Ursache und Diagnose von Schuppenflechten

Ursache und Diagnose von Schuppenflechten
Von Schoenheitsklinik.de
17.10.2018

Schuppenflechte, auch Psoriasis (PSO) genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird. Hierbei richtet sich das Immunsystem gegen die eigenen Zellen der Oberhaut und veranlasst, dass diese sich ungewöhnlich stark vervielfältigen. Infolge erröten und verdicken die betroffenen Hautstellen und eine Schuppenschicht entsteht, die der Krankheit ihren Namen verleiht.

Symptome der Psoriasis

Eine Psoriasis äußert sich durch klar umrissene, gerötete Hautstellen, auf denen silberweiße Schuppen entstehen. Sie treten meist an den Außenseiten der Knie oder Ellenbogen auf. Aber auch die Haut hinter den Ohren, die Kopfhaut oder die Kreuzbeinregion kann betroffen sein. Je nach Schwere der Schuppenflechte leiden die Patienten unter Juckreiz, Brennen oder Schmerzen.Bei ca. 50 Prozent der Betroffenen verändert sich im Laufe der Zeit die Beschaffenheit von Finger- und Fußnägeln. Sie nehmen eine gelbe oder weißliche Farbe an, verdicken sich oftmals und können brüchig werden.Etwa jeder dritte Patient erkrankt außerdem an Psoriasisarthritis, einer Entzündung des Bewegungsapparates. Diese äußert sich durch folgende Symptome:

  • Gelenkschmerzen
  • Anschwellen der Finger und Zehen
  • schmerzende Sehnen

Eine weitere Sonderform der Schuppenflechte ist die Psoriasis pustulose, bei der sich eitrige Pusteln an den Fußsohlen und Handinnenflächen entwickeln. In Ausnahmefällen können diese Pusteln den gesamten Körper überziehen.

Genetische Veranlagung

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Da es sich bei der Psoriasis höchstwahrscheinlich um eine genetische Erkrankung handelt, ist sie für andere Menschen nicht ansteckend. Ein einheitliches Vererbungsmuster konnte bisher nicht identifiziert werden, doch familiäre Häufungen wurden immer wieder beschrieben. Ebenfalls konnten Zwillingsstudien nachweisen, dass eineiige Zwillinge von Eltern mit Schuppenflechte öfter erkrankten als zweieiige Zwillinge. Die Erkrankung wird nicht direkt vererbt, dafür aber die Bereitschaft des Immunsystems, durch entsprechende Umwelteinflüsse oder körpereigene Faktoren eine Schuppenflechte auszubilden. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Krankheit auftritt, lässt sich deshalb nicht genau bestimmen. Leidet ein Elternteil unter Psoriasis, besteht für das Kind ein 15-prozentiges Risiko ebenfalls an Schuppenflechte zu erkranken. Bei zwei betroffenen Elternteilen steigt das Risiko für das Kind auf ca. 75 Prozent an. Auch scheint die Krankheit häufiger von Männern als von Frauen übertragen zu werden.

Auslösende Faktoren von Schuppenflechten

  • Infektionen und Krankheiten (Erkältungen, Atemwegserkrankungen, Diabetes, Aids, u. a.)
  • Risiko-Medikamente (blutdrucksenkende Medikamente, Antidepressiva, gewisse Antibiotika, Rheumamedikamente, u. a.)
  • Verletzungen (Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen, Kratzer, u. a.)
  • Psychische Faktoren (Stress, Konflikte, Depressionen, Schicksalsschläge, u. a.)
  • Risikofaktoren (Alkohol, Rauchen, Übergewicht, hormonelle und klimatische Schwankungen, u. a.)

Diagnose durch den Arzt

PSO muss in jedem Fall von einem Hautarzt untersucht und diagnostiziert werden. 

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  1. Meist erkennt ein Experte die Schuppenflechte bereits durch Blickdiagnose. Die Beurteilung erfolgt anhand der optischen Beschaffenheit der veränderten Hautstellen. Auch lässt sich eine Diagnose angesichts des Zustandes der Finger- und Fußnägel stellen. 
  2. Eine weitere Diagnosemöglichkeit ist die Entfernung der schuppigen Plaques mit einem Holzspatel (Kerzenfleckphänomen). Schabt der Arzt die Schuppen ab, legt er ein glänzendes Häutchen frei. Wird dieses ebenfalls entfernt, treten punktförmige Blutungen aus den Blutgefäßen aus.
  3. Endgültige Klarheit schafft die Untersuchung von Hautproben unter dem Mikroskop, auch um andere Krankheiten auszuschließen. 
  4. Zusätzlich sollte der Patient seine Beschwerden bei der Anamnese (Befragung durch einen Arzt) gründlich schildern. Dabei müssen Beginn und Verlauf der Erkrankung beschrieben sowie genetische Vorbelastungen angegeben werden. Auf diese Weise lassen sich Faktoren identifizieren, die für eine Verschlimmerung oder Verbesserung des Zustandes sorgen. 
  5. Da Psoriasis nicht nur eine Hauterkrankung ist, sondern auch Gelenke und Organe befallen kann, müssen bei entsprechenden Beschwerden Röntgenaufnahmen und Blutuntersuchungen vorgenommen werden. Zur weiteren Betreuung kann ein Rheumatologe hinzugezogen werden.

Vorbeugung der Psoriasis

Die Grundvoraussetzung, um Psoriasis vorzubeugen, ist, dass die Anweisungen des Arztes genau eingehalten werden, auch dann, wenn sich die Beschwerden gebessert haben. Medikamente sollten nie ohne Rücksprache abgesetzt werden. Neben der Anwendung von medizinischen Salben kann die Haut mit gut verträglichen Ölen und Cremes täglich behandelt werden. Diese pflegen die Haut, versorgen sie mit Feuchtigkeit und schützen sie besonders in den Wintermonaten vor kalter Luft. Die richtige Ernährung hilft ebenfalls dabei, PSO vorzubeugen. Zusatzstoffe in gewissen Lebensmitteln, etwa Milch oder Weizen, werden mit Krankheitsschüben in Verbindung gebracht. Verzichtet der Patient für einige Zeit auf diese Produkte, kann er einen möglichen Effekt auf die Schuppenflechte direkt beobachten. 

Alternativ wird eine Ernährung mit hohem Omega-3-Fettsäurenanteil empfohlen, die positiv auf die Psoriasis einwirkt. Bestimmte Fischsorten, etwa Makrelen, Sardinen oder Lachse, verfügen über einen großen Omega-3-Fettsäurenanteil. Aber auch Walnüsse, Sojaöl, Leinsamen oder Algen enthalten Omega-3-Fettsäuren. Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden, denn diese Stoffe stehen im Verdacht, die Symptome der Schuppenflechte zu begünstigen. Ebenfalls sollte Stress vermieden werden. Ein anstrengender Berufsalltag kann durch den Einsatz von Entspannungsübungen kompensiert werden. Autogenes Training, Yoga oder Muskelentspannungen sind einige von vielen wirkungsvollen Übungen. Auch Ausdauersportarten wie Jogging, Radfahren oder Schwimmen sorgen für den nötigen Ausgleich.

Wie jede Erkrankung verläuft auch die Psoriasis bei jedem Patienten anders. Eine individuelle Behandlung der Symptome sowie eine optimale Therapie, die von einem Facharzt betreut wird, können den Verlauf bedeutend beeinflussen. Betroffenen sei an dieser Stelle der Deutsche Psoriasis Bund e. V. empfohlen, der nicht nur umfangreich über die Krankheit informiert, sondern auch Kontakte zu örtlichen Selbsthilfegruppen vermittelt.

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