Sexuelle Dysfunktion bei Diabetes-Patienten

Sexuelle Dysfunktion bei Diabetes-Patienten
Von Schoenheitsklinik.de
13.09.2018

Vor allem Männer, aber auch Frauen, leiden bei einer Diabetes-Erkrankung häufig unter Erektionsstörungen. Diese können eine Partnerschaft sehr belasten und sollten daher stets ernst genommen werden. Vor allem sollten die Partner es nicht scheuen, miteinander über ihre Probleme zu reden und gemeinsam eine Therapie finden, die dem einen oder dem anderen Partner bei seinen Sexualstörungen hilft. Vor allem Männer reden nicht gerne darüber, wenn eine Erektionsstörung sie belastet. Es gibt jedoch einige Behandlungsmöglichkeiten, die auch bei einer Diabetes-Erkrankung wieder zu einem erfüllten Sexualleben verhelfen können.

Erektionsstörungen bei Diabetes

Bei Männern treten die Erektionsstörungen durch eine Diabetes häufig auf. Denn für die Erektion ist das Zusammenspiel von Blutgefäßen und Nerven wichtig. Hierbei weiten sich die Arterien im Penis und es wird mehr Blut hineingepumpt. Gleichzeitig wird aber auch der Abfluss des Blutes gebremst, so dass es zum Anschwellen und Versteifen kommt. Eine Diabetes jedoch hat Konsequenzen für die Erektionsfähigkeit:

  • Diabetes führt zu Ablagerungen in den Gefäßen, hierdurch wird auch die Durchblutung gestört.
  • Zudem schädigt die Krankheit auch die Nerven, die ebenfalls an einer Erektion beteiligt sind.
  • Auch die niedrigen Testosteronwerte beim Mann, die häufig eine Begleiterscheinung der Diabetes sind, wirken sich auf das sexuelle Empfinden aus.
  • Werden zudem blutdrucksenkende Mittel eingenommen, wird die Erektionsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigt.

So wirken viele verschiedene Aspekte gemeinsam auf den Körper ein und können eine Diabetes bedingte Erektionsstörung bei einem Mann begünstigen.

Sexuelle Störungen bei Frauen mit Diabetes

Auch Frauen leiden bei einer Diabetes-Erkrankung häufig unter sexuellen Störungen. Doch gerade bei Frauen sind diese sehr komplex und oft nicht einzuordnen, zudem entwickeln sie sich nur schleichend. So schwellen die Schleimhäute nicht mehr ausreichend an und bleiben trocken, wenn es durch die Diabetes zu Nervenschäden und Durchblutungsstörungen kommt. Viele Frauen klagen dann über

  • Scheidentrockenheit
  • Orgasmusprobleme
  • ein insgesamt vermindertes Verlangen nach Sex
  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs.
  • Häufige Infektionen im Scheidenbereich aufgrund von Bakterien oder Pilzen

FRED und STEFFI (Diagnose)

Wie bei jeder anderen Behandlung auch, basiert diese auf einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt. Bei dieser Anamnese kann der Arzt die Diagnose erstellen. Wichtig ist, dass auf alle Fragen ehrlich geantwortet wird, wobei es sich gerade bei Erektionsstörungen um ein heikles Thema handelt. Doch nur so kann auf psychische Ursachen eingegangen werden. Bei der Untersuchung nach dem Gespräch klärt der Arzt die organischen Ursachen.

Wenn Sie den Gang zu einem Arzt dennoch weiterhin scheuen und das Problem selbst finden möchten, dann haben Sie die Möglichkeit, sich an das "Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V." zu wenden. Hier wurde ein Fragebogen für

  1. Männer FRED "FRageboden zur Erektilen Dysfunktion"
  2. Frauen STEFFI "STörungen der Sexualität bei Frauen . Fragebogen Interaktiv" entwickelt.

Diesen können Sie ausfüllen und danach auswerten lassen. Dies geschieht anonym über das Internet und es entstehen für Sie keinerlei Kosten.

Behandlung und Therapie von Sexualstörungen

Es gibt sowohl für Männer als auch für Frauen eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten. Auch selbst können Sie etwas für die Förderung Ihrer Sexualität tun. So ist auf jeden Fall die regelmäßige Rücksprache mit dem Arzt notwendig, damit der Blutzuckerspiegel jederzeit gut eingestellt ist. Das kommt nicht nur dem Sexualleben zu Gute sondern der gesamten körperlichen Verfassung. Hinzu kommt, dass Übergewicht reduziert, mehr Bewegung in den Alltag eingebaut und auf Zigaretten und Alkohol verzichtet wird. Der Arzt prüft zudem bei jeder Diagnose, ob Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, zu den sexuellen Störungen führen. So kann die Umstellung auf ein anderes Medikament schnell eine große Wirkung zeigen. Ein Patient sollte jedoch nie selbstständig ein Arzneimittel ändern. Darüber hinaus sind folgende Therapien sinnvoll:

bei Männern:

  • PDE-f-Hemmer für die bessere Durchblutung im Schwellkörper
  • bei Herzleiden auf die Hemmer verzichten
  • Vakuumpumpe als mechanisches Hilfsmittel
  • Hormonbehandlung bei fehlendem Testosteron
  • Operation einer Penisprothese

bei Frauen:

  • hormonhaltige Salben gegen Scheidentrockenheit
  • Zäpfchen mit Hormonen gegen Schmerzen beim Sex
  • Gleitcremes für eine feuchte Scheide
  • Beckenbodentraining
  • Vaginaltrainer wie Dilatatoren

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist in der Regel gegeben. Und hierfür muss noch nicht einmal die Vorerkrankung Diabetes vorliegen. Denn bei der erektilen Dysfunktion beim Mann handelt es sich sowohl im juristischen als auch im medizinischen Sinn um eine anerkannte Krankheit. Daher können alle Behandlungen und Therapien in vollem Umfang wahrgenommen werden, ohne dass eigene Kosten entstehen. Wird die Frau im Rahmen ihrer Diabetes-Erkrankung wegen ihrer sexuellen Störung behandelt, so werden diese Kosten, zum Beispiel für eine notwendige Hormontherapie, ebenfalls von den Krankenkassen übernommen. Dies ist ein Grund mehr für Männer und Frauen, den Gang zum Arzt zu wagen, wenn es im Bett nicht mehr richtig klappen will.

Wer sich nicht sicher ist, ob die Erektionsstörungen von der Diabetes-Erkrankung herrühren, sollte nicht schweigen, sondern sich vertrauensvoll erstens mit seinem Partner und zweitens auch mit seinem behandelnden Arzt unterhalten. Denn hierbei handelt es sich nicht um eine Krankheit, für die Sie sich schämen müssten, es gibt viel mehr Betroffene als Sie vielleicht denken. Der Arzt weiß in der Regel einen Rat und kann Ihnen medikamentös helfen, wieder ein erfülltes Sexleben zu haben.

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