Bauchnabelpiercing stechen, tragen, entfernen lassen

Bauchnabelpiercing stechen, tragen, entfernen lassen
Von Schoenheitsklinik.de
21.08.2018

Bauchnabelpiercings sind die beliebtesten Piercings junger Mädchen und Frauen. Kaum eine Körperstelle gibt so viel Spielraum für die Auswahl des Schmucks wie der Bauchnabel. Bananen-Stecker, Hufeisenringe oder geschlossene Ringe in verschiedenen Designs eignen sich für diese Körperstelle. Wird das Piercing professionell und sauber gestochen, heilt der Stichkanal schnell und ohne das Risiko einer Entzündung ab.

Bauchnabelschmuck

Beim Bauchnabelschmuck ist in erster Linie darauf zu achten, dass es sich um ein hochwertiges und medizinisch sicheres Material handelt. Absehen sollte man von Modeschmuck, der mit Nickel und anderen Zusatzelementen gefertigt wurde. Entzündungen und Allergien können bei ungeeignetem Bauchnabelschmuck trotz maximaler Hygiene nicht ausgeschlossen werden. Das Bauchnabelpiercing hat eine lange Tradition und ist auf verschiedene Naturvölker zurückzuführen. Dort hat es einen rituellen Hintergrund, während es in Deutschland ausschließlich ein Modetrend mit ästhetischem Hintergrund ist.

Vor- und Nachteile eines Piercings

Das Piercing hat lange Tradition und ist nicht etwa ein neuer Trend der heutigen Zeit. Im Zusammenhang mit einem Bauchnabelpiercing kann man nicht wirklich von Vorteilen sprechen. Mädchen und Frauen schätzen das Piercing aufgrund seiner Individualisierung der Ausstrahlung. Bauchnabelpiercings betonen gerade den weiblichen Körper sehr stilvoll und unterstützen die filigrane Erscheinung.

Nicht zu unterschätzen sind die Nachteile. Jedes Piercing benötigt einen Stichkanal, der sich auch nach vollständiger Abheilung entzünden kann. Beim Sport und bei Freizeitaktivitäten besteht das Risiko, das Piercing herauszureißen. Die Modifikation des Körpers kann zur Abstoßung des Körperschmucks führen und damit die Bildung von Narbengewebe begünstigen.

Das richtige Piercingstudio/den richtigen Arzt finden

Seriosität und eine medizinische Ausbildung sind beim Bauchnabelpiercing vorteilhaft. Auf der Suche nach dem richtigen Arzt oder Piercingstudio sollte man achten auf:

  • die Erfahrung
  • das hygienische Umfeld
  • die Kompetenz in der Erstberatung

Ein spezialisierter Arzt ist die bessere Wahl, da dieser umfassend beraten und wertvolle Tipps zur Vermeidung von Infektionen geben kann. In Bewertungsportalen können echte Kundenmeinungen bei der Auswahl eines Arztes oder Piercers helfen. Absehen sollte man von Kosmetikstudios, die Piercings anbieten. Eine entsprechende Ausbildung und die notwendige Erfahrung fehlen in diesem Fall völlig.

Erfahren Sie von Dr. Andreas Degenhardt, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, mehr zu Piercings aus medizinischer Sicht.

Altersbeschränkung

Ein seriöser Piercer oder Mediziner achtet auf die Volljährigkeit seiner Kunden. Jüngere Mädchen bekommen das Bauchnabelpiercing nur, wenn ein Erziehungsberechtigter beim Termin dabei ist und die Zustimmung zum Piercen gibt. Piercings bei Minderjährigen ohne die Zustimmung eines Elternteils stellen eine Körperverletzung dar und können zur Anzeige führen.

Risiken und Pflege

Bis zur vollständigen Ausheilung vergehen beim Bauchnabelpiercing drei bis vier Monate. In einzelnen Fällen kann die Heilung ein Jahr dauern. Der Stichkanal ist eine Wunde, die hygienisch behandelt und gepflegt werden muss.

