Depressionen nach der OP: Was Sie dagegen unternehmen können

Depressionen nach der OP: Was Sie dagegen unternehmen können
Von Schoenheitsklinik.de
26.04.2018

Fast könnte man von einem Tabu-Thema sprechen, doch die postoperative Depression hat ihren festen Platz in der Welt der kosmetischen Chirurgie. Einer Welt, in der alle Eingriffe und Behandlungen darauf ausgelegt sind, das Aussehen und das Wohlbefinden der Patienten zu verbessern.

Psychisches Unwohlsein ist ein Faktor, der bei der Anwendung eines ästhetischen Verfahrens berücksichtigt werden muss. Bei der postoperativen Depression handelt es sich um einen emotionalen Zustand, in dem sich Patienten nach der Operation wiederfinden können. Sie empfinden dann ein tiefes Gefühl von Traurigkeit und Apathie.

In den meisten Fällen dauert die Depression nur ein paar Tage, doch manchmal kann sie sich über mehrere Wochen erstrecken. Alles hängt von der Zufriedenheit und Genesung des Patienten ab. Die Depression kann durch jede Art von Operation und daher auch durch kosmetische Eingriffe entstehen.

Was sind die Ursachen für Depressionen nach einer kosmetischen Operation?

Viele Gründe können zu Depressionen nach einer Schönheitsoperation führen. Die offensichtlichste Ursache ist vermutlich die Unzufriedenheit des Patienten mit den erzielten Ergebnissen. Tatsächlich erhalten Patienten nicht immer die erwarteten Resultate einer OP und fühlen sich entsprechend unzufrieden. Das kann eine Episode von Traurigkeit oder Depression auslösen.

In anderen Fällen sind es nicht die Ergebnisse selbst, sondern das Warten auf diese. Zahlreiche ästhetische Operationen bieten keine unmittelbaren Resultate. Es dauert oft mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate. Diese Verzögerung kann Angst und Schmerz bei einigen Patienten erzeugen. Sie geraten in einen depressiven Zustand, indem ihnen die Langsamkeit des postoperativen Prozesses bewusst wird.

In anderen Fällen lösen der Schmerz, die Drainage und das Unbehagen, die mit der Genesungszeit verbunden sind, eine Depression aus. Der Patient möchte sein normales Alltagsleben wieder aufnehmen. Obwohl er sich der postoperativen Folgen bewusst ist, kann er sich entmutigt und sogar depressiv fühlen. Patienten stellen in einem solchen Fall die Drainagen und Verbände fest und merken, dass sie aufgrund der Schmerzen und ärztlichen Verschreibungen in ihren Bewegungen eingeschränkt sind.

Das Auftreten von Nebenwirkungen kann die Depressionen verstärken. Die Schwellungen des Gesichtes, verursacht durch eine ästhetische Operation, können den Betroffenen besonders quälen oder traurig machen. Diese natürlichen Reaktionen lassen sich nicht immer verbergen.

Eine postoperative Depression kann auch mit hormonellen Schwankungen zusammenhängen, die durch den Eingriff selbst verursacht werden. Der Zustand der Nerven und der Druck, den der Patient vor und während seiner Operation verspürt, führen später möglicherweise zu einem Abfall des Cortisolspiegels. (Cortisol ist ein Hormon, das bei Stress freigesetzt wird.) Dadurch empfindet der Operierte ein Gefühl von Traurigkeit und Apathie.

Die persönliche Situation des Patienten kann ebenfalls sein Wohlbefinden beeinflussen. Frauen mit kleinen Kindern oder Menschen, die mit dieser Art von Operation alleine konfrontiert sind oder die nicht die Unterstützung ihrer Angehörigen haben, leiden häufiger an Depressionen nach einer kosmetischen Operation.

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Wie kann eine postoperative Depression verhindert werden?

Nachdem Ihnen zuvor die verschiedenen Ursachen von Depressionen nach kosmetischen Eingriffen vorgestellt worden sind, folgen nun einige Tipps, wie Sie deren Auswirkungen reduzieren oder Depression sogar ganz verhindern können:

  • Überlegen Sie sich genau, ob der Eingriff wirklich nötig ist. Es ist wichtig, dass der Patient sich sicher ist, dass er operiert werden will und dass er sein Aussehen ändern will. Besprechen Sie Ihren Wunsch mit Ihrem Chirurgen und seien Sie sich der Veränderung bewusst, die sich aus einer solchen OP ergeben. Zögern Sie nicht, vor dem Eingriff noch Fragen zu stellen. Wenn Sie Zweifel haben oder wenn Sie sich Ihrer Sache nicht ganz sicher sind, dann ist es besser mit der Operation zu warten.
  • Fragen Sie Ihren Chirurgen nach Informationen. Es ist üblich, dass sich Nebenwirkungen oder Ergebnisse von den Erwartungen des Patienten unterscheiden. Aus diesem Grund ist es wichtig, Ihren Chirurgen um genauere Informationen zu bitten, wobei Sie immer Profis wählen, die erfahren und auf ihr Tätigkeitsfeld spezialisiert sind. Je mehr Fachwissen Sie über Ihre Operation und ihre postoperative Phase haben, desto weniger Sorgen oder Schmerzen werden Sie während des gesamten chirurgischen Eingriffs verspüren.
  • Sie sollten realistische Erwartungen an Ihre Operation haben. Einige Patienten denken, dass ihre Intervention einen radikalen Wandel herbeiführen wird. Sie hoffen, dass sie hinterher völlig anders aussehen werden. Andere wollen ihr Aussehen verbessern, ohne dass jemand merkt, dass dies operativ geschah. Sie möchten nicht, dass die Ergebnisse ihres Eingriffs künstlich wirken. Manche Menschen wollen wie eine bestimmte Person aussehen, oft eine Berühmtheit. Sie sind bestürzt, wenn das Ergebnis der OP nicht ihrem Lieblingsstar entspricht. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihre Erwartungen mit dem Chirurgen besprechen. Dadurch verstehen Sie, was Sie von einer Operation erwarten können und was Fantasie bleiben wird.
  • Vertrauen Sie Ihrem medizinischen Team. Es ist wichtig, dass Sie sich in den Händen des verantwortlichen Ärzte- und Pflegepersonals absolut sicher fühlen und eine privilegierte Beziehung zu Ihrem Chirurgen haben. In einer vertrauensvollen Umgebung wird es ihnen auch leichter fallen, Zweifel auszudrücken. Der Chirurg kann dann beruhigt und sicher eingreifen.
  • Suchen Sie Unterstützung während des gesamten Prozesses. Persönliche Beziehungen sind für den reibungslosen Ablauf des chirurgischen Eingriffs ebenso wichtig, wie die Beziehung zwischen Patient und Arzt. Es ist elementar, auf die Unterstützung der Familie, des Ehepartners oder der Freunde zählen zu können, um mit dem Stress der Operation und der postoperativen Phase fertig zu werden. Manche Patienten befinden sich alleine in all diesen Situationen, entweder weil sie isoliert sind oder weil ihre Angehörigen ihre Entscheidung nicht unterstützen. Neben dem Stress der OP und ihrer Folgen gibt es auch die Einsamkeit des Patienten, die ihn in einen depressiven Zustand versetzen kann.
  • Sie sollten sich darüber klar sein, dass sich jeder auf seine Weise entwickelt. Jeder Mensch reagiert anders auf die Behandlung oder Narkose und macht auf seine eigene Art Fortschritte. Es ist daher notwendig, sich bewusst zu sein, dass bei der gleichen Operation die Zeit der Genesung, Heilung und Erholung von Patient zu Patient nicht immer gleich sein wird.

Manchmal ist es schwierig, Gefühle wie Traurigkeit oder sogar Verzweiflung nach einer Schönheitsoperation zu vermeiden. Wenn Sie jedoch gut über Ihre Operation informiert und selbstbewusst sind, können Sie sicherstellen, dass die depressiven Symptome nicht zu schwerwiegend werden.

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