10 Fragen zur Eigenfettunterspritzung im Gesicht

10 Fragen zur Eigenfettunterspritzung im Gesicht
Von Schoenheitsklinik.de
9.08.2018

Viele Menschen träumen davon, ihre Falten im Gesicht auf einfache Weise loszuwerden. Die Scheu vor künstlichen und möglicherweise giftigen Substanzen ist jedoch hoch. Eine Behandlung mit Eigenfett ist hier die Lösung. Bei der Behandlung mit Eigenfett sind Ängste vor körperfremden Substanzen und deren Auswirkungen auf den Organismus hinfällig. Der Traum, Gesichtsfältchen mit natürlichen Mitteln verschwinden zu lassen, wird mithilfe der Eigenfettunterspritzung Wirklichkeit.

1. Was ist eine Eigenfettunterspritzung und wie läuft die Behandlung ab?

Eine Eigenfettunterspritzung ist, wie es die Bezeichnung vermuten lässt, eine Unterspritzung der Haut mit eigenem Körperfett, also eine Behandlung mit einem natürlichen, körpereigenen Material. Mit dieser Methode können Gesichtsfalten oder Unregelmäßigkeiten im Gesicht geglättet oder Gesichtsbereiche mit körpereigenem Material aufgefüllt werden.

Der Eingriff der Eigenfettunterspritzung wird ambulant durchgeführt. Unter örtlicher Betäubung wird zunächst an Körperstellen wie den Oberschenkeln, dem Po, der Hüfte oder dem Bauch Körperfett entnommen. Das abgesaugte Körperfett wird dann mit Spezialinstrumenten gereinigt und aufbereitet. Unter Lokalanästhesie oder auf Wunsch auch in Dämmerschlaf wird das aufbereitete Körperfett nun mit speziellen und sehr feinen Kanülen schonend in die gewünschten Regionen im Gesicht eingebracht.

2. Wie wird das entnommene Fett aufbereitet?

Abgesaugtes Körperfett wird durch ein spezielles Verfahren aufbereitet. Es werden keine künstlichen Substanzen hinzugefügt. Das Eigenfett wird zentrifugiert und Bestandteile wie Blut und andere Flüssigkeiten werden dabei herausgefiltert. Das Eigengewebe ist anschließend steril und absolut unbedenklich für den Organismus. Überschüssiges aufbereitetes Körperfett kann eingefroren und für spätere Behandlungen aufbewahrt werden.

3. Was passiert, wenn der Körper das eigene Fett nicht annimmt?

Da es sich bei dem injizierten Fett um körpereigenes Gewebe handelt, wird es besonders gut vom eigenen Körper vertragen. Fremdkörperreaktionen oder Allergien müssen demnach nicht befürchtet werden. Des Weiteren besteht das Fett durch die Aufbereitung aus winzig kleinen Partikeln, welche der Körper besonders gut annehmen kann. Nicht alle Fettzellen finden einen neuen Anschluss an die Blutversorgung, aber etwa die gute Hälfte, oft auch bis zu 70 - 80 Prozent der injizierten Fettzellen wachsen an. Die überschüssigen Fettzellen werden vom Organismus wieder abgebaut und ausgeschieden.

In seltenen Fällen kann es im Rahmen einer Eigenfettbehandlung u.a. zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Blutungen
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Nervenschädigungen
  • Pigmentstörungen
  • Narben

Das Eigenfett als solches ist allerdings nicht die Ursache dieser Risiken.

4. Wie groß ist die Fettmenge, die unterspritzt werden kann?

Grundsätzlich ist es besser, nur sehr kleine Mengen in die Haut einzubringen, da dann ein größerer Teil der Zellen anwachsen kann. Zu große Mengen werden eher schneller vom Körper wieder abgebaut. Es sollte daher immer nur so viel Fett unter die Haut eingebracht werden, wie benötigt wird, um die Substanzverluste auszugleichen.

Nennenswert ist die Menge des Eigenfetts, welches zur Einbringung unter die Haut benötigt wird, also nicht. Wenn es zuvor von verschiedenen Körperbereichen abgesaugt wurde, wird man den Verlust dort kaum wahrnehmen können.

