Ansammlung von Flüssigkeiten nach einer Operation der Gynäkomastie

Ansammlung von Flüssigkeiten nach einer Operation der Gynäkomastie
Von Schoenheitsklinik.de
10.07.2018

Gynäkomastie ist der medizinische Begriff, der verwendet wird, um die Zunahme der Brustgröße bei Männern zu definieren. Es ist keine Krankheit, sondern wird durch ein unzureichendes Verhältnis zwischen Östrogenhormonen und androgenen Hormonen hervorgerufen. Dies führt dazu, dass das Volumen des Fettgewebes zunimmt und daher die Brüste verstärkt wahrgenommen werden.

Dies tritt häufiger auf als zu vermuten ist. Es wird geschätzt, dass bis zu 50% der Männer mehr oder weniger an Gynäkomastie leiden, die eine oder auch beide Brüste betreffen kann. Obwohl es kein ernsthaftes Problem darstellt, kann es das Selbstwertgefühl der Betroffenen stark beeinflussen. Es ist normal, dass Männer mit Gynäkomastie gewöhnlichen Aktivitäten, wie an den Strand zu gehen oder sich im Fitnessstudio umzuziehen, ungerne nachgehen.

Zwei Alternativen zur Reduktion der Gynäkomastie

Je nach Art der Gynäkomastie des Patienten, kann überschüssiges Gewebe durch zwei Techniken entfernt werden. Die am wenigsten invasive Technik ist die Fettabsaugung, die zur Verringerung des Volumens von Fettgewebe führt, das sich in der Brust angesammelt hat.

Wenn es einen Überschuss an Drüsengewebe gibt, muss zu einer Exzision zurückgegriffen werden. Ein komplexer Eingriffe, der unter Vollnarkose durchgeführt wird, und bei dem ebenfalls überschüssige Haut reduziert wird. Zusätzlich werden im Rahmen dieser Operation die Nippel neupositioniert. In diesen Fällen verleibt immer eine Narbe um die Brust herum. Die Größe der Narbe ist abhängig von der Menge an Gewebe, das zu entfernen war. Nach der Exzision ist es normal, dass mehrere Hämatome sowie Schwellungen im Brustbereich auftreten. Diese neigen dazu von Tag zu Tag mehr zu verblassen. Die vollständige Genesung kann allerdings bis zu sechs Wochen dauern.

Es kommt selten vor, dass Komplikationen bei einer Operation dieser Art auftreten, aber es kann durchaus passieren. Unter diesen Komplikationen müssen wir den Verlust der Empfindlichkeit in der Brustwarze, Asymmetrie der Brust und Flüssigkeitsansammlung hervorheben.

Flüssigkeiten, die sich nach einer Exzision ansammeln können

Im Normalfall sorgt die Exzision für den Abbau der Flüssigkeiten in der Brust, aber in einigen Fällen können sich dennoch erneut Flüssigkeiten ansammeln.

Wenn sich Blut ansammeln sollte, handelt es sich um eine Prellung. Das Blut sollte so schnell wie möglich entfernt werden. In diesen Fällen müssen Patienten sofort den Konsum von Alkohol und Steroiden einstellen und in völliger Ruhe bleiben. Außerdem ist es üblich, nach dem Abtropfen einige Tage lang Kompressionskleidung zu tragen.

Die Ansammlung von Blut kann sehr gefährlich sein, daher ist es wichtig, die Empfehlungen des Arztes zu beherzigen. Was in diesen Fällen am besten funktioniert, ist die Vermeidung jeglicher körperlicher Aktivitäten, wodurch verhindert wird, dass sich mehr Blut im Brustbereich ansammeln kann.

Eine andere Flüssigkeit, die sich ebenfalls oft anhäuft, ist Wasser. In diesem Fall sollten wir von einem Serom sprechen, welches in dem Bereich auftritt, wo die Fettabsaugung durchgeführt wurde oder wo die Haut geöffnet wurde, um die Exzision durchzuführen. Es kann in einer der Brüste oder aber in beiden gleichzeitig auftreten. Tatsächlich ist die Ansammlung von Wasser eine häufige Nebenwirkung bei Gynäkomastie-Operationen.

Wenn sich Wasser ansammelt, ist es wichtig, dass der Patient nicht alleine handelt und sofort den Arzt aufsucht. Dieser stellt fest, ob das Wasser auf einfache Art und Weise entfernt werden kann. Häufig wird eine Aspiration durchgeführt, um das Wasser abzulassen. In einigen Fällen wird auch die Verwendung von Kompressionskleidung während der Erholungsphase empfohlen.

Grundlegende Empfehlungen nach der postoperativen Phase

Die Gynäkomastie zu behandeln, erfordert keine komplizierte Operation, aber durch die direkte Einwirkung auf den Brustbereich ist es normal, dass sich Patienten unwohl fühlen. Genau aus diesem Grund verschreibt der Chirurg in der Regel Schmerzmittel und Antibiotika zur Vorbeugung von Infektionen.

Unter normalen Bedingungen dauert die Genesung vier bis sechs Wochen, obwohl die endgültigen Ergebnisse erst fünf oder sechs Monate nach der Operation bewundert werden können. Diese Zeit benötigen die Gewebe, um sich an ihre neue Form und ihr neues Volumen anzupassen.

Wenn alles gut geht, verläuft die postoperative Phase schnell und ohne Komplikationen. Die intensive körperliche Betätigung ist im ersten Monat völlig verboten, gerade um Blutansammlungen in der Brust zu vermeiden. Was der Patient am Tag nach der Operation tun kann, ist spazieren zu gehen, ein statisches Fahrrad zu fahren oder sogar Sit-ups zu machen oder die Beine mit wenig Belastung zu trainieren. Mit jeder Bewegung, die man ausführt, sollten man vermeiden, den Brustmuskel zu beanspruchen.

Ab dem zweiten Tag kann man sich bereits normal waschen. Der Patient darf duschen, aber muss vermeiden zu viel Zeit unter heißem Wasser zu verbringen.

Am Tag nach der Operation kann man bereits wieder Auto fahren. Außerdem kann man innerhalb von vier oder fünf Tagen zur Arbeit zurückkehren. Dies hängt allerdings von dem Fortschritt der Genesung und vor allem der Art der Arbeit ab, die von der Person ausgeführt wird. Unter Umständen kann diese Arbeitsunterbrechung dementsprechend länger ausfallen.

Sobald sich der Patient vollständig erholt und sein Leben normalisiert hat, sollte er auf die Narben achten und sie für mindestens ein Jahr vor der Sonne schützen. Damit verhindert man, dass die Narben einen Farbton erhalten, der sie sichtbarer macht. Dies bedeutet nicht, dass man sich nicht sonnen kann, sondern dass man Sonnenstrahlen mit Vorsicht genießen sollte. Um dies zu tun, sollte man mindestens 20 Minuten vor dem Sonnen einen hochwertigen Sonnenschutz auftragen und dessen Anwendung alle zwei Stunden wiederholen.

Folgt man den Anweisungen des Arztes und wendet eine gute postoperative Versorgung an, verläuft die Genesung der Exzision schnell und ohne Komplikationen. Wenn der Patient jedoch etwas Komplikationen feststellen oder Fieber haben, sollte er sofort den Arzt aufsuchen. Natürlich sollte man keine Selbstmedikation anwenden, die in diesem Fall zu gefährlichen Auswirkungen führen kann.
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