Krampfadern

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartlokale Betäubung, Vollnarkose
Aufenthaltambulant, stationär
Dauerca. 20 min - 2 h
Kostenca. ab 200 Euro
Arbeitsfähig nach3 Tagen
Sport nach6 Wochen
Risikenleichte Schmerzen, Hämatome
Krampfadern


Mediziner Fachbegriff: Sklerosierung

Überblick

Besonders Frauen ab einem mittleren Alter sind von Krampfadern betroffen; es gibt aber auch Männer oder selten sogar Kinder, die unter der Erweiterung der Bein-Venen leiden. Durch das Entfernen von Krampfadern erhalten nicht nur die Beine wieder ein ästhetisches Äußeres, auch Komplikationen, die sich beim Fortschreiten entwickeln können, wird vorgebeugt.
Je nach Größe der Krampfadern bieten sich verschiedene Verfahren an, um die Krampfadern zu entfernen. Bei kleineren Krampfadern werden die Gefäßwände durch Verödungsmittel, Laser oder Radiowellen geschädigt, so dass die erkrankten Gefäße im weiteren Verlauf verkleben und nicht mehr am Blutkreislauf angeschlossen sind. Beim so genannten Venen-Stripping werden in Operationen die erkrankten Gefäßabschnitte oder auch ganze Venen entfernt.
Da es sich bei Krampfadern um eine behandlungsbedürftige Krankheit handelt, werden die Kosten für eine Entfernung in der Regel von den Krankenkassen übernommen

Ausgangssituation

Viele Menschen haben beschädigte Venen in den Beinen. Bei vielen zeigt sich dies durch kleine Besenreiser, die lediglich ein kosmetisches Problem darstellen, bei anderen sind die größeren Venen betroffen, die knotig-erweitert sichtbar sind. In solch einem Fall spricht man von Krampfadern, lateinisch Varizen.
In den überwiegenden Fällen entstehen Krampfadern durch eine Schwäche der Venenwände und nicht ausreichend funktionierenden Venenklappen, die helfen, das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen zu transportieren und einen Rückfluss verhindern. Bei Funktionsstörungen staut sich das Blut in den Venen, was zu einer Erweiterung führt.
Bei anderen Fällen entstehen Krampfadern, wenn zum Beispiel tief liegende Venen durch ein Blutgerinnsel verstopft sind und sich Umgehungskreisläufe bilden. Hier steht die medikamentöse Beseitigung des Blutgerinnsels im Vordergrund.
Frauen sind weitaus häufiger von Krampfadern betroffen; im höheren Alter steigt das Risiko an ihnen zu erkranken; selten sind aber auch Kinder erkrankt. Betroffene leiden zum einen am veränderten Äußeren der Beine, zum anderen sind Krampfadern aber eine behandlungsbedürftige Krankheit, die mit Fortschreiten zu Komplikationen führen kann. Werden zu Beginn häufig Schwellungen des betroffenen Beines, Schweregefühl nach langem Stehen, Juckreiz oder Krämpfe bemerkt, kann es im weiteren Verlauf zu Veränderungen der Haut, Entzündungen von oberflächlichen Venen oder Geschwüren kommen. Wird im fortgeschrittenen Stadium die veränderte Haut verletzt, können sich zudem bedrohliche Blutungen der Krampfadern einstellen.

Durch die Entfernung der Krampfadern wird diesen Komplikationen vorgebeugt; gleichzeitig verschwinden die sichtbaren Knoten der erweiterten Venen.

Methoden

Um Krampfadern zu entfernen, gibt es verschiedene Verfahren.
Am Häufigsten durchgeführt wird das so genannte Venen-Stripping. Hierbei werden sozusagen am oberen und unteren Ende der betroffenen Vene je ein kleiner Schnitt in die Haut eingefügt. Eine spezielle Sonde wird hierüber in die Krampfader eingefügt und bis zum Ende durchgeschoben. Hat die Sonde ihren gewünschten Platz erreicht, wird die Vene an beiden Enden durchtrennt und mit Hilfe der Sonde herausgezogen. Die vorhandenen Venen übernehmen den Bluttransport der entfernten Krampfader. Bei ausgeprägten Krampfadern kann mit dieser Methode die komplette Vene vom Knöchel bis zur Leiste entfernt werden.
Je nach Ausmaß des Eingriffs findet das Venen-Stripping unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose statt.

Eine weitere Methode zur Entfernung von Krampfadern ist das Veröden. Hierzu wird in die erkrankten Venen ein spezielles Verödungsmittel gespritzt, welches dazu führt, dass die Gefäßwand an diesen Stellen geschädigt wird und sich Blutgerinnsel bilden. Im Laufe der Zeit wird das geronnene Blut vom Körper aufgenommen, die Vene fällt in sich zusammen und klebt mit der Gegenseite zusammen.
Ähnlich funktioniert die Therapie mittels Laser oder Radiowellen. Eine Sonde wird an die betroffene Stelle geführt und schädigt die Vene durch die starke Hitze von Laser beziehungsweise Radiowellen; im weiteren Verlauf verklebt das Blutgefäß. Diese Venen nehmen nun nicht mehr am Blutkreislauf teil.
Die Verödung findet vor allem bei kleineren Krampfadern Verwendung.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Bereits einige Wochen vor dem geplanten Eingriff kann es sinnvoll sein, mit regelmäßigen Wechselduschen zu beginnen. Das abwechselnde Abspülen der Beine mit kaltem und warmen Wasser steigert die Durchblutung der Beine und stärkt die Venen. Generell sind Wechselduschen auch nach dem Eingriff eine Möglichkeit, um der erneuten Bildung von Krampfadern entgegen zu wirken.
Nach dem Eingriff werden kleine Schnitte vernäht oder mit Klemmpflastern abgedeckt. Ein Kompressionsverband in den ersten Tagen beschleunigt die Heilung. Dieser Verband wird nach wenigen Tagen durch Kompressionsstrümpfe ersetzt, die sechs Wochen lang getragen werden sollten.
Nach etwa drei Tagen kann man wieder zur Arbeit gehen; allerdings sollten körperlich anstrengende Tätigkeiten sowie Sport erst etwa sechs Wochen nach dem Eingriff stattfinden.
Leichte Bewegung ist aber bereits kurze Zeit nach der Operation möglich und empfehlenswert, da so möglichen Blutgerinnseln vorgebeugt wird. Beim Sitzen oder Liegen sollte das entsprechende Bein hoch gelagert werden, um den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu unterstützen.
In der ersten Woche sollte man auf Vollbäder oder Duschen verzichten, damit der Heilungsprozess der Narben nicht verzögert wird. Generell sollte man auch zukünftig nicht lang und heiß baden, da sich durch die Hitze die Venen erneut weiten können.

