Magenballon

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartlokale Betäubung
Aufenthaltambulant
Dauerca. bis 30 min
Kostenca. ab 2.500 Euro
Arbeitsfähig nach1 Tag
Sport nach3-5 Tagen
RisikenÜbelkeit
Magenballon


Überblick

Übergewicht hat sich innerhalb der vergangenen Jahrzehnte nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zu einer regelrechten Zivilisationskrankheit entwickelt. Die Folgen hohen Übergewichts sind hinlänglich bekannt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenprobleme und viele andere Probleme können die Folge sein. Doch aus eigener Kraft gelingt es nur den wenigsten Betroffenen, ihren Pfunden den Kampf anzusagen. Oft bleibt nur der operative Eingriff als letzte Rettung. Immer häufiger jedoch setzen Mediziner bei der Behandlung auf den so genannten Magenballon.

Experten bezeichnen dieses Verfahren auch als intragastrale Implantation. Als Alternative zur herkömmlichen Operation besteht der Vorteil vor allem darin, dass beim Einsetzen des Magenballons auf eine Vollnarkose verzichtet werden kann. Gerade bei stark übergewichtigen Personen sind Narkosen ein nicht zu unterschätzendes gesundheitliches Risiko. Die ambulante Einführung des Magenballons führt dazu, dass die Patienten zügig wieder in ihre gewohnte Umgebung entlassen werden können. Das Geheimnis dieser Übergewicht-Behandlung besteht darin, dass der aus Silikon bestehende Magenballon mit einer Flüssigkeitsmenge von meist bis zu einem halben Liter gefüllt ist.

Auf diese ist schlicht weniger Platz im Magen, so dass die Aufnahme gewohnt großer Mahlzeiten nicht mehr möglich ist für die Dauer, die der Magenballon eingesetzt bleibt. Zielgruppe der Eingriffe sind Menschen, die für eine gewisse Zeitspanne (i.d. R. bis maximal sechs Monate) bei der Gewichtsreduzierung medizinisch unterstützt werden sollen. In der Regel verlieren die Patienten nach dem Einsetzen sehr schnell an Körpergewicht. Aus medizinischer Sicht ist der Magenballon (das BIB-Verfahren) in besonderer Weise für Patienten geeignet, die einen Body-Maß-Index von mehr als 50 vorweisen. Das Risiko einer Operation ist hier oftmals zu hoch.

Ausgangssituation

Selbst in den Fällen, in denen Patienten dringend ihrer Gesundheit zuliebe abnehmen müssen, fällt es vielen Menschen extrem schwer, ihr Gewicht wieder unter Kontrolle zu bringen. Mit langjährigen Gewohnheiten zu brechen, fällt vielen Betroffenen schwer. Hier kann der Magenballon eine wichtige Unterstützung des Abnahmeprozesses sein, um erste schnelle Erfolge zu verbuchen. Auch kann der Magenballon im Vorfeld einer Operation in Frage kommen. Bei stark übergewichtigen Patienten muss zunächst das Körpergewicht reduziert werden, damit Operationen überhaupt durchgeführt werden können. Der Prozess der Gewichtsreduzierung kann in diesem Zusammenhang durch das Einsetzen eines Ballons beschleunigt werden.


Auch die Gefahr von Komplikationen durch eine Vollnarkose können dazu führen, dass Mediziner zunächst das Einsetzen eines Magenballons empfehlen, statt direkt einen operativen Eingriff durchzuführen. Im Regelfall verlieren die Träger der Magenballone in den drei bis sechs Monaten, die der Magenballon eingesetzt werden kann, bis zu 20 Kilogramm. Als Ersatz für die Umstellung der individuellen Essgewohnheiten und die komplette Veränderung des bisherigen Lebenswandels ist der Magenballon aber nicht zu sehen. Eher geht es darum, die Patienten durch das Hilfsmittel auf den richtigen Weg zu geleiten.

