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Lidstraffung

Lidstraffung

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartörtliche Betäuibung, Vollnarkose möglich
Aufenthaltambulant
Dauerca. 1-3 h
Kostenca. ab 1.500 Euro
Arbeitsfähig nach1-2 Wochen
Sport nach2 Wochen
RisikenBlutungen, Taubheitsgefühl oder Hängelid bei verletzten Nerven

Überblick

Eine Lidstraffung oder Blepharoplastik ist nur ein relativ kleiner Eingriff, aber dennoch sollte er nur von einem Facharzt vorgenommen werden. Bei diesem recht unkomplizierten und kurzen Eingriff, der in der Regel ambulant durchgeführt wird, hängt die Dauer davon ab, wie viele Lider operiert werden. Werden alle vier Lider operiert, kann der Eingriff bis zu drei Stunden dauern. Ein Eingriff bei nur zwei Lidern ist meist schon nach einer Stunde vorbei. Dem Patienten werden vorab Beruhigungsmittel verabreicht. Der eigentliche Eingriff geschieht unter einer örtlichen Betäubung. Nach der Operation kann der Patient/die Patienten wieder nach Hause gehen. Dies sollte jedoch nur in Begleitung geschehen. Auch für die nächsten Tage ist eine Hilfe unverzichtbar.

Vor allem Frauen im mittleren Alter entscheiden sich häufig für eine Lidstraffung. Schließlich beeinträchtigen hängende Lider und Augenbrauen das Gesamtbild des Gesichtes. Um auch im Alter jung und frisch aussehen zu können, lassen vorrangig Frauen einen solchen Eingriff vornehmen. Bei den Männern wird die Lidstraffung eher seltener aus ästhetischen Gründen vorgenommen. Hier liegt oftmals ein medizinischer Grund vor.

Ausgangssituation

Eine Lidstraffung kann aus den unterschiedlichsten Gründen nötig werden. Hierbei kommt es jedoch immer auf den Menschen selbst an. Denn schließlich muss er selbst entscheiden, inwieweit er mit einem kleinen Makel im Gesicht leben kann. Einer der häufigsten Gründe für eine Lidkorrektur sind die allgemeinen Alterserscheinungen. Zu diesen Alterserscheinungen gehören auch die leicht hängenden Lider, die einfach unvermeidbar sind. Denn schließlich verliert die Haut mit der Zeit an Elastizität und Straffheit. Dies kann sowohl das Ober-, als auch das Unterlid betreffen. Mit einer Lidstraffung kann man dieser Alterserscheinung jedoch entgegenwirken.

Doch nicht nur Menschen in fortgeschrittenem Alter leiden unter den hängenden Lidern. Auch immer mehr junge Menschen kennen dieses Problem. Hierfür ist vorrangig der übermäßige Genuss von UV-Strahlung verantwortlich.

Weitere Makel, die angeboren und somit nur durch einen operativen Eingriff zu entfernen sind, sind das Schlupflid (wulstiges Oberlid) und die Tränensäcke. Auch bei diesen beiden Makeln wird die Lidstraffung angewendet.

In seltenen Fällen können auch vorangegangene Operationen oder Erkrankungen eine Lidstraffung nötig machen.

Methoden

Bevor die Operation beginnen kann wird die spätere Schnittführung vom Chirurgen direkt auf der Haut markiert. Der Arzt selbst entscheidet, ob dies bereits vor oder erst nach der Betäubung durchgeführt wird. In der Regel wird für die Lidstraffung nur eine örtliche Betäubung vorgenommen, da es sich hierbei um einen recht kleinen Einschnitt handelt. Auf Wunsch kann der Patient/die Patientin jedoch auch unter Vollnarkose gesetzt werden. Bei einer Vollnarkose sind jedoch die höheren Risiken zu bedenken.

Die Operation kann sich aus verschiedenen Schritten zusammensetzen. Denn hierbei kommt es darauf an, welche Art der Korrektur vorgenommen werden soll. Wenn zum Beispiel nur das Oberlid betroffen ist, dann wird eine Oberlidkorrektur vorgenommen. Hierfür wird der Schnitt entlang der Lidfalte gesetzt. Dies bietet den Vorteil, dass eine Narbe fast nicht sichtbar ist, in manchen Fällen verschwindet sie sogar komplett. Nach dem Einschnitt werden überschüssiges Gewebe und Haut entfernt. Dadurch kann auch eine Korrektur der Brauenposition erreicht werden. Dies ist immer dann nötig, wenn Lid und Augenbraue gleichermaßen betroffen sind. Im Oberlid verlaufen jedoch einige Muskelstränge, die dafür verantwortlich sind, dass die Augenbraue gehoben und nach unten gezogen werden kann. Manchmal wird es nötig, diese Muskelstränge zu trennen. Hierbei ist eine besondere Fachkenntnis des behandelnden Arztes erforderlich. Da die Augenbraue jedoch an ihrer Position gehalten werden soll, kann auch eine zusätzliche Befestigung am Gesichtsknochen nötig werden. Die Brauenkorrektur kann jedoch auch separat durchgeführt werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Augenbraue durch erschlafftes Gewebe nach unten gezogen wird. Hierfür wird ein Schnitt im Bereich der Stirn oder direkt in der Braue vorgenommen.

