Ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett die Zukunft? - Dr. Hernandez im Interview

Ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett die Zukunft? - Dr. Hernandez im Interview
Gründung 8.08.2018 · Update 8.08.2018

Der international renommierter Fachspezialist für ästhetisch-plastische Chirurgie Dr. med. Pablo Hernandez kümmert sich bereits seit Jahrzehnten um ein harmonisch schönes Körperbild seiner Patienten. Als Facharzt für Chirurgie mit Tätigkeitsschwerpunkt auf der ästhetisch-plastischen Chirurgie verknüpft er seine Erfahrung und Kompetenz mit der Offenheit für innovative Techniken in der Ästhetik und insbesondere in der Brustchirurgie. So bietet er seinen Patientinnen nicht nur die Mammaaugmentation mit Implantaten, sondern auch mit Eigenfett (Lipofilling) an.

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Macht die Brustvergrößerung mit Eigenfett derjenigen mit Implantaten mittlerweile Konkurrenz?

Nein, da dies zwei unterschiedliche Methoden sind. Auch wenn sie das gleiche Ziel verfolgen, wird das Ziel mit Implantaten sofort erreicht und das Ergebnis ist schneller sichtbar. Bei Eigenfett verliert sich das Fett im Laufe der Zeit, sodass manchmal mehrere Sitzungen erforderlich sind.Konkurrenz zu den Implantanten ist gegeben, weil bei Eigenfett kein Fremdkörper gebraucht wird, um die Brust aufzufüllen.

Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine Alternative zu Silikonimplantaten, wenn die Patientinnen bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird Ihre Brust in Ihrer ursprünglichen Form nicht verändert, sondern vergrößert. Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett gibt somit Ihrer Brust verlorengegangenes Volumen wieder und betont Ihre natürliche Rundung.

Aus welchen Gründen entscheiden sich Frauen gegen Implantate und für Eigenfett?

Frauen, die keine Fremdkörper in sich haben wollen und die Komplikationen wie Verkapselung nicht riskieren wollen.

Worin liegt für Sie der große Vorteil einer Brustvergrößerung mit Eigenfett?

Der Vorteil liegt an der Verwendung des eigenen Gewebes und dass bei der Entnahme des zu transplantierenden Fettes eine Volumenkorrektur an der Entnahmestelle, z.B. Unterbauch, Flanken oder Reithosen, erfolgt.

Welche Zweifel und Ängste haben Patientinnen, die diese OP vornehmen lassen möchten?

Dass das gewünschte Ziel nicht erreicht wird und dass Komplikationen auftreten. Bei der Verwendung von Eigenfett kann nicht eine bestimmte Cup Größe garantiert werden. Unter Umständen sind auch mehrere Eingriffe nötig.

Wie verläuft der Eingriff mit Eigenfett?

Obwohl der Eingriff in örtlicher Betäubung, d.h. in Tumeszenslokalanästhesie vorgenommen werden kann, raten wir zur Vollnarkose, um die Fettzellen, die entnommen werden nicht durch dieTumeszenslokalanästhesie zu beschädigen im Sinne einer leichten Tumeszenz. Es wird eine feine Stichinzision innerhalb der Bikinizone vorgenommen und mit Vorschieben der Harvesting-Kanüle des Lipivage-Systems das Eigenfett entnommen. Danach wird das Fett verarbeitet und zum Teil zentrifugiert und in 10er Spritzen abgefüllt. Das Fett ist von cremiger feiner Konsistenz

Dann gemäß der Einzeichnung (präoperativ gemeinsam mit der Patientin vor dem Spiegel geplant), wird eine unauffällige Stichinzision und diffus das Eigenfetttransplantat injiziert . Dies erfolgt mit einer dreidimensionalen Verteilung und Schichtung in Modifikation zum Lipostructuring. Das Eigenfett verteilt sich homogen; die Übergänge werden harmonisch ausmodelliert. Schließlich erfolgt ein Nahtverschluss der Zugänge in Einzelknopfnähten und Micropore-Pflasterverband.

Mit welchen Nebenwirkung und Risiken ist nach der Eigenfettbehandlung zu rechnen?

Generell ist die Behandlung mit Eigenfett eine risikoarme Operation, dennoch gibt es Komplikationen. In den meisten Fällen treten an den abgesaugten und unterspritzten Arealen Schwellungen, Schmerzen und Hämatome auf. Zusätzlich kann es zu Missempfindungen (Parästhesien) oder zur Taubheit kommen, die aber in den meisten Fällen nach maximal sechs Monaten nachlassen und verschwinden.Folge des Eingriffes ist immer eine Schwellung und ein möglicher Bluterguss. Das Hauptproblem liegt daran, dass man nicht exakt berechnen kann wie viel Fett überleben wird und welches im Laufe der Zeit verschwindet, dadurch sind Asymetrien, das heißt eine Brust ist größer als die andere möglich: Auch Mikro- und Makroverkalkungen sind möglichso wie das Bilden von Cysten.

Welches Volumen können die betroffenen Frauen von einer Eigenfetttransplantation erwarten?

Pro Sitzung ca 200 bis 250 cc pro Brust, das entspricht in etwa einer Cup Größe.

Lässt sich, wie bei Implantaten, ein langfristig schönes und risikoarmes Ergebnis gewährleisten?

Ja , das Ergebnis ist sehr natürlich und zufriedenstellend. Die Vorausstzung ist, dass man nicht an ein großes Volumen denkt, weil dann mehrere Sitzungen erforderlich sind.Nach der Operation ist das endgültige Ergebnis noch nicht sichtbar, da nicht alle verpflanzten Fettzellen einheilen und das unterspritzte Areal noch geschwollen ist. Ebenfalls können kleine Einstichstellen und blaue Flecken zu sehen sein, die aber in den meisten Fällen problemlos abheilen. Nach ca. vier Wochen kann bei einer Einheilungsrate der Zellen von ungefähr 60 bis 80 Prozent vom finalen Ergebnis gesprochen werden. Bis die abgesaugten Areale abgeschwollen sind, kann es jedoch bis zu sechs Monaten dauern

Ist das Lipofilling kostengünstiger als die Brustvergrößerung mit Implantaten?

Bei den Lipofilling handelt es sich eigentlich um zwei Operationen, einmal die Fettentnahme , die Verarbeitung des Fettes und das Einspritzen.

Es ist nur geringfügig günstiger als eine Vergrößerung mit Implantat, weil auch Einmalsysteme zur Gewinnung und Verteilung des Fettes erforderlich sind und die Operationsdauer ca das dreifache von einer Vergrösserung mit Implantate ist.

Welchen Frauen würden Sie von einem Eingriff mit Eigenfett abraten?

Alle die sehr große Brüste haben möchten oder wenn mehr als eine Cup Größe (z.B von Cup A nach Cup C ) gewünscht wird, auch solche die sehr schlank sind oder kein Fett haben.

Sehen Sie im Lipofilling die Zukunft der ästhetisch-plastischen Medizin?

Selbstverständlich, die Richtung ist gegeben und bald werden sich mehr Frauen die Brust mit Eigenfett vergrößern lassen. Durch die Forschungsarbeit hat man schon erreicht, dass ein großer Prozentsatz der Fettzellen überleben, aber es werden Methoden entwickelt, die die Nachhaltigkeit verbessern.

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