7 Wahrheiten über Mallorca-Akne

7 Wahrheiten über Mallorca-Akne
Von Schoenheitsklinik.de
9.08.2018

Mallorca-Akne (Acne aestivalis) - auch Sommerakne genannt - ist eine genetisch vorbedingte, ekzemartige Hauterkrankung unter Beteiligung der Talgdrüsen bei vermehrter Sonneneinstrahlung. Beschrieben wurde das Krankheitsbild erstmals 1972 durch den dänischen Dermatologen Nils Hjorth, der die Erkrankung nach den zahlreichen betroffenen Mallorca-Heimkehrern in seiner Arztpraxis benannte. Hier die wichtigsten Fakten und Informationen.

1) Ist Mallorca-Akne dasselbe wie Sonnenallergie?

Die Ursachen der Mallorca-Akne liegen vor allem in der Verwendung fetthaltiger Sonnenschutzmittel in Kombination mit einer erhöhten Talgproduktion der Haut und UV-Strahlung. Abgegrenzt hiervon beschreibt der umgangssprachlich gebrauchte Begriff der Sonnenallergie üblicherweise eine Reihe symptomatisch ähnlicher Erkrankungsformen, die durch eine Reaktion auf das Sonnenlicht ausgelöst werden. Ihnen ist gemeinsam, dass der natürliche Schutzmechanismus des Körpers vor UV-Strahlen versagt und es dadurch zum Brennen und Anschwellen der Haut kommt, während juckende Pusteln und Papeln entstehen. Es handelt sich allermeist jedoch nicht um eine Allergie im medizinischen Sinne, sondern um eine Art Ekzem, verursacht durch eine Überempfindlichkeit der Haut. Nicht die Verwendung von Sonnenschutzmitteln, wie bei der Mallorca-Akne, vielmehr der Verzicht auf ausreichenden Sonnenschutz ist in vielen Fällen der Auslöser. Die weitaus häufigste Form von Sonnenallergie stellt die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose (PLD) dar, von der schätzungsweise 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung betroffen sind und die bislang nicht heilbar ist.

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2) Wie unterscheidet sie sich von normaler Akne?

Auch wenn Mallorca-Akne als Akne-Sonderform betrachtet wird, unterscheidet sie sich doch bei näherem Hinsehen von den bekannten üblichen Akneformen, wie sie vor allem häufig in der Pubertät auftreten (Acne vulgaris, Acne simplex). Statt zu verstopften Poren und entzündeten, eitrigen Pickeln kommt es bei der Mallorca-Akne zu juckenden Pusteln und Bläschen - eher irreführend umgangssprachlich Sonnenpickel genannt. Normale Akne juckt in der Regel nicht und kommt von innen; es handelt sich um eine krankhafte Entwicklung der Talgdrüsenproduktion, meist hervorgerufen durch Veränderungen des Hormonspiegels und des Stoffwechsels. Dagegen geht die Mallorca-Akne auf äußere Auslöser zurück.

3) Wie entsteht Mallorca-Akne?

Durch Sonneneinstrahlung bilden sich freie Radikale im Hautgewebe. Diese aggressiven sauerstoffhaltigen Moleküle können nicht nur die Körperzellen schädigen, sondern auch mit den kosmetischen Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln und dem Fett aus den Talgdrüsen reagieren. Die dabei entstehenden Reizstoffe aktivieren das Immunsystem und sorgen so für eine Entzündungsreaktion. Gelegentlich zeigt sich der Ausschlag auch erst mit zwei bis drei Tagen Verspätung. Selbst in geschlossenen Räumen und bei der Fahrt im Auto besteht die Gefahr einer Mallorca-Akne, da Fensterglas UV-Strahlen nur zu einem Teil ausfiltert. Je größer die eingetretenen Zellschäden sind, umso schwerer fällt der Haut die vollständige Regeneration.

4) Wer ist ein Kandidat für Mallorca-Akne?

Die Neigung zu herkömmlicher Akne, eher fettige Haut und starkes Schwitzen zählen zu den Faktoren, die Mallorca-Akne begünstigen können. Hauptrisikogruppe für Mallorca-Akne sind vorwiegend Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

5) Was hilft wirklich gegen Mallorca-Akne?

