Mammareduktion - und was Sie darüber wissen sollten

Mammareduktion - und was Sie darüber wissen sollten
Von Schoenheitsklinik.de
24.04.2018

Übermäßig große Brüste können bei Frauen zu gesundheitlichen Problemen, insbesondere im Rückenbereich führen. Die damit verbundenen Schmerzen und Probleme sind einer der Gründe für eine Mammareduktion. Auch ästhetische und psychische Motive können ausschlaggebend für die Entscheidung sein, sich die Brüste verkleinern zu lassen.

Brustverkleinerung und Reduktion der Brustwarzenhöfe

Eine Brustverkleinerung ist ein chirurgischer Eingriff, der das Ziel hat, die Größe des Brustgewebes und der Haut, die diesen Teil des Körpers umgibt, so zu reduzieren, dass jede Brust gleichzeitig kleiner, leichter und straffer ist.

Wenn Brustvolumen verkleinert wird, ist es normal, dass der Brustwarzenhof überproportional groß ist. Aus diesem Grund wird während des gleichen Eingriffs auch meist eine Reduktion der Brustwarzenhöfe vorgenommen.

Die idealen Kandidatinnen für diese Art von Operation sind Frauen mit dem echten Bedürfnis, ein körperliches Problem zu lösen. Dazu zählen vor allem diejenigen, bei denen die Größe und das Gewicht der Brüste Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, brustbezogene Hautreizungen und manchmal sogar Atemprobleme verursachen.

Ärzte empfehlen normalerweise, dass Frauen erst das vollständige Wachstum ihrer Brüste abwarten sollten, bevor sie ein Verfahren wie die Brustverkleinerung in Betracht ziehen. Allerdings können zu große Brüste bereits schon vor diesem Zeitpunkt eine ernsthafte Behinderung für die betroffene Person darstellen.

Wie läuft der chirurgische Eingriff bei einer Mammareduktion ab?

Die Patientin wird zunächst einer Reihe von Tests unterzogen. Dadurch kann der Facharzt ihren Gesundheitszustand beurteilen und die Problematik untersuchen, die von ihrer Brust ausgeht.

Die Operation selbst wird unter Vollnarkose vorgenommen. Sie dauert durchschnittlich drei bis fünf Stunden. Der Chirurg entfernt mit mehreren Schnitten überschüssiges Haut-, Fett- und Brustgewebe. Der Warzenhof und die Brustwarze werden dann neu positioniert.

Der Brustwarzenhof bleibt im Allgemeinen mit den Blutgefäßen und den Nerven verbunden. Die Patientin wird infolgedessen keinen Empfindungsverlust in den Brustwarzen erleiden. Bei sehr großen Volumenreduktionen kann es jedoch erforderlich sein, den Warzenhof am Ende des Eingriffs und vor der Reposition vollständig von der Brust zu trennen. In diesem Fall würde die Sensitivität verloren gehen.

Was müssen Patientinnen bei der Nachsorge der Brustverkleinerung beachten?

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Die Patientin wird normalerweise zwei bis vier Tage in der Klinik behandelt. Sie kann ihr normales Leben nach und nach wieder aufnehmen. In den ersten Tagen wird sie sich jedoch meist müde fühlen.

Die Fäden der OP können nach sieben bis vierzehn Tagen gezogen werden. Die Schwellungen werden noch drei bis sechs Wochen lang sichtbar sein.

In den Tagen nach der Operation müssen als Schutzmaßnahme die Brüste der Patientin speziell bandagiert werden. Sie wird ebenso einige Zeit lang einen speziellen BH ohne Bügel tragen müssen. Sobald die Fäden gezogen sind, darf die Patientin aber wieder ganz normal duschen.

Die Mammareduktion ist keine triviale Operation. Die Patientinnen leiden unter Beschwerden und Schmerzen. Sie bekommen zur Entlastung vom Arzt Analgetika verschrieben. Drei Tage nach dem Eingriff beginnen die Schmerzen normalerweise abzuebben, es sei denn, die Patientin hat ihre Periode. In diesem Fall können sich eventuelle Entzündungen und Beschwerden kurzzeitig verstärken.