Da es an den Narben aufgrund von starker UV-Strahlung zu Pigmentstörungen kommen kann, sollte auf Sonnenbäder oder Besuche eines Solariums ein halbes Jahr lang verzichtet werden.

Nikotin und Alkohol haben einen negativen Einfluss auf den Zustand von Blutgefäßen. Es ist daher ratsam, nach der Entfernung von Krampfadern auf diese Substanzen zu verzichten, um ein möglichst anhaltendes Ergebnis zu erreichen.

Komplikationen und Risiken

Erkrankungen von Arterien oder Wasseransammlungen in den Beinen können gegen die Entfernung von Krampfadern sprechen. Je nach Ausmaß wird der behandelnde Arzt entscheiden, ob ein solcher Eingriff möglich ist.

Nach dem Eingriff treten häufig leichte Schmerzen, Schwellungen und Hämatome auf, die aber nach einiger Zeit wieder verschwinden. Schmerzmittel können gegen die Schmerzen in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.
Werden umliegende Strukturen geschädigt, zeigt sich dies in entsprechenden Beschwerden: Bei Verletzungen von Arterien sind Blutungen möglich; Taubheitsgefühle können auftreten, wenn Nerven geschädigt werden. Da bei Verletzungen von Lymphgefäßen die Lymphflüssigkeit nicht ausreichend abtransportiert werden kann, sind in solch einem Fall Schwellungen am betroffenen Bein möglich und es kommt zu einem Lymphstau.
Kommt es zu solchen Komplikationen, sind unter Umständen weitere Eingriffe notwendig.

Da bei der Entfernung von Krampfadern, wie bei anderen Operationen auch, Eingriffe in den menschlichen Organismus vorgenommen werden, können unspezifische Komplikationen, wie Infektionen der Wunde oder des umliegenden Gewebes, Wucherungen von Narben (die so genannte Keloidbildung) oder Verzögerungen der Wundheilung auftreten. Allergische Reaktionen, zum Beispiel auf das Narkosemittel oder Pflaster, sind ebenfalls möglich.

Kosten

Der Preis für eine Krampfaderentfernung richtet sich nach dem eingesetzten Verfahren und dem Umfang. Venen-Stripping kostet im Schnitt zwischen 700 und 1.000 Euro, Veröden einer Krampfader etwa 200 Euro.

Da es sich bei Krampfadern um eine Krankheit handelt, die zum Teil zu bedrohlichen Komplikationen führen kann, werden die Kosten für notwendige Behandlungen im Allgemeinen von den Krankenkassen übernommen.
Entscheidet sich der Betroffene für eine neuartige Behandlung, wie die Chiva-Methode, kann es aber sein, dass die Krankenkasse nicht bezahlt.  Vor der Entscheidung sollte daher im Zweifelsfall mit der Krankenkasse ein Gespräch bezüglich der Kostenübernahme geführt werden.

Behandelnde Kliniken

Clinique parc crillon
Die exklusive Park-Klinik Crillon liegt nur unweit des wunderschönen Parc de la Tete d'Or in Lyon und bietet neuestes Wissen aus dem Bereich der Schönheitsmedizin und Chirurgie. Zudem bietet die Klinik venöse Chirurgie und Zahnmedizin an.
Rosenparkklinik darmstadt
Die Rosenparkklinik, die von Dr. med. Gerhard Sattler geleitet wird, bietet fast alle Eingriffe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie an. Sie liegt unweit des Darmstädter Hauptbahnhofs. Ihr Ärzteteam, das aus Spezialisten verschiedener Fachbereiche besteht, ist in diversen Fachverbänden organisiert.
Collegium klinik kiel
Die Tagesklinik des Collegium Klinikverbund in Kiel bietet ambulante Behandlungen im plastischen und ästhetischen Bereich. Der Standort Kiel ist an den Collegium Klinikverbund mit 13 Kliniken in Deutschland, einer Klinik in Dubai und vier Tageskliniken angebunden.
Hair and beauty clinic hasselt
In der Hair & Beauty Clinic Hasselt in Belgien ist die ausführliche Beratung in einem kostenlosen Erstgespräch bedeutend. Die Patienten sollen sich hier rundum gut betreut fühlen. In der Klinik werden überwiegend ambulante Eingriffe durchgeführt.
Clinica artis3 Cluj-Napoca
Die Klinik Artis-3 im rumänischen Cluj-Napoca ist eines der modernsten privat-chirurgischen Kliniken des Landes und bietet eine Vielzahl von Operationen auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie.