Halsstraffung

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
NarkoseartDämmerschlaf, örtliche Betäubung
Aufenthaltambulant
Dauerca. 2 h
Kostenca. 3.000 Euro
Arbeitsfähig nachca. 1 Woche
Sport nachca. 6 Wochen
RisikenSchwellungen, Rötungen
Halsstraffung


Mediziner Fachbegriff: Rhytidektomie

Überblick

Bei einer Halsstraffung wird überschüssige Haut entfernt bzw. an ihren Ursprungsort befestigt, damit der Hals des Patienten keine Falten mehr aufweist. Dabei werden winzige Schnitte an nicht sehr markanten Stellen und die die Halsstraffung durch standardisierte Verfahren durchgeführt. Die Häufigkeit dieser OPs hat im letzten Jahrzehnt stark zugenommen. Immer wieder werden schöne Personen im Fernsehen gezeigt, welche auch im hohen Alter noch keine Falten am Hals besitzen. Der Alterungsprozess eines jeden Menschen zeigt sich aber vor allem am Hals. Durch tausende von Bewegungen wird er in seinem Leben gedehnt und zusammen gedrückt. Mit dem Alter verliert die Haut zunehmend an Elastizität und diese zwei Faktoren lassen Falten am Hals entstehen. Durch die Bilder der schönen Frauen im Fernsehen und in Filmen steht auch die Zielgrupe fest. Es sind überwiegend Frauen im reifen Alter, etwa ab 40 Jahren aufwärts, welche sich einer Halsstraffung unterziehen. Die Verbesserung des Hautbildes hat keine medizinische Notwendigkeit, sondern dient nur der Ästhetik. Wer sich um ein jugendliches Aussehen nicht schon in frühen Jahren gekümmert und Anti-Aging-Cremes benutzt hat, der wird im fortgeschrittenen Alter auf eine Halsstraffung zurückgreifen müssen, wenn er oder sie sich für ihre Falten schämt.

Ausgangssituation

Wenn eine Person aufgrund von zu vielen Falten an ihrem Hals unzufrieden ist und alle Versuche durch Anti-Aging-Cremes, Massagen und anderen Behandlungen fehlgeschlagen sind, kann eine Halsstraffung in Betracht gezogen werden. Die Gründe für den Eingriff sind psychischer Natur. Mit einem straffen Hals fühlt man sich gesünder, jugendlicher und selbstbewusster. Auch wenn Alter gleichbedeutend mit Weisheit und Reife ist, bedeutet es für einige Menschen auch ein gewisses Leiden. Sie möchten nicht wegen ihres faltigen Halses oder einer runzligen Haut angestarrt werden. Je nach Einstellung zehrt dies auch an der Persönlichkeit. Aus medizinischer Sicht ist keine Notwendigkeit vorhanden, weshalb es auch keine Indikatoren für eine Halsstraffung gibt.
Ziel des Eingriffs ist die Hautstraffung im Halsbereich. Durch einen erfahrenen Arzt und entsprechender Vorbereitung bleiben nur kleine, nahezu unsichtbare Narben zurück. Damit wird nicht nur ein junges Aussehen erreicht, sondern auch, dass die OP von kaum einem Menschen wahrgenommen wird. Dies ist in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen von Vorteil wenn niemand wissen soll, dass man sich einer Schönheitsbehandlung unterzogen hat.

Methoden

Für die Behandlung kombiniert man eine örtliche Betäubung mit dem „Dämmerschlaf“. Dabei handelt es sich um eine dem Patienten verabreichte Medikation die ermöglicht, dass dieser eigenständig atmen kann und keinen Beatmungstubus benötigt. Dennoch ist man während der Operation nicht ansprechbar. Das Schlafmittel wird kontinuierlich gespritzt und an die Dauer der Behandlung angepasst. Falls benötigt, wird auch ein Schmerzmittel hinzugegeben, damit der Patient sich nicht verkrampft und es zu einem Kreislaufzusammenbruch aufgrund der Anstrengung kommt. Während der OP ist der Patient an einige Überwachungsgeräte angeschlossen, damit negative Auswirkungen frühzeitig von dem Anästhesisten erkannt werden können. Der Dämmerschlaf hat den Vorteil, dass der Körper des Patienten, insbesondere Herz und Kreislauf, nicht zu stark belastet werden wie bei einer Vollnarkose.
Bei dem ambulanten Eingriff der Halsstraffung werden Schnitte um das Ohr und in den Hautfalten gemacht, welcher zuvor bereits angezeichnet wurden, damit durch die veränderte Lageposition der Chirurg immer noch weiß, wo die betroffenen Hautstellen liegen. Ebenso werden die Schnitte unter dem Kinn durchgeführt, damit diese später nicht sofort ins Auge fallen. Danach erfolgt die eigentliche Straffung der Haut. In extremen Fällen wird zunächst die überschüssige Haut entfernt und danach neu ausgerichtet. Zum Schluss werden die Schnitte wieder zugenäht und die gestraffte Haut damit fixiert, bis das Muskelgewebe des Halses diese Aufgabe wieder übernehmen kann.
Bei entsprechend guter Vorbereitung und Erfahrung des behandelnden Arztes werden später die Narben nur minimal zu sehen sein. Bein einer guten Behandlung wird auch die Wundheilung begünstigt, damit schon nach wenigen Tagen fast nichts mehr an die Operation erinnert.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Für einen guten Verlauf der OP und einer schnellen Wundheilung danach kann der Patient einiges beitragen. Etwa eine Woche vor der OP sollte auf alle schädigenden Stoffe wie Alkohol, Nikotin, aber auch blutverdünnende Medikamente verzichtet werden. Dazu zählen auch Schmerzmittel mit dem Inhaltsstoff ASS. Wirklich notwendige Medizin sollte mit dem behandelnden Arzt im Vorgespräch besprochen werden. Generell sollte vor der OP mit dem Chirurgen über solche Möglichkeiten mindestens einmal gesprochen worden sein. Am Tag der Operation wird Nüchternheit verlangt, d.h. die letzte Mahlzeit bzw. das letzte Getränk sollte mindestens 12 Stunden zu sich genommen werden.
Ob die Behandlung ambulant oder stationär durchgeführt werden soll, ist ein heiß umstrittenes Thema. Häufig kann der Patient noch am selben Tag die Klinik verlassen, aber zur Vorbeugung sollte er ein oder mehrere Tage unter Beobachtung dort bleiben. Es kann zum Beispiel zu Nachblutungen kommen, die sofort behandelt werden müssen. Nach dem Eingriff muss ebenfalls noch ein bis zwei Wochen auf Alkohol, Nikotin und blutverdünnende Medikamente verzichtet werden. Ansonsten könnten sogenannte „Einblutungen“ entstehen und Komplikationen der eigentlich harmlosen OP zur Folge haben.
Was die körperlichen Belastungen angeht, so sollte der Patient es ganz ruhig angehen lassen. Eine Krankschreibung für ein bis zwei Wochen ist zu empfehlen. Während der ersten Tage nach der OP sollte der Kopf überwiegend hochgelagert werden, damit keine unnötigen Schwellungen entstehen. Haare waschen kann man sich bereits nach zwei bis drei Tagen. Für Frauen gilt außerdem, dass sie erst nach etwa vier Tagen wieder Make Up auftragen dürfen. Die Fäden werden nach spätestens zwei Wochen vom Arzt entfernt. Danach ist aber nicht gleich an sportliche Betätigung zu denken. Erst nach sechs Wochen sollte man eine sportliche Aktivität aufnehmen und auch andere körperliche Belastungen vermeiden. Mit diesen Maßnahmen werden eine optimale Heilung und möglichst kleine Narben unterstützt.

