eine Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Sitz in Hannover, in die Bertaklinik integriert. Der erfahrene Facharzt behandelt in seiner Praxis das gesamte Leistungsspektrum der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie und bietet darüber hinaus umfangreiche Beratungen und Nachsorgeuntersuchungen an.
Medicom-2
Die Privatklinik (Medicom Clinic früher Medicom VIP) für plastische und ästhetische Chirurgie in Prag verfügt über eine moderne Ausstattung. Sie wurde im Jahr 2006 erbaut und im Jahr 2014 ganz neu rekonstruiert. Sie genießt ein hohes Ansehen durch ihre hochwertige Einrichtung.
Schoenheitsklinik stettin
Stettin liegt an der Ostsee und nur 9 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Da die Preise für Schönheitsoperationen in Polen etwa 60 Prozent günstiger sind als in Deutschland sind rund 90 Prozent der Patienten aus Deutschland.