Eine weitere Form der Lidkorrektur ist die Unterlidkorrektur. Diesem Eingriff liegt meist die Hauterschlaffung zu Grunde, die durch das Altern oder auch durch einen massiven Gewichtsverlust verursacht wird. Beide Gründe machen einen operativen Eingriff nötig, denn auf herkömmlichem Wege können diese Makel nicht behoben werden. Der Schnitt wird recht nah unterhalb der Wimpern waagerecht durchgeführt. Nun können überschüssiges Fett, Haut und Gewebe entfernt werden. Damit es später nicht zu einer erneuten Erschlaffung kommt, wird der Lidmuskel am Gesichtsknochen festgenäht.

Ebenfalls am Unterlid wird die innere Lidkorrektur vorgenommen, die zur Entfernung von Tränensäcken dient. Tränensäcke sind nicht immer eine Folge der Alterung. Auch durch Medikamente, Alkoholkonsum und Nikotingenuss können die lästigen Pölsterchen unter den Augen entstehen. Für die Entfernung der Tränensäcke wird im Normalfall der Schnitt über die Nase gesetzt. Dadurch kann besonders narbenschonend gearbeitet werden. Nachdem der Schnitt durchgeführt wurde, kann überschüssiges Fett oder Gewebe entfernt werden. In manchen Fällen wird auch einfach das Gewebe gleichmäßig im Unterlid verteilt. Dies hat den Vorteil, dass nach der Operation ein harmonisches Gesamtbild erreicht wird. Bei diesem Eingriff sollte kein Muskelgewebe entfernt werden. Die Folgen könnten nämlich unschöne Formen annehmen, wie zum Beispiel überstehende Augen und ähnliches.

In besonders schweren Fällen der Liderschlaffung kann auch eine zusätzliche Fixierung der Lidposition nötig werden. Dafür wird der Lidmuskel an der Hülle des Gesichtsknochens fixiert. Dies wird entweder durch eine Naht oder auch durch eine Heftung erreicht. Diese Form des Eingriffs wird auch als Kanthopexie bezeichnet.

Nach der Operation werden die Schnitte vernäht. Hierfür werden oftmals Fäden verwendet, die sich mit der Zeit selbst auflösen. Dadurch wird das Fäden ziehen und somit eine zusätzliche Belastung des operierten Lides vermieden. Wenn eine Stabilisierung der neuen Lidposition nötig ist, werden dafür Pflaster oder Anheftungen verwendet.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Da es sich bei der Lidstraffung um einen operativen Eingriff handelt, sollte der Körper entsprechend vorbereitet werden. Denn schließlich stellt jeder operative Eingriff eine Belastung für den Körper dar, auch wenn er noch so klein ist. Aus diesem Grund sollte neben einer gesunden Ernährung auch der Verzicht auf Nikotin einige Tage vor dem Eingriff eingehalten werden. Außerdem sollte man unbedingt auf Alkohol verzichten. Einige Tage vor der Operation dürfen auch keine ASS-haltigen Medikamente mehr eingenommen werden, denn diese verdünnen das Blut, was wiederum zu Blutungen und weiteren Komplikationen führen kann. Das Absetzen von Medikamenten wird jedoch vom Arzt entschieden.

Für den Tag der Operation sollte der Patient/die Patientin eine Begleitperson haben, da der Eingriff in der Regel ambulant vorgenommen wird und der Patient/die Patientin nach der Operation wieder nach Hause gehen kann. Das Autofahren und das Bedienen von Maschinen sind für ca. zwei Tage nach dem Eingriff nicht erlaubt. Direkt nach der Lidstraffung sollte das operierte Lid gekühlt werden. So können Schwellungen vermieden werden. Im Liegen sollte der Kopf so hoch wie möglich positioniert werden. Dadurch wird der Abfluss von Wund- und Gewebewasser unterstützt. Weiterhin ist auch nach der OP auf Alkohol, Nikotin und blutverdünnende Medikamente zu verzichten.

