Julia Käsehage
Julia Käsehage
Mehrsprachige Online-Redakteurin mit einer Leidenschaft für Kommunikation und die Magie der Sprache. Spezialisiert auf ästhetische Chirurgie und Ernährung.
Erstellt am 29.01.2018 · Update 20.08.2019

Übersicht Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Was genau ist eine Mastopexie?
  • Wer ist für eine Bruststraffung geeignet?
  • Ursachen und Ausmaß der Brustptose
  • Wie findet man den richtigen Chirurgen?
  • Wie läuft der erste Besuch ab?
  • Wie wird eine Bruststraffung vorgenommen?
  • Wie bereite ich mich auf eine Bruststraffung vor?
  • Nachsorge nach einer Bruststraffung
  • Ergebnisse
  • Mögliche Risiken und Komplikationen
  • Häufig gestellte Fragen
  • Erfahrungsberichte
  • Quellen

Einleitung

Häufig bemerken Frauen, die bereits eine oder mehrere Schwangerschaften hatten oder unter starken oder häufigen Gewichtsschwankungen litten, einen Verlust der Fülle ihrer Brüste. Sie scheinen leerer zu werden und sinken herab, was für viele zu einer Minderung des Selbstwertgefühls führt. 

Die Brust ist seit jeher ein Zeichen für Weiblichkeit und hat für viele Frauen einen großen ästhetischen Wert. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Brustvergrößerungen zu den am meisten durchgeführten Operationen gehören, gefolgt von Operationen zur Straffung der Brust. Nach Angaben der ISAPS wurden allein in Deutschland mehr als 16.732 Bruststraffungen im Jahr 2017 durchgeführt.

Mastopexie Bruststraffung

Die Brüste werden angehoben und neu positioniert

Was genau ist eine Mastopexie?

Das Suffix "pexie" in der Chirurgie zeigt an, dass etwas fixiert oder neu positioniert wird. "Masto" hingegen steht für den anatomischen Teil, um den es sich handelt - in diesem Fall die Brust. Das Ziel der der Mastopexie besteht darin, die Brüste anzuheben und neu zu positionieren, weshalb sie oft als Bruststraffung bezeichnet wird.

Um diese Art von Lifting durchzuführen, muss der Chirurg überschüssige oder erschlaffte Haut entfernen, die sich nach der Schwangerschaft, dem Stillen, nach Gewichtsveränderungen oder durch den natürlichen Alterungsprozess gebildet hat, erklärt Dr. med. Handl.

Dieser Zustand der Entspannung und Entleerung der Brust wird als Ptosis bezeichnet. Abhängig von den Ergebnissen, die der Patient erzielen möchte, kann die Operation auch mit einer Brustvergrößerung kombiniert werden, so dass im Rahmen der OP Brustimplantate eingesetzt werden.

Die Mastopexie gehört zusammen mit folgenden Eingriffen zur Gruppe der Brustoperationen:

  • Brustverkleinerung
  • Brustrekonstruktion
  • Brustvergrößerung
  • Gynäkomastie
Beratungsgespräch Bruststraffung

Der Chirurg bestimmt, ob die Patientin für die Bruststraffung geeignet ist

Wer ist für eine Bruststraffung geeignet?

Eine Mastopexie kann bei Frauen durchgeführt werden, die volljährig sind, sich in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden und zum Zeitpunkt der Operation nicht stillen oder schwanger sind. Basierend auf den Daten, die während des ersten Gesprächs gesammelt werden, entscheidet der Chirurg, ob die Patientin für eine solche Operation geeignet ist oder nicht. Für Patientinnen, die unter schweren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Gerinnungs- oder Bluthochdruckproblemen leiden, wird diese OP nicht empfohlen. Sollten Sie sich die Brüste straffen lassen wollen und bisher noch keine Schwangerschaften gehabt haben, so wird empfohlen, den Eingriff erst nach der Stillzeit vornehmen zu lassen.

