Oberarmstraffung

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartörtliche Betäubung, Vollnarkose
Aufenthalt1-2 Tage
Dauerca. 1-2 h
Kostenca. ab 3.000 Euro
Arbeitsfähig nach2 Wochen
Sport nach4-6 Wochen
RisikenBlutergüsse, Schwellungen, Schmerzen
Oberarmstraffung


Mediziner Fachbegriff: Brachioplastie

Überblick

Durch ein schwaches Bindegewebe oder eine starke Gewichtsabnahme sind vor allem Frauen von erschlaffter Haut am Oberarm betroffen.
Mit Hilfe einer Oberarmstraffung kann der Arm den Proportionen des Körpers angepasst werden. Bei einer solchen Straffung kommen je nach Ausgangssituation eine Fettabsaugung oder Hautentfernung am Oberarm alleine oder in Kombination in Frage. Die entstehenden Narben befinden sich an der Innenseite des Oberarms und sind daher in der Regel gut zu verstecken.
Die Operation findet in lokaler Betäubung mit Dämmerschlaf oder Vollnarkose statt. Ein kurzer Klinikaufenthalt, meist ein bis zwei Tage, schließt sich an. Nach dem Eingriff muss man seinen Arm zwei bis drei Wochen schonen; in dieser Zeit ist man meistens nicht arbeitsfähig und krankgeschrieben.

Ausgangssituation

Gerade im Sommer fallen schlaffe Oberarme beim Tragen von kurzärmligen T-Shirts, Blusen oder Kleidern auf. Vor allem Frauen sind von den so genannten Winkearmen betroffenen, bei denen beim Winken sich neben der Hand auch das schlaffe Gewebe am Oberarm im Takt bewegt.
Oft ist eine solche Erschlaffung nach einer starken Gewichtsabnahme festzustellen. Das Fettgewebe ist nun reduziert und die Haut kann sich durch eine Schädigung der Zellen aufgrund der vorherigen starken Dehnung nicht mehr zurückbilden. Im geschädigten Bereich sind dann häufig unschöne „Schwangerschaftsstreifen“ zu sehen.
Andere Frauen wünschen auch ohne vorherige Diät eine Oberarmstraffung. Bei ihnen besteht oft eine genetische Veranlagung für ein schwaches Bindegewebe, durch dass die Haut im jungen Alter erschlaffen kann. Auch im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses verliert die Haut an Elastizität, wird faltig und hängt eventuell herunter.
Da bei solchen Fällen die Problematik am Zustand der Haut festzumachen ist, helfen Diäten, Massagen oder Sport nicht weiter.

Durch eine operative Oberarmstraffung stimmen nicht nur die Proportionen und das ästhetische Gesamtbild des Körpers wieder, die Betroffenen erleben häufig zusätzlich einen psychischen Aufschwung. Sportliche Aktivitäten werden wieder vermehrt wahrgenommen und Sommerkleidung ohne Scham getragen. Da sich der Betroffene nun wieder attraktiv findet, kann er seine Alltags- und Freizeitaktivitäten unbeschwert genießen

Methoden

Um eine Oberarmstraffung durchzuführen, bieten sich mehrere Methoden an. Zum einen kann man den Oberarm durch eine alleinige Fettabsaugung straffen, zum anderen die Fettabsaugung mit einer Hautstraffung kombinieren oder auch die Hautstraffung eigenständig durchführen.

Bei einer Fettabsaugung wird in die zuvor markierten Bereich eine so genannte Tumeszenzlösung gespritzt. Diese setzt sich aus Kochsalzlösung, einem Betäubungsmittel und weiteren Bestandteilen zusammen. Nach einer Einwirkzeit von 20 bis 30 Minuten hat sich durch diese Lösung das Fettgewebe soweit gelockert, dass es nun durch Kanülen abgesaugt werden kann.
Werden große Mengen Fett abgesaugt, entsteht in der Regel ein Hautüberschuss, der operativ entfernt werden kann. Dazu zeichnet der plastische Chirurg am waagerecht ausgestreckten Arm den Überschuss und den dadurch notwendigen Schnitt am Oberarm an. Die überschüssige Haut wird entfernt und die Ränder der verbleibenden Haut miteinander vernäht.
Die durch den Schnitt entstehende Narbe verläuft auf der Innenseite von der Achsel in Richtung Ellenbogen. Mit angelegten Armen ist sie daher nicht zu sehen und lässt sich zudem durch Kleidung gut verdecken. Die Länge der Narbe ist abhängig davon, wie viel Haut entfernt werden muss.
Möglich ist es außerdem, dass der Chirurg über die Achselhöhle Haut und Fettgewebe entfernt, so dass am Oberarm keine Narben entstehen – dies allerdings im Allgemeinen nur möglich, wenn es sich nur um kleine Mengen zu entfernendes Gewebe handelt.
Ist keine Fettabsaugung notwendig, kann die Hautentfernung beziehungsweise –straffung eigenständig erfolgen.


