Tränensäcke entfernen

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Mindestaltermin. 18 Jahre
NarkoseartLokalanästhesie oder Vollnarkose
Aufenthalt2-6 Tage stationär
Dauerca. 20 min - 2 h
Kostenca. 1.800 Euro
Arbeitsfähig nach8 Tagen
Sport nach3-4 Wochen
RisikenBlutungen, Narbenbildung
Tränensäcke entfernen


Mediziner Fachbegriff: Blepharoplastik

Überblick

Bei der Entfernung der Tränensäcke, die zur Blepharoplastik gehört, wird eine Korrektur der angeschwollenen Unterlider vorgenommen. Wo keine kosmetischen Produkte und Naturheil-mittel mehr ausreichen, um ein Abschwellen an den Augen zu erreichen, gibt es für die Tränensackentfernung zwei verschiedene Methoden. Je nach Schwere und Beschaffenheit wird in den meisten Fällen eine Behandlung mit oder ohne Laserbehandlung in Form einer Operation durchgeführt. Welche Methode auch immer aus der Voruntersuchung resultiert, in beiden Fällen werden Eingriffe an den Tränensäcken nur von Fachärzten durchgeführt. Im Vorfeld sollte der Patient möglichst abstinent von Alkohol und Zigaretten leben und ggf. Medikamente absetzen, um die Ausgangsbasis zu verbessern. Bei der Laserbehandlung reicht eine lokale Betäubung, stärker ausgeprägte Tränensäcke müssen operativ und deshalb mit einer Vollnarkose behandelt werden. Der Eingriff dauert zwischen 20 Minuten und einer Stunde, ein stationärer Aufenthalt von zwei bis sechs Tagen ist dabei in der Regel.

Ausgangssituation

Tränensäcke sind für die meisten Menschen, die darunter leiden, unschöner anzusehen als altersbedingte Falten, da sie optisch noch älter machen. Außerdem sind sie für viele Betroffe-nen ein lästiger Makel, der von Außenstehenden oft als Merkmal eines exzessiven Lebensstils angesehen wird. Tatsächlich aber entstehen Tränensäcke aufgrund erschlaffter Strukturen des Bindegewebes am Unterlid. Dies vollzieht sich bei manchen Menschen stärker als bei anderen und ist auch genetischen Ursprungs, da Veranlagung. Das bedeutet aber nicht, dass starker Alkohol- und Zigarettenkonsum, Stress oder Drogen nicht auch Ursachen sein können. Bei leichten Vorwölbungen des Unterlids handelt es sich noch nicht um Tränensäcke, erst wenn sich das Gewebe stark nach vorne und unterhalb der Augen über den Unterrand der Augen-höhle drängt, ist vom Tränensack die Rede. Während einer Operation wird dieses Fettgewebepolster dann entfernt bzw. korrigiert. Nicht immer sind die Tränensäcke tatsächlich altersbedingt, denn sowohl in den Erbanlagen als auch durch gestörten Lymphfluss, aufgrund von Krankheiten oder bei Stress und Übermüdung entwickeln sich die unschönen Schwellungen schneller und können dann bereits in jungen Jahren auftreten. Tränensäcke können tränende und schnell austrocknende Augen verursachen. Mithilfe einer Operation können die störenden Tränensäcke korrigiert und gestrafft werden, sodass der Patient neues Wohlbefinden erlangt.

Methoden

Es gibt zwei Möglichkeiten für eine Behandlung. Diese hängen primär von der Ausgangslage ab. Eine Möglichkeit der Blepharoplastik ist die Laser-Behandlung, auch Skin Resurfacing genannt. Sie wird angewendet, wenn es sich bei den Tränensäcken um Fettgewebe in den Au-genhöhlen handelt. Sie ist eine schonende Alternative zur Operation. Die Laserbehandlung, für die eine lokale Betäubung ausreicht, wird ambulant vorgenommen. Mit dem Laser werden Lymphe und die störenden Fetteinlagerungen der Tränensäcke entfernt. Die Lichtstrahlen lassen die überschüssige Haut in der Innenseite des Unterlids verdampfen. Hier entstehen kei-ne Narben, da die Wunde nicht verschlossen werden muss. Mit dieser Methode können die Tränensäcke dauerhaft gestrafft werden. Es kann aber auch vorkommen, dass die Laserbehandlung zusätzlich mit einem Skalpell unterstützt werden muss. Das kommt vor, wenn die Tränensäcke auf großem Hautüberschuss basieren. Dieser wird dann mittels des Skalpells abgetragen. Unter den Wimpern und am äußeren Augenwinkel wird ein kleiner Schnitt gesetzt, dann wird überschüssige Haut und Gewebe entfernt. Hier muss die Wunde im An-schluss verschlossen werden, es bleibt aber eine ganz zarte Narbe zurück, die kaum seh- oder spürbar sein wird. Auf Wunsch wird für diesen Eingriff auch eine Vollnarkose eingesetzt. Die Behandlung erfolgt ambulant, eine Nacht Klinikaufenthalt wird empfohlen. Anders ist es bei der zweiten Möglichkeit, einer Operation. Hier wird eine Vollnarkose oder zumindest ein Dämmerschlaf notwendig, da der Patient sich nicht bewegen darf und deshalb komplett ruhig liegen muss. Zuerst wird der Schnittverlauf aufgezeichnet, der direkt unter der Wimpernlinie verläuft. Dann wird ein Teil des Fettgewebes des Tränensacks entfernt oder seltener verlagert. Der Facharzt arbeitet hier mit einem Mikroskop, um alles genau erkennen zu können. Zudem bearbeitet er gleichzeitig beide Augen, damit es nicht zu Unterschieden kommt. Nachdem das Fettgewebe abgetrennt wurde, wird auch ein Stück des Orbitalmuskels, also die Lider in der Lidspalte, zum Teil mitentfernt, damit das Resultat langfristigen Erfolg gewährleistet. Im An-chluss an die Operation bleibt der Patient zwischen 2 und 6 Tagen in stationärer Behandlung.