Falls die Patientin bereits jung schwanger wird und das Normalgewicht der Brüste wiedererlangt, besteht die Möglichkeit, dass ihre Brüste wieder zu ihrer vorherigen Größe zurückkehren, solange die Haut elastisch ist. Im Falle einer schlechten Hautqualität, verfügt die Haut jedoch nicht über die notwendige Elastizität, um an ihren Platz zurückzukehren.

Die Mastopexie wird allen Frauen empfohlen, die unzufrieden mit ihren Brüsten sind und deren Unzufriedenheit negative Auswirkungen auf ihr persönliches Leben und/oder das Leben mit ihrem Partner hat, erklärt Dr. med. Meyer-Gattermann. Dies ist häufig der Fall beim Vorliegen einer oder mehrerer der folgenden Bedingungen:

  • Brustptose
  • Asymmetrie
  • Fallende oder nach unten gerichtete Brustwarzen
Grade Brustptose

Verschiedene Grade der Brustptose

Ursachen und Ausmaß der Brustptose

Die Hängebrust, genannt Ptosis, ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen:

  • Anzahl der Schwangerschaften
  • Übergewicht
  • Gewichtsveränderungen
  • Hohes Volumen der Brust
  • Menopause

Es gibt drei Stufen der Brustptose, so Dr. med. Meyer-Gattermann:

  • Erster Grad: Die Brust erscheint etwas leer, mit Brustwarze und Warzenhof über der Brustfalte.
  • Zweiter Grad: Die Entleerung der Brüste beginnt deutlicher zu werden. Brustwarze und Warzenhof befinden sich auf derselben Höhe wie die Brustfalte.
  • Dritter Grad: Starker Verlust des Brustvolumens. Brustwarze und Warzenhof befinden sich unterhalb der Brustfalte.

Eine hängende Brust ist jedoch nicht dasselbe wie eine leere Brust, da die Milchdrüsen nach der Stillzeit manchmal verkümmern und der Brust ein leeres Aussehen verleihen, das man leicht mit einer Ptose verwechseln kann (Pseudoptose).

Wie findet man den richtigen Chirurgen?

Der erste Schritt, und einer der wichtigsten, ist nach Angaben von Dr. med. Meyer-Gattermann, einen geeigneten Spezialisten für die Durchführung der Bruststraffung zu finden. Für einer sichere und minimal risikoreiche Operation, muss eine Bruststraffung stets in einem gut ausgestatteten Operationssaal einer akkreditierten Klinik durchgeführt werden. Die Operation muss von einem Anästhesisten ordnungsgemäß vorbereitet und von einem zugelassenen Chirurgen durchgeführt werden.

Sie sollten im Vorfeld die Spezialisierung des Arztes (Arzt für Ästhetische, Rekonstruktive und Plastische Chirurgie) sowie seine Studien und Erfahrung prüfen, sowie, ob er Mitglied in einer der anerkannten Gesellschaften ist, wie der DGÄPC oder der DGPRÄC. Dies können Sie direkt auf den Websites der beiden Gesellschaften einsehen.

Beratungsgespräch Bruststraffung

Während des ersten Termins wird eine Vielzahl von Untersuchungen durchgeführt

Wie läuft der erste Besuch ab?

Im Rahmen der ersten Konsultation analysiert der Chirurg den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten und stellt Fragen zu ihrer Krankengeschichte, dem Vorkommen von bestimmten Krankheiten in der Familie und ihrem Lebensstil, um festzustellen, ob und mit welchen Verfahren eine Operation durchgeführt werden kann.

Während des Termins wird der Arzt die Größe und Form der Brust sowie die Form des Warzenhofs und der Brustwarze beurteilen. Andere zu berücksichtigende Elemente sind die Qualität und der Tonus der Muskeln und des Brustgewebes. Dies ist notwendig, damit der Chirurg den Grad der Ptose verstehen und die Ziele festlegen kann, die am besten zur körperlichen Verfassung des Patienten passen, um ein natürliches Ergebnis zu erzielen.

