Informationen zur Behandlung

Bei der geschlechtsangleichenden Operation werden die Geschlechtsorgane an das vom Patienten gewünschte Geschlecht angepasst. Dazu gehören zum Beispiel eine Penisentfernung, Brustvergrößerung und Vaginabildung bei der Operation Mann zu Frau. Oder eine Ersatz-Penis-Bildung und Entfernung von Brust, Scheide, Gebärmutter und Eierstöcken bei der Operation Frau zu Mann. Das Aussehen der Geschlechtsorgane und Gechlechtsmerkmale kann vom Chirurgen detailgenau imitiert werden. Die Geschlechtsanpassung wird auch durch zusätzliche Methoden unterstützt, etwa durch eine Hormonbehandlung. Die operative Geschlechtsumwandlung erfolgt meist in mehreren Eingriffen. Um sie durchführen zu können muss unter anderem ein psychiatrisches Gutachten vom Patienten vorgelegt werden. Die Erfolgsaussichten für ein zufriedenstellendes Resultat einer Geschlechtsumwandlung sind meist gut. 

OP-Dauer
mind. 2 OPs
Betäubung
Vollnarkose
Klinikaufenthalt
10-16 Tage
Genesung
20-40 Tage
Effekt
Sofort oder nach Wochen
Wirkungsdauer
Dauerhaft

Was ist normalerweise in den Kosten enthalten?

  • Beratungsgespräch
  • Behandlung
  • Nachbehandlung

Vorteile

  • Das Gefühl, im falschen Körper zu sein, verschwindet
  • Patienten erhalten operativ ihr Wunschgeschlecht
  • Das Lebensgefühl und Wohlbefinden wird durch die Behandlung gesteigert
  • Hormonpräparate helfen zusätzlich zur Frau oder zum Mann zu werden
  • Die Eingriffe sind längst Routine

Erwartete Resultate, Risiken und Nebenwirkungen

Durch eine geschlechtsangleichende Operation können primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale an das Aussehen und die Funktion des anderen Geschlechts angepasst werden. Patienten erhalten den Körper und die Identität, nach denen sie sich sehnen. Bei den umfangreichen Verfahren bestehen allgemeine Operationsrisiken, zum Beispiel Infektionen, Blutungen, Blutergüsse, Wundheilungsstörung, Blutgerinnsel oder Gefühlsstörungen. Zudem gibt es spezielle Risiken, die auftreten können. Sehr selten kommt es etwa zu einer Verletzung von Harnröhre, Blase oder Darm. Gleiches gilt für das Absterben des Vollhauttransplantates oder der Neoklitoris. In manchen Fällen verursachen jedoch Wundheilungsstörungen bei den Hauttransplantaten das Absterben kleiner Bereiche, was allerdings meist schnell wieder heilt. Selten sind auch Verengungen der neu geschaffenen Harnröhrenöffnung, sie können bei einer zweiten Operation behandelt werden. Durch Entzündungen oder Vernarbungen kann manchmal auch eine Verengung der Neovagina entstehen, auch diese wird durch eine erneute OP korrigiert. Bei der Hormonbehandlung sind Nebenwirkungen natürlich auch nicht ausgeschlossen. Zum Beispiel übermäßiges Schwitzen, Bluthochdruck, Reizbarkeit, Haarausfall, Gelenk- und Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitzunahme, Migräne oder Schwindel. Auch psychische Probleme gehören zu den Risiken einer geschlechtsangleichenden Operation. Bei dem Eingriff ändert sich auch das sexuelle Empfinden, es wird von den meisten Patienten als anders empfunden. Eine komplette Unfähigkeit zum Orgasmus ist aber eine extrem seltene Folge der OP.