Der Magenballon ist vor allem wegen des normalerweise üblichen Verzichts auf eine Vollnarkose und den Krankenhausaufenthalt eine Option. Nur auf ausdrücklichen Patientenwunsch oder bei entsprechender durch den Arzt attestierten Notwendigkeit wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt werden. Zudem dauert der Eingriff per Endoskop meist nicht länger als eine halbe Stunde

Methoden

Tatsächliche Alternativen beim Einsatz des Magenballons gibt es nicht. Grundsätzlich erfolgt der Eingriff auf endoskopischem Wege. Das bedeutet der behandelnde Arzt setzt den Magenballon mit dem Endoskop vom Mund aus ein. Dabei wird der Ballon auf dem Weg über die Speiseröhre im Magen platziert. Die Ballone sind als Silikon. Am Anfang der Planung stehen verschiedene Voruntersuchungen, die sicherstellen sollen, dass keine Vorerkrankungen beim Patienten bestehen, die bei oder nach einem Eingriff zu Problemen führen könnten. Der Eingriff selbst erfolgt unter einer örtlichen Betäubung und ist vielfach schon nach weniger als 30 Minuten überstanden. Auch wenn auf eine Vollnarkose verzichtet wird, handelt es sich dennoch um einen Eingriff, der für die Patienten mit einiger Anstrengung verbunden ist. Letzten Endes ist der Eingriff am ehesten mit einer herkömmlichen Magenspiegelung vergleichbar.

Übliche Folgen des Einsetzens sind etwa Schluckbeschwerden und Halsschmerzen, weil die Patienten einen Schlauch schlucken müssen, über den der Magenballon eingeführt wird. Der Schlauch ist mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt. Später schwimmt der Magenballon nach der Schlauchentfernung im Magen des Patienten. Wie die zugeführte Nahrung – nur mit dem Unterschied, dass der Ballon bis zur Entnahme an Ort und Stelle verbleibt. Die gesamte Prozedur samt abschließender Kontrollen und der Wartezeit, bis die lokale Betäubung nachgelassen hat, nimmt normalerweise einige Stunden in Anspruch. Die Entfernung nach der geplanten Verweildauer des Magenballon im Magen erfolgt natürlich auf dem gleichen Wege.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Wie bereits erwähnt, stehen vor der Entscheidung für einen Magenballon einige wesentliche Untersuchungen. Diese beziehen sich einerseits auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten. Im Speziellen wird es während der Vorbereitung des Eingriffs um die Untersuchung des Magens gehen, um sicherzustellen, dass nichts gegen den Magenballon-Einsatz spricht.

Am Tag des Einsetzens werden die Patienten eine Weile vor dem Eingriff nochmals ausführlich untersucht, bevor die meist lokale Betäubung eingeleitet wird. Nach maximal einer halben Stunden ist alles vorbei. Für die ersten Tagen nach dem Einsetzen des Magenballons raten Mediziner zum Verzicht auf körperliche Belastung. Vor allem bei stark übergewichtigen Patienten sollte dieser Rat dringend eingehalten werden, um Komplikationen zu vermeiden. Während der Eingewöhnungsphase sollten Patienten zudem eher auf leichte, magenschonende Kost setzen, um den ohnehin belasteten Magen zu schonen. Zumal eine frühzeitige Umstellung der Ernährung die besten Magenballon-Ergebnisse garantiert. Als Nachsorge werden bis zum Termin der Magenballon-Entnahme regelmäßige Untersuchungen des behandelnden Arztes durchgeführt. Hierbei geht es nicht nur um die Überprüfung des Magenballons. Auch die begleitende Betreuung der Gewichtsreduzierung ist ausschlaggebend für den Erfolg des Eingriffs

Komplikationen und Risiken

Betroffene werden das Hauptrisiko beim Magenballon vermutlicher Weise darin sehen, dass die Modelle meist nur für ein halbes, im Ausnahmefall für ein ganzes Jahr und länger im Magen verbleiben. Damit ist vorprogrammiert, dass der Magenballon nur eine vorübergehende Unterstützung für übergewichtige Menschen darstellen kann. Die Gefahr des Jojo-Effektes nach der Entnahme ist grundsätzlich gegeben. Deshalb sei nochmals betont, wie wichtig eine gleichzeitige Diät und die Umstellung der Essgewohnheiten sind.