5. Wieviel kostet das Lipofilling für das Gesicht und übernimmt die Krankenkasse einen Teil?

Wenn es sich beim Lipofilling um eine Schönheitsoperation handelt, die keine medizinische Indikation hat, werden die Kosten meist nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten müssen also in der Regel vom Patient selbst getragen werden. Diese können, je nach Umfang des Eingriffs, stark variieren. Meist kostet eine Eigenfettbehandlung im Gesicht mehrere Hundert Euro bis über 1.000 Euro. Im Zuge eines ausführlichen Beratungsgesprächs werden die Wünsche des Patienten erörtert und die Kosten für diesen Eingriff ganz individuell besprochen.

6. Welche Gesichtspartien können mit Eigenfett unterspritzt werden?

Im Gesicht wird das Eigenfett dort eingesetzt, wo es an Substanz fehlt und wo Volumen aufgebaut werden soll. Beliebte Stellen im Gesicht sind

  1. die Schläfen
  2. die Oberlider
  3. die Augenbrauen
  4. die Wangen
  5. die Stirn
  6. die Lippen
  7. die Nasolabialfalte
  8. das Kinn.

7. Hilft Eigenfett auch bei tiefen Falten

Ja, auch tiefe Falten können mit Eigenfett aufgefüllt werden. Da aber immer nur ein Teil der eingebrachten Fettzellen anwächst, sind für zufriedenstellende Ergebnisse bei tieferen Falten meist mehrere Sitzungen nötig.

8. Dient der Eigenfett-Transfer auch zur Fettreduktion

Die Mengen, die für eine Eigenfettunterspritzung im Gesicht gebraucht werden, sind nur sehr klein. Zu einer bemerkenswerten Fettreduktion wird es durch die Verwendung von Eigenfett also nicht kommen. Es ist aber möglich, für eine Behandlung mit Eigenfett auch Körperfett von einer vorigen kosmetischen Fettabsaugung zu verwenden.

9. Können durch die Fettinjektion Narben entstehen?

Das Entstehen kleinerer Narben ist bei der Eigenfettunterspritzung durch beispielsweise Infektionen möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Wichtig ist hier eine gute Vor- und Nachsorge. Insbesondere eine gute Durchblutung wirkt sich positiv auf die Wundheilung aus, daher empfiehlt es sich, für eine gute Durchblutung zu sorgen (z.B. mit dem Rauchen aufzuhören). Des Weiteren sollte für den Zeitraum von etwa 4 Wochen nach dem Eingriff auf Sport, Sonnenbäder und den Besuch eines Solariums und die Sauna verzichtet werden.

10. Für wen ist eine Eigenfettbehandlung (nicht) geeignet?

Für die Durchführung einer Eigenfettbehandlung ist grundsätzlich jeder geeignet, der Gesichtsfalten loswerden und Volumen aufbauen möchte. Ein insgesamt guter Gesundheitszustand sollte aber die Voraussetzung für diesen Eingriff sein.

Die Möglichkeiten der Eigenfettunterspritzung im Gesicht haben aber auch ihre Grenzen. Nicht geeignet für das Lipofilling sind:

  • Patienten, die Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen müssen. Hier sollte über die Möglichkeit nachgedacht werden, diese vor einem operativen Eingriff abzusetzen.
  • Patienten, die rauchen. Rauchern wird daher empfohlen, zumindest einige Wochen vor einem operativen Eingriff mit dem Rauchen aufzuhören, da es andernfalls zu Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen kommen kann. Wer das nicht kann oder möchte, ist für eine Eigenfettbehandlung eher nicht geeignet.
  • Patienten, die extrem dünn sind und bei denen kein Körperfett für eine Eigenfettbehandlung abgesaugt werden kann.
  • Patienten in hohem Alter, bei denen der Alterungsprozess schon so weit fortgeschritten ist, dass eher andere Methoden wie beispielsweise ein Facelifting erfolgversprechender sind als die Behandlung mit Eigenfett.

Da es sich bei der Eigenfettunterspritzung um natürliches und körpereigenes Gewebe handelt, wird sie im Allgemeinen sehr gut vertragen. Ohne künstliche Bestandteile erlangen die Gesichtszüge wieder mehr Jugendlichkeit und Frische zurück. Die Behandlung der Eigenfettunterspritzung kann langanhaltende und dauerhafte Resultate erzielen, da körpereigene Fettzellen wieder neu anwachsen können.

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