Schweißdrüsen entfernen

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
Narkoseartörtliche Betäubung
Aufenthaltambulant
Dauerca. 60 - 90 min
Kostenca. 1.000 Euro
Arbeitsfähig nach1 Tag
Sport nach6 Wochen
RisikenBlutergüsse, Schwellungen, Rötungen
Schweißdrüsen entfernen


Mediziner Fachbegriff: Saugkürettage der Schweißdrüsen

Überblick

Bis zu zwei Prozent der Menschen leiden an einer Hyperhidrose, die mit einer übermäßigen Schweißbildung einhergeht. Die Ursachen sind vielfältig: Liegen Hormonstörungen oder andere Krankheiten vor, werden diese primär behandelt und dabei die Schweißbildung reguliert. Eine vermehrte Schweißbildung kann aber auch ohne vorliegende Krankheiten und unabhängig von Hitze auftreten. Die Hyperhidrose ist an kein bestimmtes Alter gebunden.

Liegt eine übermäßige Schweißbildung vor, kann diese an den Achselhöhlen durch eine Schweißdrüsenentfernung auf das normale Maß gelindert werden.

In einer relativ kleinen Operation werden dazu unter örtlicher Betäubung die Schweißdrüsen meistens durch eine Absaugung entfernt. Komplikationen sind hierbei zwar selten, können aber auftreten. In den meisten Fällen kann der Patient bereits am Tag nach der Operation seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen, sollte sich aber trotzdem einige Wochen schonen.

Da die Schweißdrüsen entfernt werden, ist das Ergebnis dauerhaft.

Ausgangssituation

Schwitzen ist ein normaler Vorgang, der dazu beiträgt, dem Körper Kühlung zu verschaffen und Schadstoffe auszuschwemmen. Allerdings gibt es Menschen, die unter übermäßigem Schwitzen leiden; man spricht in solch einem Fall von Hyperhidrose. Betroffen von einer solchen übermäßigen Schweißbildung sind vor allem die Achselhöhlen, Hände, Füße und der Rumpf. Nicht immer sind alle Körperteile betroffen; bei einigen Patienten schwitzen lediglich die Achselhöhlen vermehrt, bei anderen tritt die Hyperhidrose in Kombination auf.

Die Betroffenen werden durch den stark vorhandenen Schweiß häufig stigmatisiert; kann sich der Patient aufgrund äußerer Umstände nicht mehrmals am Tag waschen tritt zusätzlich häufig ein ungenehmer Geruch auf, der durch einen bakteriellen Zersetzungsprozess entsteht. Die Folge können starke psychische Veränderungen und soziale Einschränkungen sein.

Können andere Maßnahmen, wie der Einsatz von schweißhemmenden Salbei-Produkten oder chemische, die Schweißbildung unterdrückende Deodorants, keine Linderung der Beschwerden verschaffen, besteht die Möglichkeit, sich einen Großteil der Schweißdrüsen der Achselhöhlen operativ entfernen zu lassen. Nach einem solchen Eingriff reduziert sich das Schwitzen auf das normale Maß und die Betroffenen können wieder am normalen Alltag teilnehmen.

Methoden

Bei der Schweißdrüsenentfernung handelt es sich eigentlich um eine Schweißdrüsenabsaugung. Bisher kann sie nur im Bereich der Achselhöhlen durchgeführt werden.

In der Achselhöhle werden dazu in der Regel unter örtlicher Betäubung, eventuell mit einem Dämmerschlaf kombiniert, zwei kleine Schnitte an unauffälligen Stellen vorgenommen. Da sich die Schweißdrüsen im unteren Bereich der Lederhaut befinden, wird hier eine spezielle Tumeszenzlösung injiziert, bei der es sich um eine Mischung aus bestimmten Betäubungsmitteln und Kochsalzlösung handelt. Die Tumeszenlösung bewirkt, dass sich die Schweißdrüsen und das Gewebe innerhalb kurzer Zeit aufweichen und wie bei einer Fettabsaugung abgesaugt werden können. Häufig findet im Anschluss an die Schweißdrüsenabsaugung eine Kürretage statt. Hierbei wird der untere Bereich der Lederhaut zusätzlich abgeschabt, um verbliebene Schweißdrüsen zu entfernen.

Die Schweißdrüsenentfernung dauert im Allgemeinen 60 bis 90 Minuten.

Möglich ist außerdem, die Schweißdrüsen herauszuschneiden. Die Hautränder werden dazu angehoben und der Teil der Haut, in dem sich die Schweißdrüsen befinden, mit einer Schere entfernt. Da diese Methode ein höheres Risiko an Komplikationen birgt, wird in den meisten Fällen die Schweißdrüsenabsaugung vorgezogen.