Sollten trotz vorbeugender Maßnahmen Hautveränderungen eintreten, lautet die erste Regel, direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden und Schatten aufzusuchen. Ist dies nicht umgehend möglich, sollte die Haut wenigstens mit Kleidung oder auf andere Weise geeignet abgedeckt werden. Auch wenn es nicht leicht fällt, darf an den Pusteln weder gedrückt noch an der umgebenden Haut herumgekratzt werden, da dies zu weiteren und oft schlimmeren Entzündungen führen kann, was den Heilungsprozess verlängert.

Gegen den quälenden Juckreiz helfen unter anderem:

  • rezeptfreie Kühlgele mit antientzündlichen und antiallergischen Wirkstoffen
  • Aloe-Vera-Gel mit möglichst wenig fettigen Inhaltsstoffen zur Hautberuhigung
  • Kamillenextrakt aus der Apotheke oder dem Reformhaus, der direkt auf die Pusteln getropft wird und die Entzündungen bekämpft
  • rezeptfreie Extrakte aus Heilpflanzen wie Hamamelis (Zaubernuss) und Eichenrinde, die ebenfalls direkt auf die Pusteln aufgetragen werden
  • Umschläge mit handelsüblichem Quark, der in ein Tuch eingeschlagen und für etwa 20 Minuten aufgelegt, aber keinesfalls direkt auf die Haut gegeben wird
  • kühlende Kompressen und Umschläge

6) Wie lange braucht der Heilungsprozess?

In vielen Fällen verschwindet die Mallorca-Akne nach einigen Tagen strikter Vermeidung von UV-Strahlung ohne weitergehende Behandlung wieder von selbst. Es bleiben keine Narben zurück. Verschlimmern sich Juckreiz und Hautreaktion jedoch, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Je nach Schwere der Erkrankung werden dann häufig Antihistaminika als Salbe oder in Tablettenform sowie Präparate verschrieben, die Cortison enthalten. Eine äußerliche Behandlung mit Vitamin-A-Säure (Tretinoin) kann gleichfalls Besserung bewirken.

7) Mallorca-Akne vorbeugen

  • Wer empfindliche Haut hat, allgemein zu Akne neigt oder bereits unter Mallorca-Akne leidet, findet heutzutage neuartige Sonnenschutzmittel auf Gel-Basis, die Fette und Emulgatoren vermeiden, wodurch die Zahl der Erkrankungen deutlich zurückgegangen ist.
  • Auch After-Sun- und andere benutzte Kosmetikprodukte sollten einen möglichst geringen Fettanteil haben.
  • Sinnvoll ist außerdem eine Lichttherapie oder Lichtkonditionierung beim Hautarzt - hier wird die Haut über mehrere Termine an immer höhere Dosen von UV-Licht gewöhnt.
  • Betroffene können sich zudem auf natürliche Art im Freien schrittweise längerer Sonnenbestrahlung aussetzen. Vorsicht ist allerdings geboten bei erhöhter Lichtempfindlichkeit aufgrund Medikamenteneinnahme.
  • Wenn die Haut sich wegen starker UV-Strahlung nicht mehr selbst schützen und reparieren kann, benötigt sie Zusatzstoffe. Empfohlen und auch von der Gesellschaft für Dermopharmazie gelistet sind die Vitamine C und E, Beta Carotin und Calcium, denn diese Antioxidanzien schützen die Zellen vor den aggressiven freien Radikalen.

Nahrungsergänzungsmittel unterstützen von innen, aber sie ersetzen nicht den äußerlichen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Wichtig, besonders bei Anfälligkeit für Mallorca-Akne, ist der vernünftige Umgang mit dem Sonnenlicht sowie die regelmäßige Untersuchung auf mögliche Sonnenschäden - wenigstens einmal pro Jahr - durch einen ausgewiesenen und erfahrenen Hautarzt.

Quellen: https://www.apotheken-umschau.de/sonnenallergie; http://www.dr-hubbes.de/Themenseiten/Mallorca-Akne...; http://www.artikelmagazin.de/gesundheit/mallorca-a... u.a.

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