5 wichtige Fakten zur Vorbeugung von Altersflecken

5 wichtige Fakten zur Vorbeugung von Altersflecken
Von Schoenheitsklinik.de
13.09.2018

Den Altersflecken vorbeugen möchten viele spätestens dann, wenn sich die ersten dunklen Verfärbungen auf der Haut zeigen. In einem gewissen Umfang ist das durchaus möglich. Das ist aber längst nicht das einzige Wissenswerte rund um die Pigmentstörung.

Was sind Altersflecken?

Altersflecken sind Pigmente, die sich in der Haut ablagern. Das Pigment wird in der medizinischen Fachsprache auch als Lipofuszin bezeichnet. Und dieses findet sich durchaus nicht nur sichtbar in der Haut, sondern auch in den inneren Organen sowie dem Muskel- und Nervengewebe.

Sammelt sich das Alterspigment mit der Zeit vermehrt in den RPE-Zellen der Augen an, können diese in ihrer Funktion eingeschränkt werden und umliegende Zellen sterben ab. Lichtempfindlichkeit und Sehkraft lassen dadurch nach.

Wie entstehen Altersflecken?

Altersflecken entstehen als Nebenprodukt von oxidativem Zellstress. Das klingt kompliziert, ist im Prinzip jedoch sehr einfach. Während des Stoffwechsels aber auch durch Einflüsse, wie Sonnenstrahlung, Rauchen und Alkohol entstehen freie Radikale. Bei diesen handelt es sich um Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Um sich selbst zu vervollständigen, entreißen die freien Radikale anderen Molekülen ein Elektron und starten damit eine Kettenreaktion. Innerhalb dieser Reaktion fällt das Lipofuszin als Abfallprodukt an und kann sich in der Haut sammeln.

Dieser Prozess findet nicht erst im Alter statt. Bei jüngeren Menschen sorgen allerdings bestimmte Organellen, die Lysosomen, dafür, dass das Pigment wieder abgebaut wird. Mit zunehmendem Alter lässt der Abbau jedoch nach, wodurch immer mehr Altersflecken entstehen.

Zusätzlich zu den Altersflecken können sich auch noch andere Vorgänge für eine punktuelle Verfärbung auf der Haut verantwortlich zeigen. So unter anderem:

  • ererbte Pigmentstörungen beziehungsweise erbliche Veranlagung
  • erworbene Pigmentstörung, beispielsweise durch eine Schwächung des Immunsystems oder hormonelle Einflüsse
  • Medikamente
  • mechanische Einflüsse, wie beständiger Druck, Reibung oder eine Verletzung der Haut
  • Kälte- oder Wärmereize
  • chemische Einflüsse, wie Kosmetika oder Reinigungsmittel

Wie gefährlich sind die Pigmentflecken?

Altersflecken sind an sich vollkommen harmlos. Davon abzugrenzen sind Leberflecke, die entarten und zu Hautkrebs werden können. Allerdings können Altersflecken auf zwei Dinge hinweisen:

  1. dass ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs besteht, wenn sie in sehr großer Anzahl auftreten.
  2. Zum anderen können sich bedenklich veränderte Leberflecke zwischen den Altersflecken "verstecken".

Daher sollte eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge erfolgen. Diese besteht einerseits aus der Selbstkontrolle der Haut und andererseits aus einem Screening beim Hautarzt. In beiden Fällen wird die ABCDE-Regel angewendet.

  • A: Asymmetrie - Bedenkliche Pigmentflecke sind oft asymmetrisch, also weder rund noch oval.
  • B: Begrenzung - Gutartige Altersflecke haben eine klare, scharfe Begrenzung. Entartete Flecke wirken hingegen verwaschen oder haben ausgefranste Ränder.
  • C: Colour - Enthält ein Fleck unterschiedliche Farben, sollte er dringend von einem Hautarzt untersucht werden.
  • D: Durchmesser - Bei einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern oder einem erhabenen Pigmentfleck könnte es sich um entartete Zellen handeln.
  • E: Evolution - Verändert sich ein Fleck sehr schnell, juckt plötzlich, blutet, nimmt in der Größe zu oder entwickelt eine andere Form, ist das ebenfalls ein Hinweis auf eine Entartung.

So harmlos die Altersflecke auch sind, sollten sie daher gut im Auge behalten werden. Denn je eher Veränderungen erkannt und abgeklärt werden, umso einfacher und erfolgreicher gestaltet sich die Behandlung im Falle von Hautkrebs.

Durch welche Maßnahmen lassen sich Altersflecken vorbeugen?

Um Altersflecken gezielt vorzubeugen beziehungsweise ihre Entwicklung zu reduzieren, sollten die Risikofaktoren beachtet und vermieden werden. Dabei handelt es sich um Einflüsse, die zur vermehrten Bildung von freien Radikalen führen.

Wie erwähnt gehören dazu:

  • Sonneneinstrahlung: Ausgedehnte Sonnenbäder oder Besuche im Solarium können die Bildung von Altersflecken vorantreiben. Die Haut sollte daher mit Sonnenschutzmitteln vor den schädlichen Einflüssen bewahrt werden.
  • Rauchen und Alkohol: Alkohol und Nikotin sowie andere Genussmittel beziehungsweise Drogen stressen den Körper. Sie können den Stoffwechsel und den Abbau von Abfallstoffen negativ beeinträchtigen.
  • Medikamente: Hormonelle Verhütungsmittel aber auch andere Medikamente können dafür sorgen, dass Altersflecken bereits frühzeitig auftreten. Selbstverständliche kann die Einnahme von Medikamenten nicht in jedem Fall vermieden werden. Sofern möglich sollten sie aber auf die notwendige Menge begrenzt werden.
  • Stress: Zeitdruck, ungelöste Probleme und Schlafmangel sind nicht nur schlecht für die Nerven, sondern für den gesamten Organismus. Gibt es keinen Ausgleich, kann sich der Körper nicht entsprechend entspannen und einige Funktionen können eingeschränkt werden.

Eine insgesamt gesunde Lebensweise sowie eine Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, soll sich positiv auf die Bildung der Altersflecken auswirken können. Zu den Antioxidantien gehören beispielsweise:

  • die Vitamine A, C und E
  • Selen
  • Zink

Zu beachten ist hierbei, dass die Substanzen meist nicht einzeln, sondern in Kombination mit anderen Antioxidantien dem Zellstress entgegenwirken. Es ist also besser eine ausgewogene Ernährung anzustreben als Nahrungsergänzungsmittel mit isolierten Vitalstoffen zu nutzen.

Und wenn sie doch entstehen? Was kann gegen Altersflecke unternommen werden?

Wenn die Altersflecke als sehr störend empfunden werden, kann eine Entfernung sinnvoll sein. Zur Verfügung stehen hierzu Laser, Schälkuren und Kältespray. Welche Behandlung angeraten wird, ist unter anderem von der Ausprägung der Pigmentierung abhängig und sollte mit einem Fachspezialisten abgeklärt werden.

Quellen: Choi, Wonseon et al. "Molecular and Histological Characterization of Age Spots." Experimental dermatology26.3 (2017): 242-248. PMC. Web. 9 Sept. 2018.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/p...

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Krebsgesellschaft, Hautkrebs Früherkennunghttps://www.krebsgesellschaft.... 

Verbraucherzentrale, Antioxidantien: Helfer gegen freie Radikalehttps://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/antioxidantien-helfer-gegen-freie-radikale-10575

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