Stillen mit Schlupfwarzen? Wann es zum Problem wird...

Stillen mit Schlupfwarzen? Wann es zum Problem wird...
Von Schoenheitsklinik.de
18.10.2018

Die die nach innen gerichtete Brustwarze ist eine Anomalie, die meist angeboren ist aber auch erst später auftreten kann. Sie kann sowohl einseitig als auch beidseitig vorkommen. Dieses Problem betrifft zwischen 5 und 10% der weiblichen Bevölkerung und ist hauptsächlich von ästhetischer Bedeutung. Eine später entstandene Schlupfwarze stellt in nur seltenen Fällen eine medizinische Komplikation dar.

Was ist eine Schlupfwarze?

Man unterscheidet die Schlupfwarzen in drei Grade:

  1. Grad I: Sie sind im Ruhezustand nach innen gezogen, richten sich aber bei Stimulierung nach außen.
  2. Grad II: Sind erfassbar, richten sich bei Stimulierung oder Kälte auf, bilden sich aber wieder zurück.
  3. Grad III: Diese Warzen bezeichnet man auch als Hohlwarzen. Sie sind durch stark verkürzte Milchgänge konstant nach innen gezogen und schwer oder gar nicht erfassbar

Ursachen für Schlupfwarzen

  1. Wenn die Schlupfwarze seit Geburt vorhanden ist, stellt dies in der Regel kein gesundheitliches Problem dar. 
  2. Schlupfwarzen können von einem entzündlichen Prozess herrühren oder ihre Ursache in einer Krebserkrankung haben. In diesen Fällen sollte der Gynäkologe klären, ob es sich um eine krankhafte Veränderung handelt.
  3. Veränderungen der Brustwarze können allerdings auch während der Entwicklung zum Erwachsenen, das heißt in der Pubertät entstehen. 
  4. Auch in der Schwangerschaft ist die Entwicklung einer oder zweier Schlupfwarzen möglich.
  5. Und sogar in der Menopause können noch eingezogene Brustwarzen entstehen.

In den letzten drei Fällen werden die Schlupfwarzen durch das Wachsen der Brust hervorgerufen, da die Milchgänge nicht mitgedehnt werden.

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Milchproduktion bei Schlupfwarzen

Wenn eine krankhafte Ausbildung ausgeschlossen werden kann, hat die Brustwarze keinen Einfluss auf die Milchproduktion. Dies bedeutet, eine Frau mit Schlupfwarzen hat die gleiche Kapazität Muttermilch zu produzieren, wie die Frau ohne Schlupfwarzen. Viele Frauen können trotz Schlupfwarzen ihre Säuglinge problemlos stillen, da sich die Warzen durch den Saugvorgang aufrichten. 

In einigen Fällen ist das Stillen allerdings trotz ausreichender Milchproduktion nicht möglich. So kann der Säugling  Schwierigkeiten haben, die Brustwarze aufgrund ihrer Form und Ausrichtung zu erfassen, insbesondere wenn es sich bei der eingezogenen Warze um den dritten Grad, also eine sogenannte Hohlwarze, handelt. Experten gehen davon aus, dass dies bei mehr als 50% der betroffenen Frauen der Fall ist.

Tipps zum Stillen mit Schlupfwarze

  1. Wenn es sich um eine Schlupfwarze ersten und zweiten Grades handelt, empfiehlt es sich so früh wie möglich mit dem Stillvorgang zu beginnen. Normalerweise reicht der Saugreflex des Säuglings aus, um die Brustwarze nach außen treten zu lassen. Auf diese Weise kann die Stillfähigkeit ohne Probleme gewährleistet werden. 
  2. Es ist darauf zu achten, dass der Mund des Säuglings weit geöffnet ist, bevor er an die Brust gelegt wird
  3. Die Stimulierung der Brustwarze vor dem Saugen kann dabei helfen, das Stillen zu erleichtern. Die Schlupfwarze wird mittels Kälteeinwirkung oder durch Anwendung medizinischer Hilfsmittel, wie der „Niplette", herausgezogen.
  4. Nicht empfehlenswert ist, dem Säugling in den ersten Tagen einen Schnuller oder das Fläschchen zu geben. Wenn das Baby am Fläschchen trinkt, benötigt es viel weniger Kraft und saugt dann mit der „falschen Technik" an der Brust. Man spricht hier von Saugverwirrung; das Baby verlernt das Saugen an der Brust.

Die Mehrheit der Frauen müssen infolgedessen nicht auf das Stillen verzichten, solange es sich um den dritten Grad von Schlupfwarzen handelt, der, wie schon erwähnt, das Stillen meist nicht möglich macht. Die Möglichkeit bei den Graden I und II stillen zu können, ist von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem von der Willensstärke der Frau, den Säugling an die Brust zu legen.

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Operation der Schlupfwarze

Während bei Grad I und II die Brustwarze durch äußerliche Einwirkung nach außen gestülpt werden kann, ist dies bei Schlupfwarzen dritten Grades auch durch Stimulation kaum möglich. Hier kann die ästhetisch-plastische Chirurgie Abhilfe schaffen. 

Es handelt sich um einen Eingriff rein ästhetischer Natur, der der Brust zu einem natürlichen, harmonischen Aussehen verhilft. Hierbei werden die verkürzten Milchgänge durchtrennt und gegebenenfalls die Brustwarze unterpolstert. Da es dabei zu einer Unterbrechung des Milchflusses kommt, ist eine spätere Stillfähigkeit nicht mehr gegeben. Eine Frau, die sich zu einer solchen OP entschließt, sollte daher vorher entscheiden, ob sie nach einer eventuell späteren Schwangerschaft stillen möchte.

Die OP der Hohlwarze (III Grad) wird ambulant und unter Lokalanästhesie durchgeführt. Es ist daher kein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Der Eingriff ist größtenteils schmerzfrei, kann aber in der Erholungsphase etwas unangenehm sein.

Die Stillfähigkeit ist trotz Schlupfwarzen häufg gegeben und es handelt sich in vielen Fällen um ein hauptsächlich ästhetisches Problem. Betroffene Frauen, die sicher sind, dass sie nicht mehr stillen werden, sollten einen ästhetisch-plastischen fachspezialisten konsultieren. Dieser kann den vorliegenden Grad der Schlupfwarze feststellen und die Patientin über die Operationsmöglichkeiten aufklären, um ein ästhetisch schönes und harmonisches Ergebnis der Brustwarzen zu erzielen.

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