Durchführung der Behandlung

Früher wurde die geschlechtsangleichende Operation Geschlechtsumwandlung genannt. Dieser Begriff ist mittlerweile veraltet. Bei dem Verfahren können sich transsexuelle Frauen zu Männern und transsexuelle Männer zu Frauen umoperieren lassen. Die Eingriffe sind Bestandteil der urogenitalen und plastisch-rekonstruktive Chirurgie. Vor der Behandlung findet immer ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Bei diesem erhalten die Patienten Antworten auf medizinische, juristische und persönliche Fragen sowie eine genaue Erläuterung der Operation, ihrer einzelnen Schritte und Risiken.. Um sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterziehen zu können, müssen Patienten zwei unabhängige fachpsychiatrische oder fachpsychologische Gutachten vorweisen können, die ihnen die Transsexualität bescheinigt. Auch wird eine Bescheinigung des Arztes, Psychotherapeuten oder Psychiaters benötigt, die die Notwendigkeit des medizinischen Eingriffs belegt. Eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenversicherung sollte ebenfalls eingereicht werden.
Bei der Operation Mann-zu-Frau werden Hoden, Nebenhoden, Samenstrang und beide großen Schwellkörper des Penis chirurgisch entfernt. Eine Neovagina wird zwischen Enddarm und Prostata künstlich angelegt. Mit der Penisschafthaut und transplantierter Haut vom Hodensack wird sie ausgekleidet, um genügend Tiefe zu erhalten. Aus dem Gefäß-Nerven-Bündel der Eichel kann die Klitoris erzeugt werden. Der vordere Teil der Vorhaut des Penis wird zu den kleinen Schamlippen umgeformt. Die Schamlippen werden dann aus Teilen des Hodensacks angelegt. Weitere Schritte sind das Erschaffen einer neuen Harnröhrenmündung, eine Korrektur des Scheideneingangs, der Aufbau des Venushügels und eines Klitorishäubchens. Zusätzlich können kosmetische Anpassungen für die richtigen Proportionen sorgen. Weitere Korrekturen, etwa die einer zu engen Harnröhrenöffnung, erfolgen in einer zweiten OP.
Bei der Operation Frau-zu-Mann wird das Brustgewebe entfernt, eine Brustwarzentransplantation und Brusthautentfernung sind ebenfalls mögliche Schritte. Mittels der Schlüssellochtechnik werden Eierstöcke und Gebärmutter entnommen. Die Haut und der Verschluss der Scheide werden beseitigt, die Klitoris gestreckt und die Harnröhre verlängert. Die Penoidbildung erfolgt unter Verwendung eines Unterarmlappens oder eines Lappens von der Innenseite des Oberschenkels. Eichelnachbildung, Verschluss der Harnröhre, Verwendung einer Hodenprothese, Hodenaufbau und Verwendung einer Erektionsprothese sind weitere Maßnahmen dieser Operation. Zusätzlich werden ästhetische Verbesserungen wie Narbenkorrekturen vorgenommen. Schon Monate vor den Eingriffen ist immer auch eine Hormonbehandlung nötig. Bei der Operation Mann-zu-Frau wird oft auch eine Körperhaarepilationen durchgeführt.

Erholungsphase und Nachbehandlung

Nach der Operation erfolgt eine längere Zeit der Nachbehandlung. Auch müssen regelmäßig Medikamente eingenommen und Verhaltensmaßnahmen eingehalten werden.

Kontraindikationen

Können Patienten die geforderten Gutachten und Bescheinigungen nicht vorweisen, ist eine Operation nicht möglich. Kürzliche Suizidversuche, Alkohol- und Drogenabhängigkeit, eine manische Depression, Schizophrenie, eine psychosoziale Instabilitität, eine organische Hirnerkrankung oder ein positiver HIV-Status sind Kontraindikationen. Patienten dürfen auch nicht jünger als 18 oder 21 Jahre und älter als 50 oder 60 Jahre sein.

Quellen:
https://www.chkmb.de/die-klinik/urologie/behandlungsspektrum/geschlechtsangleichende-operationen/transsexualitaet-uebersicht.html
https://www.transsexuell.de/med-pichlo.shtml

Aktualisiert am 04.Juni 2018

Die von Schoenheitsklinik.de veröffentlichten Informationen dienen ausschließlich zur Orientierung, mit dem Ziel, die Behandlung grundsätzlich zu verstehen. Diese Informationen sind also keineswegs als medizinische Ratschläge zu verstehen.

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Ich habe für mich die Entscheidung getroffen eine Geschlechtsanpassung vornehmen zu lassen. Ich fange gerade damit an, mich über die Voraussetzungen für die OP zu informieren und bin auf die Info gestoßen, dass ich psychiatrische und medizinische Gutachten brauche. Welche sind das genau und was muss ich beachten?

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Hi. Ich möchte etwas zum Thema Hormonbehandlung fragen. Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Kann mir jemand sagen, wie lange eine Hormonbehandlung normalerweise dauert? Nach wie vielen Tagen beginnt sie zu wirken?

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