Nach dem Eingriff ist auf übermäßige Belastung zu verzichten. Denn schließlich ist gerade die Gesichtshaut sehr sensibel. Das bedeutet, dass Sport, wozu auch leichte Gymnastik zählt, verschiedene Tätigkeiten im Haushalt und ähnliches für mindestens ein bis zwei Wochen weggelassen werden sollten. Auch übermäßige Hitze und UV-Strahlung sollte gemieden werden. Das heißt, dass für ca. zwei Wochen die Sauna und das Solarium tabu sind. Wie lange auf diese Dinge, wie Sport, Solarium und Co. verzichtet werden sollte, legt der behandelnde Arzt ganz individuell fest.

Komplikationen und Risiken

Die Lidstraffung ist ein chirurgischer Eingriff und somit kann es natürlich auch hier zu Komplikationen kommen. Schwierig wird der Eingriff vor allem, weil um das Auge herum viel Nerven- und Muskelgewebe vorhanden ist, dann nach Möglichkeit nicht verletzt werden darf. Bei sorgfältig durchgeführten Operationen kommt es wenn überhaupt nur zu kurzzeitigen bzw. vorübergehenden Nebenwirkungen. Dazu gehören Schwellungen, Blutergüsse, Rötungen und Schmerzen. In manchen Fällen können auch Nachblutungen auftreten. Sollte es zu Blutungen kommen, muss der Arzt konsultiert werden. Denn im Ernstfall kann es nötig werden, die Operationsnarbe zu öffnen, um den Blutstau zu beseitigen.

Es kann jedoch auch zu schwerwiegenderen Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen unter anderem Taubheitsgefühle und Schmerzen, die von verletzten, durchtrennten oder gequetschten Nervenbahnen verursacht werden. Werden Nerven versehentlich getrennt kann es auch zu ästhetischen Unschönheiten kommen, wozu zum Beispiel das abstehende Auge oder ein starkes Hängelid zählen. Diese Komplikationen sind dann nur mit einer weiteren Operation zu beheben.

Auch im Bereich der Narbe kann es zu Komplikationen kommen. Dazu zählen Infektionen und Entzündungen. Meist betreffen sie nur die Narbe selbst, in seltenen Fällen können sie jedoch auch in den Organismus übergehen.

Kosten

Die Kosten für eine Lidstraffung können recht unterschiedlich ausfallen. Bei der Preisgestaltung kommt es in erster Linie darauf an, was gemacht werden soll. Je Augenpaar können so pro Augenlider zwischen 1.200 und 1.500 Euro fällig werden. Sollen alle vier Augenlider operiert werden kann es auf eine Gesamtsumme von über 2.500 Euro hinauslaufen. Der eigentliche Preis wird jedoch individuell festgelegt, da auch die Wünsche des Patienten mit beachtet werden müssen.

Liegt ein medizinischer Grund für den Eingriff vor, können die Kosten auch von der Krankenkasse übernommen werden. Dies bedarf jedoch einer vorherigen Absprache. Dann wird geklärt, ob und wie viel von der Krankenkasse gezahlt wird. In manchen Fällen wird der Gesamtbetrag sogar vollständig von der Kasse übernommen. Hierfür müssen jedoch schwerwiegende, medizinische Gründe vorliegen.

Im Gesamtpreis sind verschiedene Bestandteile enthalten. Dazu zählt natürlich die Operation selbst inklusive OP-Saal, OP-Technik, Chirurg,  Anästhesist und OP-Team. Weitere Bestandteile der Kosten sind das Beratungsgespräch vor dem Eingriff und die nötigen Voruntersuchungen sowie die Nachsorge nach der Operation.

Behandelnde Kliniken

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Eine von drei Privatkliniken des Klinikverbundes. In der Moser-Klinik Augsburg werden diverse Eingriffe der Ästhetischen-Plastischen Chirurgie, mit Finanzierungsmöglichkeiten, angeboten. Die Einrichtung, die von Dr. med. Rolf Vohs geleitet wird, liegt im Augsburger Stadtteil Hochzoll.
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Die FixClinique in Bukarest unter der Leitung von Dr. Elena Marincea bietet neben herkömmlichen Schönheitsoperationen mit Gesäß- und Wadenimplantaten Eingriffe, die man eher selten findet.
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Mit über 20 Jahren Erfahrung hat sich die Fontana Klinik zu einer angesehenen Einrichtung für Plastische und Ästhetische Chirurgie entwickelt. Seit 2008 wird sie vom Chefarzt Herrn Dr. med. Klaus G. Niermann geleitet, einem Spezialisten auf diesem Gebiet.