Im Anschluss an die Oberarmstraffung werden Drainageröhrchen verlegt, damit Wundwasser problemlos abfließen kann. Ein Druckverband soll den Heilungsprozess unterstützen.
Eine Oberarmstraffung kann unter lokaler Betäubung mit einem kombinierten Dämmerschlaf oder in Vollnarkose stattfinden; dies ist abhängig vom Ausmaß des zu entfernenden Gewebes.
Der Eingriff dauert im Allgemeinen ein bis zwei Stunden; häufig wird ein kurzer Klinikaufenthalt von ein bis zwei Tagen zur Beobachtung empfohlen.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Bevor eine Oberarmstraffung stattfindet, sollte man sein Wunschgewicht möglichst erreicht haben. Verliert der Betroffene nach einem solchen Eingriff weiterhin an Gewicht, entsteht wiederholt schlaffe Haut, die gegebenenfalls durch eine weitere Korrektur entfernt werden muss.
Schon etwa einen Monat vor der Oberarmstraffung sollte man als Raucher seinen Nikotinkonsum komplett aufgeben oder zumindest stark einschränken. Nikotin hat einen negativen Einfluss auf die Durchblutung der Blutgefäße; ist diese gestört, kann es nach dem Eingriff zu Wundheilungsstörungen kommen.
Blutgerinnungshemmende Medikamente, wie ASS oder Marcumar, sollten in Absprache mit dem behandelnden Arzt ebenfalls abgesetzt werden, da es sonst während oder nach der Operation zu Blutungen kommen kann, die sich unter Umständen nur schwer stillen lassen. Je nach Ursache für die Einnahme von solchen Arzneimitteln ist es notwendig, ein alternatives Präparat einzunehmen.

Wenige Tage nach der Oberarmstraffung werden die Drainageröhrchen entnommen. Der angelegte Druckverband ist je nach Größenordnung der Operation meistens vier Wochen zu tragen; in einigen Fällen kann dieser Zeitraum auf bis zu zwei Monate ausgedehnt werden.
Um den Heilungsprozess nicht zu stören, schont man seine Oberarme für die ersten zwei bis drei Wochen. Eine leichte Bewegungstherapie kann aber schon vorher erfolgen. Auf starke körperliche Beanspruchungen verzichtet man über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen.
Zwar sind die Narben bei einer Oberarmstraffung relativ versteckt, dennoch sollte man sie über einen Zeitraum von sechs Monaten keiner intensiven Sonneneinstrahlung aussetzen, da es dadurch aufgrund von Pigmentstörungen zu unschönen Verfärbungen kommen kann.

Wer eine Oberarmstraffung durchführen lässt, sollte sich darauf einstellen, für mindestens zwei Wochen nicht arbeitsfähig zu sein.

Komplikationen und Risiken

Häufig treten nach einer Oberarmstraffung Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen auf. Gegen die Schmerzen bieten sich Schmerzmittel an, die aber nur in Absprache mit dem Arzt genommen werden sollten. Durch die Straffung der Haut sind auch Spannungsgefühle oder Ziehen möglich. Genannte Beschwerden verschwinden aber in der Regel in der Zeit nach dem Eingriff.

Da der Arm auch ohne besondere anstrengende Tätigkeiten häufig in Bewegung ist, können speziell am Oberarm Wundheilungsstörungen resultieren. Dadurch können so genannte Kelloide entstehen, bei denen es sich um wuchernde Narben handelt.
Ist der Chirurg unerfahren oder unachtsam und setzt die Schnitte falsch, sind die Narben eventuell auch beim Anliegen der Oberarme sichtbar.

Werden bei der Operation Nerven geschädigt, entstehen unter Umständen Taubheitsgefühle im Arm. Handelt ist sich dabei um eine Druckschädigung, reguliert sich dies in der Regel in den Monaten nach dem Eingriff. Bei einer starken Schädigung kann solch ein Taubheitsgefühl aber auch dauerhaft bestehen bleiben.
Im Oberarm befinden sich zudem zahlreiche Lymphgefäße. Wird ein solches Gefäß zerstört, kann die Lymphflüssigkeit aus dem Arm nicht mehr abtransportiert werden und es entstehen Schwellungen des betroffenen Arms.

Kosten

Für eine Oberarmstraffung muss man 3.000 bis 4.500 Euro einplanen. Der Preis ist davon abhängig, ob und wie viel Fettgewebe abgesaugt wird oder ob eine Hautstraffung alleine stattfindet. Die Kosten für diesen Eingriff muss der Betroffene selbst zahlen.
Im Gegensatz zur Oberschenkelstraffung, bei der es durch die Reibung der Oberschenkel zu wiederkehrenden Infektionen kommen kann, bestehen bei der Oberarmstraffung in den meisten Fällen keine medizinischen Gründe für eine Durchführung. Daher übernimmt die Krankenkasse in der Regel keine Kosten.

Behandelnde Kliniken

Fachklinik budweis
In der staatlichen Klinik Budweis, Abteilung für Plastische Chirurgie, werden unter der Leitung von Dr. Vladimir Marik Patienten zahlreiche Schönheitsoperationen angeboten. In einfacher aber gepflegter Umgebung sind die Patienten in der Klinik untergebracht.
Clinica artis3 Cluj-Napoca
Die Klinik Artis-3 im rumänischen Cluj-Napoca ist eines der modernsten privat-chirurgischen Kliniken des Landes und bietet eine Vielzahl von Operationen auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie.
StartseiteMoserklinikenfirmenschild
Eine von drei Privatkliniken des Klinikverbundes. In der Moser-Klinik Bonn werden diverse Eingriffe der Ästhetischen-Plastischen Chirurgie, mit Finanzierungsmöglichkeit, angeboten. Die Einrichtung, die von Dr. med. Annette Hortling geleitet wird, liegt am westlichen Stadtrand Bonns.
Crystal clinic oberstaufen
Die Crystal-Clinic wird von Dr. med. Rodolfo Duarte geleitet. Die im Kurort Oberstaufen gelegene Klinik bietet fast alle Behandlungen der Ästhetischen-Plastischen Chirurgie an und ist außerdem auf Venenheilkunde spezialisiert.
Telki privatklinik budapest
Die Telki-Privatklinik Budapest bietet umfangreiche Leistungen auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie an mit dem Vorteil, dass hier auch deutsch gesprochen wird.