Als vorübergehende Alternative ist eine Behandlung mit Botox möglich, bei der die Schweißdrüsen mit Botulinumtoxin gelähmt werden. Im Gegensatz zur operativen Schweißdrüsenentfernung muss die Botox-Behandlung regelmäßig wiederholt werden.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Vor der Schweißdrüsenentfernung gibt es einige allgemeine Maßnahmen zu beachten. Da Nikotin und Alkohol die Wundheilung beeinträchtigen können, ist es wichtig, den Konsum in den Wochen vor dem geplanten Eingriff möglichst komplett einzuschränken. Natürlich dürfen auch keine weiteren Drogen in den Tagen vorher eingenommen werden, da diese die Narkose beeinflussen können.

Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, zu denen auch ASS zählt, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob es für diese über einen bestimmten Zeitraum alternative Arzneimittel gibt oder ob sie abgesetzt werden können, da es sonst während oder nach dem Eingriff zu Blutungen kommen kann.

Am Tag vor der Schweißdrüsenentfernung werden die Achselhaare rasiert. Da bei der Entfernung in der Regel nur eine lokale Betäubung eingesetzt wird, ist es möglich, am Tag des Eingriffs zu essen.

Nach dem Vernähen der kleinen Schnittstellen wird ein Druckverband angelegt, der die Wundheilung unterstützen soll. In der Regel kann man bereits am nächsten Tag wieder berufstätig sein, wenn es sich hierbei nicht um körperlich anstrengende Tätigkeiten handelt.

Die ersten zwei Wochen sollte man seine Arme und Schultern schonen; Sport ist erst nach sechs Wochen zu empfehlen.

Betroffene, die sich die Schweißdrüsen entfernen lassen, müssen sich darauf einstellen, dass nicht alle Schweißdrüsen entfernt werden beziehungsweise sich einige Zellen regenerieren. Das Ziel ist immer eine starke Verminderung der Schweißbildung, nicht die absolute Einstellung. Ist das Ergebnis trotzdem nicht zufrieden stellend, kann der Eingriff nach einer gewissen Zeit erneut durchgeführt werden.

Komplikationen und Risiken

Neben allgemeinen Risiken, wie Unverträglichkeitsreaktionen auf das Narkosemittel oder Wundheilungsstörungen, bilden sich nach einer Schweißdrüsenentfernung häufig Schwellungen, Blutergüsse und Rötungen. Außerdem kann der Nerv, der vom Brustkorb durch die Achselhöhle in den Arm verläuft, irritiert sein, was sich in Taubheitsgefühlen äußern kann. Dies kann durch die verschiedenen Handgriffe während der Operation geschehen, aber auch, wenn das in der Tumeszenlösung enthaltene Betäubungsmittel sich ausbreitet. Ein solches Taubheitsgefühl reguliert sich aber in den meisten Fällen in den Wochen nach dem Eingriff.

Da die Unterseite der Lederhaut während des Eingriffs abgeschabt wird, können in einzelnen Fällen Schädigungen an der Haut entstehen. Meistens handelt es sich hierbei um die Bildung von Krusten, die von selbst abfallen; Wundheilungsstörungen sind aber auch in diesem Bereich möglich.

Kosten

Die Kosten für eine Schweißdrüsenentfernung liegen zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Da es sich bei diesem Eingriff um ein rein kosmetisches Problem handelt, müssen die Kosten in den meisten Fällen vom Betroffenen getragen werden. Treten starke psychische Probleme oder eventuell durch die starke Feuchtigkeit in den Achselhöhlen wiederholte Pilzinfektionen auf, kann eine medizinische Indikation vorliegen, so dass in Einzelfällen die Krankenkasse die Kostenübernahme überprüft.

Behandelnde Kliniken

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Die Klinik liegt direkt an der bekannten Königsallee in Düsseldorf.Termine für Beratungsgespräche oder zur Behandlung werden über eine kostenfreie Rufnummer vereinbart.
Erich lexer klinik freiburg
Die Erich-Lexer-Klinik ist eine Privatklinik in Freiburg, die auf Ästhetische und Plastische Chirurgie spezialisiert ist und mit der Universitätsklinikum kooperiert. Modernste Ausstattung auf internationalem Niveau und erfahrene Fachärzte behandeln in den Bereichen Ästhetisch-Plastische Chirurgie, Intimchirurgie, Faltenbehandlung, Dermatologie und Zahnmedizin
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