Die Diagnose Brustkrebs war erstmal ein großer Schock. Ich wollte schon ein Testament machen, obwohl ich erst 28 Jahre alt bin. Dann fragte der Arzt auch gleich noch, ob er ein Implantat einplanen soll. Und alles musste auch noch schnell gehen. Von der Diagnose bis zum OP-Termin war es noch nicht einmal eine Woche (6Tage). Aber ich habe den Implantaten zugestimmt. Aber ich habe nichts bereut. Ich muss zwar noch durch die Chemo- und Strahlentherapie, aber wenigstens habe ich noch, oder besser wieder, meinen Busen, wenn auch alles noch grün und blau ist.

Letztes Jahr wurden mir wegen Krebs beide Brüste amputiert. Der Chirurg fragte mich schon vor der OP, ob ich ein einer, bzw. zwei Implantaten interessiert sei. Da ich noch zwei Tage bis zur OP hatte, sprach ich dies mit meinem Mann ab und wir stimmten letztendlich zu. Ich bin jetzt 43 Jahre alt und kam mir damals zu jung vor, um ohne Brüste zu leben. Nun, mir wurden während der Operation die Silikon- Implantate eingebracht. Glücklicherweise blieben meine Brustwarzen an Ort und Stelle. Meine Bedenken wegen der Strahlentherapie wurden beseitigt: Es sei sogar besser vor der Therapie die Implantate einsetzen zu lassen, da die Strahlung zu Knötchenbildung führen kann. Heute bin ich glücklich, diesen Entschluss gefasst zu haben. Und vor allem: die letzte Nachsorge war ok.

Nachdem ich den Krebs endlich überstanden habe, habe ich mir Gedanken um den Brustwiederaufbau gemacht. Viele meinten, ich sollte es direkt alles in einem "Abwasch" machen, aber ich wollte mich auf meine Heilung konzentrieren und hatte so auch noch länger Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen anstatt mih schnell für Silikonimplantate zu entscheiden. Vor 3 Monaten habe ich, nach 2 Monaten Dehnung mit einem Expander, einen Eigenfetttransfer von den Oberschenkeln machen lassen. Ich bin mehr als glücklich mit dem Ergebnis - sehr natürllich, fühlt sich gut and sieht gut aus. Könnte nicht besser sein!

Hallo, ich hatte eine recht starke Form von Schlauchbrust und auch eine Asymmetrie (eine Brust war sehr viel größer als die andere). Da es sich nur um eine ästhetische Frage handelte, habe ich die Entscheidung lange vor mir hingeschoben, weil ich mir so oberflächlich vorkam. Aber jetzt fühle ich mich so viel besser in meinem Körper, dass ich die OP jederzeit wieder machen lassen würde.

Nachdem ich den Brustkrebs nun erfolgreich überstanden habe und keine Krebszellen mehr nachgewiesen werden können, möchte ich mich um den Brustwiederaufbau künmern und meine „Weiblichkeit“ wiedergewinnen. Aktuell sieht es so aus, als sei die Brusttasche nicht groß genug, um das Implantat aufzunehmen, so dass mir höchstwahrscheinlich ein Expander eingesetzt wird, der jetzt über die nächsten Monate nach und nach das Gewebe dehnt, bis die Tasche groß genug ist. Drückt mir die Daumen!