Gegen den Eingriff sprechen zum Beispiel Erkrankungen des Magens. Hier könnte der Magenballon im Ernstfall sogar zu einer Verschlimmerung des Krankheitsverlaufs führen. Aus diesem Grunde gehören die erwähnten Voruntersuchungen zur üblichen Vorgehensweise, um alle Risiken und Komplikationen im Vorfeld ausschließen zu können. Im Fall der Fälle muss zunächst die Behandlung der Erkrankungen erfolgen, bevor der Magenballon eingesetzt werden kann. Magengeschwüre, Magenschleimentzündungen, massives Sodbrennen und ähnliche Probleme können gegen den Magenballon sprechen. Ein weiteres Risiko für die Patienten: Generell besteht die Gefahr, dass der Magenballon im Magen platzt. In diesem Fall jedoch erfolgt aufgrund der geringen Masse der Ballonhülle eine Ausscheidung auf natürlichem Wege. Zu den unangenehmen Problemen gehören meist ein Gefühl von Übelkeit – mitunter samt Brechreiz bis zum tatsächlichen Übergeben – oder ein deutliches Völlegefühl. Diese Beschwerden verschwinden jedoch meist ein paar Tage nach dem Eingriff. Sollten Patienten eine Verfärbung des Harns bemerken, sollte umgehend der behandelnde Arzt konsultiert werden.

Kosten

Nicht jeder Patient kann darauf hoffen, dass die Krankenkasse die Kosten für den Magenballon übernimmt. Hoffnung machen dürfen sich Patienten, die einen BMI von 40 Punkten oder mehr vorweisen können. Andernfalls müssen die Kosten vom Patienten selbst übernommen werden, sofern die Kasse die Behandlung als ästhetischen Eingriff und nicht als medizinisch erforderlich einstuft. In diesen Fallen sollten die Angebote für den Magenballon genau verglichen werden. Die Kosten liegen zwischen 2.500 und etwa 4.000 Euro. Bestehende Risikofaktoren können zu einem Anstieg der Kosten führen. Gerade bei Kliniken im Ausland können Patienten oftmals ohne Verlust bei der Behandlungsqualität bares Geld sparen.

Behandelnde Kliniken

Optimus klinik breslau
Schönheitschirurgie ist im Ausland meist preiswerter, als in Deutschland. Deshalb greifen viele Interessenten auf polnische Kliniken zurück. Die Schönheitsklinik Optimus bietet ästhetische Operationen in familienähnlichem Ambiente an. Eine Rund um die Uhr Betreuung ist gewährleistet.
Wellness kliniek genk
Auf 15 Jahre Erfahrung in Sachen Schönheitschirurgie blickt die Wellness Kliniek in Genk zurück. Sie liegt günstig im Drei-Länder-Eck Deutschland, Niederlande und Belgien. Dort werden viele gängige Behandlungen, mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis angeboten und durchgeführt.
Hair and beauty clinic hasselt
In der Hair & Beauty Clinic Hasselt in Belgien ist die ausführliche Beratung in einem kostenlosen Erstgespräch bedeutend. Die Patienten sollen sich hier rundum gut betreut fühlen. In der Klinik werden überwiegend ambulante Eingriffe durchgeführt.
Collegium klinik kiel
Die Tagesklinik des Collegium Klinikverbund in Kiel bietet ambulante Behandlungen im plastischen und ästhetischen Bereich. Der Standort Kiel ist an den Collegium Klinikverbund mit 13 Kliniken in Deutschland, einer Klinik in Dubai und vier Tageskliniken angebunden.
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