Komplikationen und Risiken

Nach einer Halsstraffung treten häufig Schwellungen und Rötungen ein. Außerdem können das gesamte Gesicht und der Hals sehr empfindlich auf Hautreizungen reagieren. Diese üblichen Nebenwirkungen verschwinden aber im Verlauf der nächsten Wochen wieder. Es kann aber auch zu starken Nachblutungen kommen, welche unter der Haut entstehen und möglicherweise die Naht wieder aufplatzen lassen. Bei den ersten Anzeichen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Wer sich nicht an den Verzicht von Alkohol oder Nikotin hält, gefährdet zudem die Wundheilung. In diesem Fall verdicken sich die Narben und lösen und einen starken Juckreiz aus. Nach den wenigsten Behandlungen kommt es zu einer Infektion der Narben, welche ebenfalls ein Arzt behandeln sollte. Wer sich von einem erfahrenen Chirurg operieren lässt, vermeidet zudem die Durchtrennung von Gesichtsnerven.
Wie bei jeder Operation bergen die Narkose und der Eingriff gesundheitliche Risiken die nicht immer ersichtlich sein können. Der Eingriff sollte unter manchen Umständen aber gar nicht erst durchgeführt werden. Dies kann zum Beispiel dann sein, wenn lebenswichtige Medikamente für die OP über mehrere Wochen abgesetzt werden müssten, um Komplikationen während der Operation zu vermeiden. In solchen und anderen Fällen wird der Chirurg aber im Vorgespräch darauf eingehen.

Kosten

Die Halsstraffung kostet mindestens 3.000€ und kann in manchen Fällen auch 5.000€ und mehr bedeuten. Dies ist vor allem vom Aufwand und der möglichen Kombination, zum Beispiel mit einem Facelift, abhängig. Der Eingriff ist fast immer nur ästhetischer Natur, weshalb die Krankenkassen die Kosten dafür nicht mit Zuschüssen unterstützen oder komplett übernehmen. Möglicherweise können die Behandlungskosten aber durch eine OP im Ausland gesenkt werden.

Behandelnde Kliniken

Iscare klinik prag
Die Iscare-Klinik in Prag, deren Ärzte in verschiedenen Fachverbänden organisiert sind, wird geleitet von Dr. med. Jiri Kucera. Die modern ausgestattete Klinik bietet Finanzierungsmöglichkeiten für diverse Eingriffe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.
Aesthetix duesseldorf
Die Klinik liegt direkt an der bekannten Königsallee in Düsseldorf.Termine für Beratungsgespräche oder zur Behandlung werden über eine kostenfreie Rufnummer vereinbart.
Wellness kliniek genk
Auf 15 Jahre Erfahrung in Sachen Schönheitschirurgie blickt die Wellness Kliniek in Genk zurück. Sie liegt günstig im Drei-Länder-Eck Deutschland, Niederlande und Belgien. Dort werden viele gängige Behandlungen, mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis angeboten und durchgeführt.
Klinik dr-meyburg berlin
Die Klinik für Klinische Chirurgie Dr. Meyburg kann auf eine über 50 Jahre lange Tradition zurück blicken. Das Familienunternehmen zählt damit zu den ältesten und Schönheitskliniken Deutschlands. In idealer Lage im Herzen von Berlin finden Patienten hier alle Annehmlichkeiten, die sie für einen Aufenthalt benötigen.
Clinique mozart nizza
Die Clinique Mozart wurde erst 1999 aufwendig renoviert und auf den neuesten Stand gebracht. Neben den operativen Möglichkeiten wird dem Patienten bei einem Aufenthalt nun auch ein Fitnessraum angeboten.