Vorbereitung, Ablauf & Nachsorge

Im Vorfeld sollte geklärt werden, ob nicht auch natürliche Heil- oder Kosmetikmittel ausreichen, um eine Abschwellung der Tränensäcke zu bewirken. Erst wenn diese Mittel ausge-schöpft sind und der Patient sich noch immer sehr unwohl und unschön fühlt, sollte ein Eingriff stattfinden. Davor sollte der Facharzt ein Beratungsgespräch mit dem Patienten führen, das über alle Methoden, die Abläufe und Risiken vollständig aufklärt, sodass keine Fragen im Raum stehen bleiben. Bevor der Eingriff vorgenommen wird, sollte besonders im Falle der Vollnarkose etwa drei bis vier Wochen auf Alkohol und Zigaretten verzichtet werden. Zwei Wochen vorher dürfen keine blutgerinnenden Medikamente mehr genommen werden. Dazu sollten mit dem Arzt auch alle Krankheiten, Allergien und Neigungen, die der Patient hat, besprochen werden, um möglichen Risiken vorzubeugen. Ob lokale oder Vollnarkose – 12 Stunden vor der Operation sollte der Patient nichts mehr essen. Denn es kann immer vorkommen, dass der Arzt sich während der Operation noch für eine Vollnarkose entscheidet. Die Laserbehandlung wird ambulant vorgenommen. Es wird eine lokale Betäubung, meist mit Dämmerschlaf, verabreicht, bevor der Arzt mit dem Laser die oberste Hautschicht entfernt, sodass neue, glatte Haut nachwachsen kann. Nur ein geringer Laseranteil dringt durch die Haut, tiefere Teile werden nicht erreicht. Nach ca. 20 bis 60 Minuten ist der Eingriff vorbei und ein Krankenhausaufenthalt ist nicht notwendig. Nach etwa 8 Tagen kann der Patient wie-der arbeiten. Rötungen und Schwellungen sind im Anschluss normal, empfohlen werden Kühlpads. Sich bildender Schorf sollte nie angefasst werden. Spezielle Cremes helfen nach der Laserbehandlung, die junge Haut zu pflegen. Bei der Operation unter Vollnarkose wird der Patient für 2 bis 6 Tage stationär aufgenommen. Nachdem die Betäubung wirkt, wird die Schnittlinie aufgezeichnet und mithilfe eines Mikroskops am Unterlid ein kleiner Schnitt gemacht, und die überschüssige Haut und Fettpolster zu entfernt. Dies dauert insgesamt oft unter einer, manchmal aber auch bis ca. zwei Stunden. Die Wunde wird mit einer feinen Naht verschlossen und mit einem Klammerpflaster verklebt. Nach einer Woche werden die Nähte entfernt. Im Anschluss werden zur Vermeidung von Entzündungen Medikamente verabreicht. Ein lang lang müssen die Augen auch mit einer Salbe behandelt werden. Narben werden nicht sichtbar sein. Der Patient sollte etwa zwei Monate eine Sonnenbrille tragen und eine bis zwei Wochen auf Augen-Make-up und ca. 4 Wochen auf Sport und Sauna verzichten.

Komplikationen und Risiken

Medizinische Wissenschaftler warnen davor, die Risiken und Komplikationen außer Acht zu lassen, denn obwohl die meisten Fachärzte den Eingriff als klein und einfach betrachten, bedeutet das nicht, dass es keine Nebenwirkungen einschließt. Zu den häufigsten, obwohl selten auftretenden Komplikationen im Rahnem der Blepharoplastik zählen Blutungen, Infektionen, Narbenbildung durch Verbrennungen mit dem Laser und Asymmetrien. Ferner kommt es zu Unter- und Übereffekten, d. h. dass entweder zu wenig oder auch zu viel Haut entfernt wird. Beim Untereffekt sollte bei störendender Ausprägung schnellstmöglich nachkorrigiert werden, da es sonst schnell zu einer geweblichen Vereinigung bzw. zu einem Triefauge führt und eine Nachbesserung dann schwierig werden kann. Die übermäßig strake Entfernung von Haut am Tränensack, also der Übereffekt, kann zur Unterlidrektration, also zum Schrumpfen von Gewebe führen. Hier sollte ein halbes Jahr, mit Unterstützung von Salbenmassagen, abgewar-tet werden, bevor weitere operative Schritte gemacht werden. Rundungen des äußeren Lidwinkels, Mobilitätsstörungen und Erblindung sind die seltensten Folgeschäden einer Tränensackentfernung. Notwendige Nachbesserungen müssen stets von fachlichen Ärzten und Spezialisten durchgeführt werden, da nur sie über das Knowhow der wichtigen und zum Teil komplizierten Eingriffe verfügen.

Kosten

Die Preisspanne der Laserbehandlung liegt in Deutschland zwischen 2.000 EUR und 2.500 EUR. Ein Beratungsgespräch ist bei den meisten Kliniken inklusive. Im Ausland beginnt die Behandlung bei 900 EUR pro Unterlid bis ca. 2.000 EUR für beide, inklusive Klinikaufent-halt, Narkose, Dolmetscher und Medikamente. Die Kosten für die Operation in Deutschland beträgt liegen zwischen 1.800 EUR und 3.000 EUR, inklusive aller weiteren Leistungen.

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