  • In den ersten Wochen nach dem Piercen sind Sport und Sauna- sowie Schwimmbadbesuche tabu.
  • Enge Kleidung fördert die Entzündung des Piercings.
  • Die Risiken einer Entzündung sind trotz optimaler Hygiene nicht auszuschließen. Kommt es zu Hautrötungen oder Schmerzen und zur Bildung von Eiter, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
  • Für die Pflege empfehlen sich ausschließlich Produkte, die ohne Parfumstoffe hergestellt sind.
  • Um eine Entzündung auszuschließen, sollten Hautcremes und Sonnencremes sowie andere kosmetische Produkte in der Zeit der Ausheilung vermieden werden.

Betäubung

Eine Betäubung ist nicht zwingend erforderlich. Wer Angst vor den Schmerzen hat, kann den Bauchnabel mit Eisspray oder (das ist nur beim Arzt möglich) mit einer lokal gesetzten Betäubungsspritze betäuben lassen. Schmerzempfindliche Menschen sind mit der oberflächlichen Betäubung allerdings gut beraten, da selbst eine leichte Bewegung zum Abrutschen des Piercers führen und ein unästhetisches Resultat nach sich ziehen kann. In Erfahrungsberichten liest man immer häufiger, dass die Betäubung beim Bauchnabelpiercing vernachlässigt werden kann. Im Endeffekt basiert die Entscheidung im persönlichen Schmerzempfinden.

Ablauf des Piercens

  1. Der Bauchnabel wird mit einem fusselfreien Tuch gereinigt und anschließend desinfiziert. Dabei, wie auch zum Piercen selbst trägt der Piercer oder Arzt Einweghandschuhe.
  2. Die Einstich- und Austrittstelle werden mit einem Punkt markiert.
  3. Für die Behandlung wird die Körperstelle mit einer Klemmzange gehalten.
  4. Anschließend wird die Braunüle (eine Kanüle mit Kunststoff-Inlay) durch die Haut und das darunter liegende Gewebe geführt.
  5. Die Kanüle selbst wird entfernt, das Kunststoffröhrchen bleibt bis zur Einbringung des Schmuckstücks im Stichkanal.
  6. Der Schmuck wird eingesetzt und mit einem Pflaster überdeckt.

Heilung

Die Anatomie des Bauchnabels ist nicht bei jeder Frau gleich. Bei nach außen gewölbtem Nabelgewebe kommt es in der Heilung zu Verzögerungen, so dass ein Mediziner vom Bauchnabelpiercing abraten wird. Bei Einhaltung aller Pflegetipps und Informationen zur Hygiene heilt der Stichkanal im Zeitraum von drei bis vier Monaten ab. In den ersten sieben bis 14 Tagen ist besondere Sorgfalt geboten, da es sich um eine offene Wunde handelt. Der Stichkanal muss täglich desinfiziert werden. Damit das Piercing nicht einwächst, wird es nach einer Heilungsphase von 14 Tagen leicht bewegt. An der frischen Luft heilt das Piercing schneller.

Passender Schmuck

Piercingschmuck für den Bauchnabel ist in verschiedenen Größen erhältlich. Wichtig ist, dass der Schmuck nicht zu eng sitzt. Während der Heilungsphase schwillt das Gewebe um den Stichkanal an. Dieser natürliche Vorgang muss bei der Länge des Schmuckstücks einberechnet werden. Obendrein besteht der passende Schmuck aus hochwertigen medizinischen Materialien wie Titan oder Chirurgenstahl. Medizinisch gesehen ist Modeschmuck weder als Ersteinsatz noch zu einem späteren Zeitpunkt geeignet.

Piercingkorrektur

Nach einer Schwangerschaft oder Diät kann sich das Gewebe des Bauchnabels verändern. Sieht das Piercing nicht mehr ästhetisch aus, ist eine Korrektur eine minimal-invasive Lösung. Dabei muss nicht der Bauchnabel selbst, sondern nur das erschlaffte Gewebe korrigiert werden. Wird das Piercing nicht mehr gewünscht, kann der Stichkanal in einem ästhetischen Eingriff verschlossen werden. Soll das Piercing weiter getragen werden, ist eine Umgebungskorrektur mit Laser hilfreich.

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