In den ersten Wochen nach der Brustverkleinerung kann die Patientin ihren täglichen Aktivitäten wieder Stück für Stück nachgehen. Sie sollte aber zwei bis drei Wochen lang nicht trainieren und auf geschlechtsverkehr verzichten..

Eine der Nebenwirkungen der OP ist eine Abnahme der Empfindlichkeit der Brust sowie das Auftreten eines brennenden und kribbelnden Gefühls. Diese verschiedenen Symptome verbessern sich im Laufe der Tage nach dem Eingriff. In einigen Fällen ist der Verlust der Empfindlichkeit der Brust allerdings endgültig.

Was Sie sonst noch tun können, damit Ihre Genesung positiv verläuft

Wie bei jeder Art von Operation ist es wichtig, den Empfehlungen des Chirurgen zu folgen. So erholen Sie sich am besten von der Prozedur.

Den Verband, der unmittelbar nach dem Eingriff auf Ihren Brüsten angebracht wurde, sollten Sie nicht berühren. Wenn er gewechselt werden muss, führt dies das Pflegepersonal für Sie durch.

Für eine gute Heilung der operierten Brüste ist es auch wichtig, dass Sie einen Sport-BH für mehrere Wochen (in der Regel einen Monat lang) tragen. Ein normaler BH mit Bügel würde Druck auf die operierten Bereiche ausüben. Einen solchen dürfen Sie erst drei Monate nach der OP wieder anziehen.

Allgemein müssen Sie für eine regelmäßige Pflege und Versorgung der Brust sorgen. Es wird empfohlen, dafür Latexhandschuhe zu verwenden.

Wenn Sie Schmerzen und Beschwerden haben, greifen Sie zu keiner Selbstmedikation, sondern folgen Sie der von Ihrem Chirurgen verschriebenen Behandlung.

Es ist nicht möglich, Ihre Brüste in den ersten drei Monaten nach dem Eingriff der Sonne auszusetzen. In den ersten Wochen ist es auch ratsam, das Schlafen auf dem Bauch zu vermeiden. Sehr hilfreich kann das Tragen von weiter und bequemer Kleidung sein.

Eine angemessene Flüssigkeitszufuhr vor und nach der Operation fördert Ihre Erholung zusätzlich. Hören Sie mit dem Rauchen am besten schon mindestens vier Wochen vor der Brustverkleinerung auf und fangen Sie erst drei Wochen nach dem Eingriff wieder damit an.

Ihre Körperhaltung wird auch eine wichtige Rolle in Ihrem Genesungsprozess spielen. Sie sollten Ihren Rücken stets gerade halten. Vermeiden Sie es, mit den Schultern zu zucken. Ruhezeiten sollten sich mit Phasen moderater Bewegung (z.B. spazieren gehen) abwechseln.

Als Patientin müssen Sie den Verlauf Ihrer Narben überwachen und sofort ihren Chirurgen oder Arzt benachrichtigen, wenn Sie sich nicht gut fühlen oder Ihnen eine Abnormalität in ihrem Heilungsprozess auffällt.

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Hinterlässt eine Brustverkleinerung sichtbare Narben?

Die Mammareduktion ist eine groß angelegte Operation, deren Narben für einige Zeit sichtbar bleiben. Die Größe und Form dieser nimmt normalerweise von Jahr zu Jahr ab. In den meisten Fällen sind die Narben nach einigen Jahren schon nicht mehr erkennbar.

Wenn Sie vorhaben, Ihre Narben der Sonnenstrahlung auszusetzen, müssen Sie sie mit einer Sonnencreme mit einem hohen Schutzfaktor schützen. Dies verhindert, dass die Narben sich verfärben und deutlicher hervortreten.

Das endgültige Erscheinungsbild der Brüste kann erst einige Monate nach der Operation festgestellt werden. Trotz des Eingriffs durchlebt auch dieser Körperbereich weiterhin die hormonellen Veränderungen des Körpers sowie mögliche Gewichtsveränderungen bei Ihnen.

Es ist normal, dass manche Patientin einige Wochen dafür braucht, um sich an ihr neues Aussehen zu gewöhnen. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Brustverkleinerung ein sehr wichtiges Anliegen für sie war.

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