Darüber hinaus kann der Arzt in diesem Termin auch feststellen, ob es für die Patientin im Falle einer Brusthypotrophie oder einer schlechten Brustentwicklung ratsam ist, Brustimplantate einzusetzen, um die Brüste zu formen oder Asymmetrien bzw. das Volumen zu korrigieren. Implantate werden empfohlen, wenn die Abflachung des oberen Brustbereichs einen solchen Grad an Ptosis aufweist, dass sie sich nicht selbst füllen kann.

Wie wird eine Bruststraffung vorgenommen?

Der Eingriff dauert ca. 2 bis 3 Stunden, so Dr. med. Ricardo Beilke, und wird unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung mit Sedierung durchgeführt. Je nach Technik und Ausgangssituation der Patientin entscheidet der Chirurg, ob der Eingriff ambulant oder stationär durchgeführt wird.

Laut den Experten der DGÄPC können Schnitte nach 3 verschiedenen Techniken vorgenommen werden:

  • Periareolärer oder circulärer Schnitt: Erfolgt um den Warzenhof herum und ist bei großem Hautüberschuss indiziert. Diese Technik wird oft in Kombination mit dem Einsetzen von Implantaten verwendet.
  • Vertikaler Schnitt: Wird wie der periareoläre Schnitt um den Warzenhof vorgenommen, die Schnittführung verläuft dann jedoch vertikal nach unten und in Richtung der Brustfalte. Dieser Schnitt wird für Patienten mit einem mittleren Grad an Ptosis empfohlen.
  • T-Schnitt: Wird für Patienten mit schwerer Ptosis empfohlen, die mit weniger invasiven Schnitten nicht zufriedenstellend korrigiert werden kann. Dies ist die am häufigsten verwendete Technik, da sie auch bei Brustverkleinerungen die effektivste ist.
Vorbereitung Bruststraffung

Vermeiden Sie Alkohol und Tabak in den 2 Wochen vor der OP

Wie bereite ich mich auf eine Bruststraffung vor?

Die präoperative Vorbereitung unterscheidet sich nicht von derjenigen, die für jede andere Operation vorgesehen ist, so dass Sie ab der Nacht vor der Operation fasten sollten.

Darüber hinaus ist es stets ratsam, mit einer Person, der Sie vertrauen, in die Klinik zu gehen. Dies wird nicht nur empfohlen, da Sie Hilfe bei der Durchführung einiger Bewegungen benötigen, sondern auch und vor allem, um vor und nach der OP die psychologische Unterstützung eines Freundes oder Verwandten zu haben.

Nach Angaben des Spezialisten Dr. med. Handl sollten Medikamente mit Acetylsalicylsäure, wie Aspirin sowie Substanzen wie Alkohol und Tabak mindestens 2 Wochen vor dem Operationsdatum vermieden werden, um einerseits das Blutungsrisiko nicht zu erhöhen und andererseits die Heilung der Schnitte nicht zu beeinträchtigen.

Nachsorge Bruststraffung

Ein stützender BH sollte für 6 Wochen nach der OP getragen werden

Nachsorge nach einer Bruststraffung

Bei der Bruststraffung ohne Implantate sind die von der Patientin wahrgenommenen Schmerzen minimal, da die Operation nur die Ummodellierung des oberflächlichen Gewebes und somit von Haut, Fett und Drüsen, umfasst. Wenn Implantate eingesetzt werden, kann es zu einem Gefühl von Unbehagen oder einem Spannungsgefühl in der Brust kommen, welche jedoch durch die Einnahme von vom Arzt verschriebenen Schmerzmitteln kontrolliert werden können, erklärt Dr. med. Maximilian Eder.

Im Allgemeinen sollte während der postoperativen Zeit ein unterstützender BH für ca. sechs Wochen getragen werden, so Dr. med. Ricardo Beilke. Während dieser Zeit sollten zudem Saunabesuche, Solarium und Sport vermieden werden. Die Patientin kann zwar die Arbeit nach zwei Wochen wieder aufnehmen, sollte jedoch mindestens einen Monat lang keine körperlichen Anstrengungen unternehmen.

Ist eine Drainage erforderlich, wird diese am zweiten Tag nach der Operation entfernt. Es ist zudem ratsam, für mindestens zwei Wochen nicht auf dem Bauch zu schlafen, um das Risiko eines übermäßigen Drucks auf die Brust zu vermeiden.

Nach der Operation ist die Brust geschwollen und es können Hämatome auftreten, so die Experten der DGPRÄC. Die verwendeten Fäden lösen sich in der Regel von selbst auf, während normale Fäden erst nach 5 Wochen gezogen werden.

Ergebnis Bruststraffung

Die endgültige neue Form der Brüste ist erst nach ein paar Monaten sichtbar

Ergebnisse

Die endgültige neue Form der Brust ist nicht sofort sichtbar, da eine Anpassungsphase notwendig ist, in der die Brust eine natürliche Form erlangt.

Die Narben sind zunächst lila, rot oder rosa und verblassen im Laufe der Monate. Damit die Narben optimal verheilen, ist es wichtig, sie nicht der Sonne auszusetzen, bis sie vollständig verheilt sind und stets eine Sonnencreme mit hohem LSF aufzutragen.

ISAPS erinnert daran, dass die Ergebnisse von Patient zu Patient unterschiedlich sein können, und obwohl es sich um eine Operation handelt, die ein dauerhaftes Ergebnis bietet, können Faktoren wie Alter, Schwangerschaft und Gewichtszunahme oder -abnahme die Form der Brüste in den nachfolgenden Jahre verändern. Das Einsetzen von Implantaten im Rahmen einer Bruststraffung bietet im Allgemeinen stabilere Ergebnisse, die längerfristig anhalten.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Eine Bruststraffung sollte, wie alle chirurgischen Eingriffe, von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden, der in der Lage ist, Risiken und Komplikationen zu vermeiden und bereit ist, im Falle ihres Auftretens angemessen zu intervenieren.

Zu den Nebenwirkungen und Risiken, die mit einer Bruststraffung verbunden sind, zählen laut der ISAPS folgende:

  • Infektionen
  • Keloide oder hypertrophe Narben                                                                           
  • Nekrose
  • Asymmetrie der Brustwarzen
  • Dauerhafte sensorische Anomalien

Häufig gestellte Fragen

  • Welche Ergebnisse können erzielt werden? Patientinnen sind in der Regel sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die Operation ermöglicht es ihnen das gewünschte Volumen und die gewünschte Form zu erreichen sowie den Zeichen der Alterung entgegenzuwirken.
  • Wie lange dauert es, bis man die Ergebnisse sieht? Ein spürbares Ergebnis ist bereits nach zwei Monaten zusehen, das definitive Ergebnis jedoch erst nach 6 Monaten.
  • Können Dehnungsstreifen an der Brust durch eine Straffung entfernt werden? Nur die Dehnungsstreifen, die sich im Bereich der entfernten Haut befinden, werden im Rahmen der OP entfernt, wobei die, die sich außerhalb dieses Bereichs befinden, erhalten bleiben.
  • Mit welcher Art von Narben muss ich rechnen? Die Narben sind zwar dauerhaft, verblassen jedoch in den meisten Fällen mit der Zeit deutlich, so dass sie kaum zu sehen sind. Hierbei kommt es jedoch stets auch auf die Prädisposition der jeweiligen Patientin an.
  • Kann die Ptosis der Brust verhindert werden? Eine Ptosis kann generell nicht verhindert werden, da die Tendenz physiologisch bedingt ist. Jedoch können Frauen versuchen, übermäßige Gewichtsveränderungen zu vermeiden und stützende BHs zu tragen.
  • Mit welchen Risiken und Komplikationen muss ich rechnen? Komplikationen sind sehr selten (z. B. Hämatome und Infektionen) und sprechen in der Regel auf eine angemessene Behandlung an.

Erfahrungsberichte

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IrisJp -

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